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Mitgedacht und mitgemacht

Schreinerei Meinzinger plant gemeinsam mit Aigner Werkzeuge
Mitgedacht und mitgemacht

„Schreiben Sie doch mal darüber, wie zufrieden die Kollegen nach einer Investition sind!“ forderte Schreinermeister Norbert Meinzinger. Er selbst hat zusammen mit der Firma Aigner Werkzeuge seinen Betrieb, der auf handwerklichen Fensterbau spezialisiert ist, wunderbar flexibel gemacht.

Autor: Dittmar Siebert

I Schon vor längerer Zeit hat die Schreinerei Meinzinger ihre Fertigung produktübergreifend von traditioneller, handwerklicher Fertigung auf CNC-Technik umgestellt: Auf einem im Jahr 2011 installierten CNC-Bearbeitungszentrum von Homag, Typ BMG 511 können nun die unterschiedlichsten Fenster- und Haustürsysteme, Innentüren sowie Korpusmöbel maschinell bearbeitet werden – angesteuert von Klaes Fensterbausoftware und Woodwop.

Darüber, dass die Umstellung reibungslos funktioniert hat, freut sich Norbert Meinzinger heute noch jeden Tag. Nicht ganz unbeteiligt daran war Otto Fischer, der Vertriebsleiter der österreichischen Firma Aigner Werkzeuge. Er war von Anfang an in die Planungen maßgeblich eingebunden. Denn mit welchen Werkzeugen der 72-fach-Kettenwechsler bestückt werden sollte, damit die Maschine den vielfältigen Anforderungen des großen Produktspektrums gewachsen ist, dazu bedurfte es des umfassenden Know-hows eines Fachmanns.
Norbert Meinzinger und Otto Fischer kennen sich seit Langem. Aigner bestückte schon die alte Produktion mit Werkzeugen. Dort stand eine Winkelanlage mit Gubisch Centromat und ein Profilfräsautomat von Weinig. Auf dieser Anlagentechnik setzte man die Stärkenänderung von IV 68 mit Schlitz- und Zapfenverbindung auf IV 78 und IV 88 erfolgreich um.
Mit Rat und Tat zur Seite gestanden
Doch die Produktion war zu unflexibel. Man konnte nicht schnell genug auf Kundenwünsche reagieren und es war kostspielig, kleinere Fensteraufträge mit vielen unterschiedlichen Varianten und Größen abzuwickeln. Deshalb wollte Meinzinger auf moderne, flexible, ablaufgesteuerte CNC-Technik umstellen.
Schon bei den vorbereitenden Planungen im Jahr 2010 stand ihm Otto Fischer als engster Berater zur Seite. Sie besuchten gemeinsam mehrere Maschinenhersteller, führten Gespräche mit Softwarehäusern und befassten sich intensiv im Detail mit den angebotenen, unterschiedlichen Komponenten.
Anfang 2011 entschied sich Meinzinger für den Maschinenhersteller Homag, das Softwarehaus Klaes und Werkzeuge von Aigner. Im Mai 2011 bestellte er auf der Ligna ein CNC-Flächenbearbeitungszentrum, Typ Homag BMG 511, mit Sorb-Tech-Maschinengrundkörper, einer 4-Achs-Hauptbearbeitungsspindel, einem Bohrkopf, einem automatischen Tisch, mit einer Länge von 7,4 m, mit zehn Konsolen, mit jeweils drei Adapterplatten, mit Fensterspannern, wahlweise Vakuumspannern und 72-fach-Kettenwechsler.
Die Werkzeuge wurden bei Aigner in Auftrag gegeben. Verständlich, dass der 72-fach-Wechsler nicht mit allen gelieferten Werkzeugen gleichzeitig belegt werden kann. Doch die meisten Fenstersysteme lassen sich ohne Werkzeugwechsel herstellen.
Fenster und Türen in allen Varianten
