Flexibles Sägen in der Schreinerei Eckl. „Mehr Komfort geht leicht“ - BM online

Flexibles Sägen in der Schreinerei Eckl

„Mehr Komfort geht leicht“

Plattenaufteilen, Formatieren und universelle Sägearbeiten auf eng begrenzter Fertigungsfläche sind keine einfache Herausforderungen. Schreinermeister Klaus Eckl aus dem bayerischen St. Englmar hat ein für seinen Betrieb passendes „Format“ gefunden. Das neuartige Sägen- konzept von Altendorf kam ihm dabei entgegen.

Autor: Manfred Maier

„Wir arbeiten dort, wo andere Urlaub machen“, schmunzelt Schreinermeister Klaus Eckl (41) beim reizvollen Blick aus der Werkstatt auf die Idylle des schmucken Luftkurorts St. Englmar. Der zunehmende Tourismus im schönen Naturpark Bayrischer Wald legt das Marktpotenzial sozusagen direkt vor die Werkstatttür: Hotellerie, Gastronomie und Gästezimmer in Pensionen sind die wichtigsten Arbeitsfelder der bereits in der sechsten Generation bestehenden Bau- und Möbelschreinerei. Gleich ob es um Renovierungen oder Neueinrichtungen geht: „In diesem Geschäft muss man schnell und flexibel reagieren können. Darauf und auf kundengerechten Service für gewerbliche und private Auftraggeber sind wir eingestellt“, erklärt der sympathische Schreinermeister. Entsprechend vielseitig ist das Leistungsspektrum, das den gesamten Bereich des individuellen Möbel- und Innenausbaus bis hin zu Bauelementen mit Fenstern und Türen umfasst.

