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Nahtlos integriert

Durchgängig von der CAD/CAM-Software auf die CNC-Maschine
Nahtlos integriert

Die Altmann Laden- und Innenausbau GmbH aus Bönnigheim ist im hochwertigen Laden-, Messe- und Innenausbau zu Hause. Durch die Einführung der CAD/CAM-Software Imos greifen Arbeitsvorbereitung und ein moderner Maschinenpark jetzt nahtlos ineinander und optimieren die Betriebsorganisation.

I Bei Altmann fiel die Entscheidung für Imos-Software eigentlich schon im Jahr 2000. Eigentlich. Denn Zeit- und Personalmangel ließen eine Implementierung zum damaligen Zeitpunkt nicht zu. „Es geht ja auch so …“, dachte man sich und ließ Planung und Produktion zunächst weiter getrennt voneinander laufen. Konventionell wurden die Konturen und Bohrbilder über AutoCAD und WoodWOP an das Bearbeitungszentrum übergeben und die Maschine manuell programmiert. Beim Maschinenpark hatte Altmann schon frühzeitig in moderne Technologie investiert. In der 1900 m² großen Produktionshalle befinden sich das Homag-Bearbeitungszentrum Optimat BAZ 322, eine Holzma-Plattensäge HPP 430 sowie eine Brandt-Kantenanleimmaschine KDF 790.

Skepsis weicht Überzeugung
Als Klaus Schurig im Sommer 2012 als Geschäftsführer ins Unternehmen eintrat, setzte er nach einem Jahr die Idee einer durchgängigen CAD/CAM-Lösung um: „Ich kannte Imos schon vor meiner Tätigkeit bei Altmann. Besonders im Korpusmöbelbereich punktet die Software als effizientes Werkzeug und durch die automatische Ausgabe und Generierung von Zeichnungen und NC- Programmen werden die Arbeitsabläufe beschleunigt.“ Trotzdem musste Schurig Überzeugungsarbeit im eigenen Team leisten: „Die Kollegen waren natürlich zunächst skeptisch. Es ist klar, dass sich durch so ein Projekt viele Abläufe ändern und jeder seinen Teil beitragen muss.“ Er reaktivierte seinen Kontakt zu Imos und zeigte seinen Mitarbeitern neben Präsentationen des Leistungsumfangs auch Beispiele von Konstruktionen. Kurz darauf konnte gestartet werden.
Schritt für Schritt, aber mit Tempo
Die Einführung der Software sollte natürlich so schnell wie möglich erfolgen. Dass ein durchgängiges System aber nicht über Nacht implementiert werden kann, war den beiden Geschäftsführern und ihrem Team klar: „Wie bei allen CAD/CAM-Systemen ist es zu Beginn selbstverständlich nicht mit einem Knopfdruck getan. Die Schulung der Mitarbeiter, die Datenanlage und die Maschinenanbindung erfordern eine gewisse Zeit und Einsatz von allen Beteiligten. Aber sobald dann die ersten Erfolge zu sehen waren, stieg die Motivation aller Beteiligten.“
Zusätzlich holte sich Schurig noch Unterstützung vom Beruflichen Schulzentrum des Odenwaldkreises in Michelstadt. Die dort ausgebildeten Schüler und Studenten verfügen über umfangreiches Wissen im Umgang mit der Software. In Michelstadt ist Imos seit 2009 fester Bestandteil des Stundenplans. Seit 2012 lehrt man dort sogar die Fünfachs-Programmierung einer Homag BMG 316 mit „Imos CAM MAX“.
Klaus Schurig nahm Kontakt zu dem verantwortlichen Fachlehrer auf, der ihm einen frisch ausgebildeten Holztechniker empfahl. Dieser hatte die Software bereits zum Thema seiner Technikerarbeit gemacht und wurde schließlich direkt von der Firma Altmann eingestellt.
Der Erfolg eines solchen Projekts steht und fällt für Schurig besonders mit dem Knowhow der Mitarbeiter: „Damit ein Unternehmen von der Durchgängigkeit einer CAD/CAM-Software profitieren kann, benötigt es unbedingt gut geschulte Mitarbeiter. Man muss bereit sein, wenigstens einen Mitarbeiter der Arbeitsvorbereitung komplett für die Einführungsphase abzustellen, sofern dieser keine Vorkenntnisse mitbringt. Während des laufenden Betriebs ist es nicht möglich, sich in sämtliche Details einer Software einzuarbeiten. Das zahlt sich hinterher aber aus, wenn die volle Funktionsvielfalt genutzt werden kann und damit auch die Prozesse beschleunigt werden.“
Auch die Zusammenarbeit und Kommunikation mit dem Herforder Softwarehaus waren besonders zu Beginn wichtig, da Altmann bereits zwei Wochen nach der Installation mit dem Projektgeschäft begann. „Bei der Datenanlage haben wir zunächst mit kleineren Projekten begonnen und uns dann nach und nach weiterentwickelt“, so Schurig.
Effizienz deutlich gesteigert
Heute, rund sechs Monate nach Beginn der Einführung, ist sich das 25-köpfige Team von Altmann einig, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Dank der Durchgängigkeit des Systems haben sich Arbeitsabläufe deutlich verbessert. Besonders die Faktoren Zeit und Produktivität spiegeln den Erfolg wieder: „Die Erstellung der Zeichnungen geht deutlich schneller als mit der konventionellen Methode. Die Tatsache, dass keine Stücklisten mehr geschrieben werden müssen und die CNC-Programme direkt zur Verfügung stehen ist ein Vorteil, den man abteilungsübergreifend bewerten kann.“
Die passende Schnittstelle zur Branchensoftware Kuhnle lieferte Imos ebenfalls mit, wodurch auch die kaufmännischen Prozesse durchgängig eingebunden sind. Auch wenn sich nun einiges im Betrieb ändert, die Unternehmensphilosophie von Altmann ist aber noch dieselbe: „Kundenwünsche und räumliche Situationen harmonisch zu verbinden – das ist Schreinerhandwerk pur.“
Klaus Schurig, der die Altmann GmbH ab Sommer 2015 alleine führen wird, blickt optimistisch in die Zukunft: „Ich bin mir sicher, dass wir auch weiterhin erfolgreich sein werden. Jetzt passen Arbeitsorganisation und Maschinen noch besser zusammen und wir können die gewonnene Energie in die vielfältigen Anliegen unserer Kunden investieren.“ (cn/Quelle: Imos) I
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