Man entschied sich für eine Konter-Dübel-Verbindung. Neben Werkzeugen für die Holz-Fenstersysteme IV68, IV78, IV88 mit Denkmalschutz-Varianten wurden auch Werkzeuge für Holz-Aluminium-Fenstersysteme in 68, 78, 88 mm Holzstärke, flächenversetzt und flächenbündig geliefert. Darüber hinaus können Haustüren und Nebeneingangstüren in den angegebenen Fensterstärken, nach innen öffnend oder wahlweise auch nach außen öffnend, mit Doppel- oder Einfachfalz, flächenversetzt oder flächenbündig, mit unterschiedlichsten Schwellenarten, hergestellt werden. Dabei ist auch der Einsatz von barrierefreien Schwellen möglich.
Neben rechteckigen Fenstern, können Schräg-, Trapez-, Segment-, Rund- und Korbbögen auf dem Bearbeitungszentrum gefertigt werden. Über Einlagen und Einzelteilspanner können auch glasteilende schmale Sprossen und Kurzteile auf dem automatischen Tisch gespannt und bearbeitet werden.
Zudem gibt es gesondertes Werkzeug für die Herstellung von Innentüren. Die Türbekleidungen können gefräst, gesägt und gebohrt werden. Das Türblatt kann komplett bearbeitet werden mit Umfälzung, Schlosskasten- und Bandfräsung. Auch beliebige Lichtausschnitte lassen sich herstellen.
Aber nicht nur das: Auf der CNC-Maschine können auch Bauteile für Möbel bis hin zu kompletten Küchen bearbeitet werden.
Auch für Schreinerkollegen
Die Meinzinger GmbH hat ihren Sitz in Wörth an der Donau im oberpfälzischen Landkreis Regensburg und liefert an Endkunden. Zusätzlich fertigt Meinzinger nun aber auch mit seiner neuen CNC-Technik für Schreinerkollegen komplette Holzteile maschinenfertig bis hin zum fertigen Produkt – nach Kundenwunsch.
Das Unternehmen wurde 1945 gegründet und wird seit 1994 von Schreinermeister Norbert Meinzinger in dritter Generation geführt. 2003 siedelte er aus ins neue Industriegebiet und baute eine Produktionshalle mit 1800 m2. Dort produziert er mit 15 Mitarbeitern Fenster, Türen und Möbel. Im Jahr 2013 stellte der Familienbetrieb ca. 2300 Fenstereinheiten her.
Dass er jetzt noch wirtschaftlicher und flexibler arbeiten kann, habe er nicht zuletzt Otto Fischer zu verdanken, davon ist Schreinermeister Norbert Meinzinger überzeugt. „Die Umstellung war vom Umfang und der Vielfalt her hochkomplex. Ich bin sehr zufrieden mit der Betreuung und Abwicklung durch Aigner.“
Aigner setzt auf Kundenkontakt
Der in Taufkirchen/Widldorf in Österreich ansässige Werkzeughersteller beschäftigt 80 Mitarbeiter und hat eine eigene Projektabteilung. So kann das Unternehmen flexibel und schnell auf Kundenwünsche eingehen. „Unsere große Stärke ist der direkte Kontakt der Konstrukteure zum Kunden“, bringt es Otto Fischer auf den Punkt. Im Produktbereich Fensterwerkzeuge gibt es beispielsweise eine Abteilung mit einem Projektleiter, der Detailfragen bezüglich Konstruktion direkt mit dem jeweiligen Fensterbauer klären kann. Alle Systeme und Werkzeuge werden im CAD detailliert gezeichnet und mit dem Kunden abgestimmt. Mittels Werkzeugsplittings kann systemübergreifend optimiert werden.
Die Gesamtabwicklung eines einfachen Fensterprojektes sollte, wenn die Fenstersysteme feststehen, innerhalb von zwölf Wochen bis zur Lieferung abgewickelt werden können. Für eine Fensterprojektierung hat Aigner spezielle Außendienstberater, welche in Deutschland jeden Fensterbauer beraten können. Viele kleinere Projekte und der Alltagsbetrieb werden über den Fachhandel abgewickelt, z. B. die Agefa-Gruppe in Deutschland, welche in der Regel auch über einen eigenen Werkzeug-Schärfdienst verfügen. I
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