Moderne Maschinentechnik
In den letzten Jahren hat Eckl kontinuierlich in moderne Technik investiert. In der hellen 600-m²-Werkstatt verfügt der Vier-Mann-Betrieb heute über eine erstaunliche Maschinenausstattung für die rationelle Platten- und Massivholzbearbeitung. Neben hochwertigen Standardmaschinen fallen besonders der 2-Band-Breitband-Schleifautomat von Weber, der Vierseiter Profimat 26 von Weinig und nicht zuletzt das CNC-Bearbeitungszentrum Typ ProMaster von Holz-Her ins Auge. Klaus Eckl verheimlicht nicht, dass er ein Faible für moderne Maschinentechnik hat und kommentiert mit einem Augenzwinkern: „Die Maschinenauslastung darfst net wirklich rechnen. Entscheidend sind die oft großen Zeitersparnisse im Einzelfall, die hohe Bearbeitungsqualität und damit auch die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.“ Und er fügt hinzu: „Es ist wie beim Auto: Mehr Komfort geht leicht, weniger ist eher schwierig.“
Vor dem Hintergrund des stetig steigenden Plattenanteils fehlte noch das „passende Format“ für den bisher eher improvisierten Zuschnitt: „Hier wollten wir deutlich besser werden und die Plattengewichte von den Mitarbeitern wegbringen“, sagt Klaus Eckl.
Alternativen gesucht
Die infrage kommenden Konzepte wurden gründlich gecheckt. Die Problematik dabei verbindet Eckl mit vielen Schreinerkollegen: Nach einem vor vier Jahren realisierten Anbau waren die räumlichen Erweiterungsmöglichkeiten ausgeschöpft: „Eine horizontale Druckbalkensäge schied aus Platzgründen von vorneherein aus und bei vertikalen Plattensägen hat uns das Handling nicht überzeugt“, definiert Eckl die Ausgangslage.
Der Messereport des BM über die Ligna-Highlights im letzten Jahr brachte den Schreinermeister auf eine andere Idee: Das neuartige Sägenkonzept der „Altendorf 2“ zeigte sich als vielversprechende Alternative. Der Weg ins Herstellerwerk im westfälischen Minden war dann nicht mehr weit, schließlich hatte Eckl beste Erfahrungen mit Altendorf-Formatkreissägen gemacht, zuletzt mit einer F 45.
Beim Maschinentest in Minden zeigten sich die Kernpunkte des neuen Sägenkonzepts, das die Vorzüge einer Formatkreissäge, einer Plattensäge und einer Längsschnittsäge in „einer“ Maschine bündelt: Anders als bei einer herkömmlichen Formatkreissäge verfährt das Sägeaggregat unter der Sicherheitsbrücke innerhalb des Maschinenständers. Nach Eingabe der Schnittparameter am Touchscreen-Panel wird der automatisierte Sägevorgang nur noch ausgelöst. Gegenüber herkömmlichen Formatkreissägen entfallen die Laufwege rund um die Maschine mit oft schweren Platten und Werkstücken. Hinzu kommen die Vorzüge des verfahrbaren Sägeaggregats: Der Bediener muss keine Kraft mehr aufbringen, um das Werkstück durch das Sägeblatt zu führen.
Die Vorteile dieses Prinzips macht die Altendorf 2 auch für das Plattenaufteilen auf kompaktem Raum interessant. Trotz einer Baulänge von 5000 mm und 3000 mm Schnittlänge hält sich der Platzbedarf in Grenzen und passte bei Eckl gut ins Raumangebot. Überzeugt hat Eckl das ergonomische Konzept. Mit einem Beschickwagen oder mit einem Vakuumhebegerät ist die Ein-Mann-Bedienung auch bei größeren Platten möglich.
Universell einsetzbar
Gerade für Universalisten wie die Schreinerei Eckl ist die Multifunktion der Altendorf 2 interessant. Ob mit verfahrbarem oder feststehend Sägeaggregat: Alles, was eine herkömmliche Formatkreissäge kann, ist auch mit der Altendorf 2 möglich. Die Maschine ist dazu auf beiden Seiten des Maschinenständers gleichwertig bedienbar. Möglich wird dies durch reichhaltiges Anschlagzubehör und Auflagetische, die beidseitig am Maschinenständer angebracht werden können. Entlang der Führungssysteme sind diese Tische leicht und frei positionierbar.
Falls gewünscht – und zum Schneiden kurzer und schmaler Werkstücke durchaus sinnvoll: Das in der Regel fahrende Sägeaggregat lässt sich an jeder Stelle der Schnittlinie feststellen. Dann kann an der Altendorf 2 mit den verschiebbaren Auflagetischen wie an einer herkömmlichen Formatkreissäge gearbeitet werden. Auch das Touchpanel unterstützt die freie Arbeitsplatzwahl: Der 15“-Bildschirm an der Sicherheitsbrücke kann beidseitig über die ganze Länge genutzt werden.
Gehrungsschnitte beidseitig in voller Länge
„Das beidseitig um 46°, schnell schwenkbare Sägeblatt ist ein wesentlicher Vorteil. Gehrungsschnitte sind in ganzer Schnittlänge zeitsparend realisierbar. Die Gutseite der Werkstücke kann dabei frei gewählt werden“, betont Klaus Eckl. Möglich wird der beidseitig einstellbare Kantenwinkel u. a. durch das eigens für die Altendorf 2 konstruierte kompakte Antriebsaggregat, das sich durch hohe Laufruhe und Leistung auszeichnet. Die neuen Synchron-Servo-Motoren haben einen um bis zu 15 % höheren Wirkungsgrad gegenüber bisher eingesetzten Elektromotoren. Da die Leistungsaufnahme des „Scheibenläufers“ zerspanungsabhängig ist, wird nur die Energie aufgenommen, die tatsächlich benötigt wird. Im Klartext: bei einer Nennleistung von 5 kW erzielt das neue Konzept eine Leistung von bis zu 11 kW. Stufenlos regelbare Drehzahlen (1500 bis 5000 U/min) und Vorschübe (1 bis 50 m/min) eröffnen die Anpassung an ein breites Anwendungsspektrum.
Komfortables Steuerungskonzept
Unterstützt wird das Sägen an der Altendorf 2 durch ein komfortables Steuerungskonzept. Am großen 15“-Touchpanel kann der Bediener zwischen der Eingabe der Achspositionen oder der Werkstückmaße wählen. Alle Anwendungen und Funktionen sind zentral steuerbar. In weiteren Ebenen können Werkstückmaße für die automatische Achs-Posi-tionierung programmiert werden. Für das Plattenaufteilen steht eine Schnittstelle zur Anbindung an externe Zuschnittoptimierungen zur Verfügung. Arbeitsschritte wie Winkelschnitte, Gehrungsschnitte, Fälzen und Nuten werden durch spezielle Programmbausteine unterstützt. Ein besonderes Schmankerl ist das Simulationsprogramm, mit dem die gewünschten Sägevorgänge und Bearbeitungsschritte vorab geprüft werden können.
Sicheres Sägen
Auffällig an der Altendorf 2 ist die beleuchtete Sicherheitsbrücke. Sie ist Träger des Schutzvorhangs und gleichzeitig Teil des wirksamen Absaugsystems. Der Schutzvorhang mit transparenten Lamellen senkt sich automatisch bevor das Sägeaggregat startet. Dieses fährt nur für den Sägevorgang über die Tischebene. Danach senkt es sich wieder ab. Eine optische Warnung in Form einer LED-Beleuchtung über der Schnittlinie erhöht die Sicherheit: Sobald der Startknopf betätigt wird, wechselt das helle Licht auf Rot, die Sicherheitsbrücke verfährt elektromotorisch nach unten und die Lamellen umschließen das Werkstück.
Schneller und ergonomischer
Es ist wie bei jeder neuen Technik: „Umdenken beim Sägen ist schon erforderlich“, sagt Klaus Eckl. Unterstützt durch die einfache Bedienoberfläche habe sich aber die neue Arbeitsweise an der Altendorf 2 schon weitgehend eingespielt. Hervorgehoben wird bei Eckl der ergonomische Vorteil der Altendorf 2, den die Mitarbeiter in der täglichen Praxis schätzen: „Die Arbeits- und Körperbelastung beim Zuschnitt ist deutlich geringer als vorher“, erklären die beiden Schreinergesellen Christian Kopp und Martin Eckl.
Die universelle und flexible Einsetzbarkeit für sämtliche Sägearbeiten sei ein weiterer Vorzug der Altendorf 2. Die anvisierte Zeitersparnis, so Klaus Eckl ,habe sich bestätigt: „Obwohl wir noch nicht alles ausgereizt haben, sind wir beim Plattenzuschnitt unterm Strich erh-eblich schneller geworden.“ Den nächsten Schritt für die Ein-Mann-Bedienung hat Eckl bereits im Visier: Über einen Säulenkran mit Vakuumhebegerät soll nicht nur die neue Säge, sondern auch das räumlich direkt dem Zuschnitt zugeordnete CNC-Bearbeitungszentrum beschickt werden. I

