Johannes Wunsch Treppenbau

„Ideen statt Maschinenpark“

Direkt an der Murg, einem reißenden Wildwasserfluss im Nordschwarzwald, liegt die Werkstatt von Johannes Wunsch. Der Rosenheimer Holzingenieur hat sich auf die Herstellung individueller und hochwertiger Treppen spezialisiert. Unter dem Motto ,Ideen statt Maschinenpark‘ baut er auf konventionellen Standardmaschinen ästhetisch anspruchsvolle Unikate.

Der Betrieb ist rein handwerklich orientiert. Neben der Schreinerei befinden sich die Schlosserei mit Dreh- und Fräsmaschinen, sowie eine Schweißerei, die auch für die Edelstahlbearbeitung gerüstet ist. Unverzichtbarer Bestandteil der maschinellen Ausstattung sind die Walzenbiegemaschine und die Dornbiegemaschine für Stahlprofile. Ohne diese wäre die Herstellung der komplizierten ,Korkenzieher‘ gar nicht möglich. Gerade die Materialkombination Holz-Edelstahl – eine ganz besondere Spezialität von Wunsch – gestattet es in besonderer Weise, Leichtigkeit und Eleganz zu verwirklichen. Die Handläufe werden im allgemeinen formverleimt, während die liegenden Füllstäbe mit den Biegemaschinen in Form gebracht werden.

Edelstahlteile und Holz kommen aus einer Werkstatt. Sie entstammen einer Zeichnung und müssen nicht nachträglich, Gewerk übergreifend angepasst werden, was erfahrungsgemäß oft zu Ungenauigkeiten, Reibereien und Abstimmungsschwierigkeiten führt. Die Teile sind so konstruiert, dass auf der Baustelle keine Schweißarbeiten oder Malerarbeiten mehr erforderlich sind. Das von Johannes Wunsch selbst entwickelte Handlaufsystem ist so aufgebaut, dass für die Montage der Stahl- und Edelstahlteile ein Inbusschlüssel genügt.
Für Johannes Wunsch ist eine Treppe als ,Raumskulptur‘ anzusehen, die wie kaum ein anderes Bauteil Ebenen verbinden und Räume erlebbar machen kann. Auf die Linienführung seiner Treppenläufe, so der Forbacher, wirke der geistige Hintergrund des ,Feng Shui‘ oder das ,Panta rhei‘ (alles fließt) des griechischen Philosophen Heraklit. Wunsch: „Wangen und Handläufe sollen eine Raumkurve beschreiben, deren Fluss möglichst nicht von Pfosten unterbrochen wird. Wenn man vor einer gelungenen Treppe steht, spürt man geradezu die belebende Wirkung des Schwungs auf den Raum und das ganze Haus.“ Zudem liefere die Natur mit ihren Erscheinungen – beispielsweise dem Wasserwirbel oder aufstrebenden Wirbelwind – das gestalterische Vorbild für gelungene Treppenkonturen. „Die Treppe kann im Idealfall die energetische ,Wirbelsäule‘ des Hauses sein, die leitet, versorgt und verbindet.“
Den Strom für Schreinerei und Treppenbaubetrieb liefert die Wasserkraft der Murg. Schon seit 1920 dreht sich das Kammrad der Turbine, dessen Zähne aus Hainbuche von der Langlebigkeit und Zähigkeit des Werkstoffes Holz zeugen. Die Stromerzeugung ist das einzige Überbleibsel der industriellen Vorgeschichte des Fabrikgebäudes in Forbach, das inzwischen anstelle der Pappeherstellung mehrere Handwerksbetriebe sowie ein Künstleratelier beherbergt. Wunsch: „Eine höchst anregende Symbiose, die für alle Seiten förderlich und befruchtend wirkt.“
Im Zentrum der Aktivitäten steht der handwerkliche Treppenbau. Diese Disziplin fordert immer aufs neue handwerkliche Fähigkeiten, räumliche Vorstellungskraft, fertigungstechnische Lösungen, Ideenreichtum und Dialogfähigkeit mit Architekten und Bauherren. Aber Johannes Wunsch ist nicht starr auf die Fertigung von Treppen fixiert. Darüber hinaus macht es ihm immer wieder Freude, andere Ideen zu entwickeln und umzusetzen. So hat er beispielsweise in Zusammenarbeit mit einem Puppenspieler ein zusammenklappbares Theater entwickelt, das sich in Sekundenschnelle auf- und abbauen lässt. Das System hat sich so bewährt, dass es schon Nachbestellungen von Puppenspielern aus mehreren Ländern gab.
Auch hat er unter anderem eine ausgefallene Hotelrezeption, Büromöbel einer Anwaltskanzlei, Arztpraxen, Tonstudiomöbel usw. in seiner Werkstatt hergestellt. Aus Ärger über die Kurzlebigkeit von Kunststoffgartenmöbeln hat Wunsch einen Gartentisch mit ,unendlicher Lebensdauer‘ entwickelt. Der Tisch besteht nur aus Edelstahl und Naturstein. Besonders gefreut hat sich Johannes Wunsch über den Gewinn des Holzkreativpreises des BUND im Jahr 2000. Der minimalistische Stuhl „Steckling“ wurde auf der Messe in Freiburg mit dem ersten Preis ausgezeichnet.
In den Abendstunden trifft man Wunsch zur Zeit oft im Tonstudio an. Dort nimmt er eine CD mit selbstgetexteten und -komponierten Stücken auf. Und wenn die Murg Hochwasser hat, wühlt er sich mit seinem Kajak durch Walzen und Katarakte. Praktisch: Einbooten kann er direkt bei der Werkstatt. o
Johannes Wunsch Treppenbau
76596 Forbach
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