Zur Marktpositionierung der Altendorf 2
Markus Ebel, Altendorf-Vertriebsleiter Westeuropa, zur Marktpositionierung der Altendorf 2: „Bei Standardmaschinen wirkt sich das Materialhandling und das Fixieren und Bewegen der Werkstücke oft negativ auf das Arbeitsergebnis aus. Bei Sägemaschinen, die diese negativen Einflussgrößen des Bedieners ausschließen, mangelt es meist an Flexibilität. In vielen Betrieben sind die Produktionsflächen begrenzt und Volumenschnitte nicht gefordert. Auch die höheren Anforderungen an die Konstruktionen im Innenausbau und die Vielzahl der Werkstoffe mit teilweise empfindlichen Oberflächen fordern neue Maschinenlösungen. Mit einer Vielzahl neuer Anwendungsmöglichkeiten möchten wir mit der Altendorf 2 alle Anwender ansprechen, die aufgrund der technischen Möglichkeiten heutiger Sägemaschinen in irgendeiner Form eingeschränkt sind bzw. Nachteile in Kauf nehmen müssen. Bei der Entwicklung der Maschine standen Anwendernutzen, Flexibilität, Sicherheit und Ergonomie an vorderster Stelle. Die Altendorf 2 als 3-in-1 Säge vereint viele der geschätzten typischen Merkmale der Format- Platten- und Längsschnittsäge. Wir sehen ihren Einsatz überall dort, wo die Summe einzelner Vorteile größer ist als bei anderen Lösungen.

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