Tischlerei Ellendorff: In Qualität und Tempo investiert. „… nicht lange rumfummeln“ - BM online

Tischlerei Ellendorff: In Qualität und Tempo investiert

„… nicht lange rumfummeln“

Rüst- und Einstellzeiten, nein danke: Automatisierte Kanten-Komplettbearbeitung erobert auch kleine Betriebe. Die Rietberger Tischlerei Ellendorff ist dafür ein gutes Beispiel. Dort zieht die neue Maschine auch die Bearbeitungs- und Fugenqualität ganz nach oben.

von Manfred Maier

Im neu eingerichteten Büro des Betreibes, am grünen Rand von Rietberg-Neuenkirchen gelegen, erklärt Tischlermeister Ludger Ellendorff: „Es läuft gut. In den letzten Jahren haben wir mehrfach erweitert.“ Mit der neuen Leimbinderhalle ist der Betrieb weit über die Gebäude des ehemaligen Bauernhofs hinausgewachsen.

Ellendorff hat sich seine Sporen als Werkmeister in der Sonderfertigung eines westfälischen Türenherstellers verdient. Über Montageaktivitäten lockten die Selbstständigkeit und der Wunsch nach einer richtigen Tischlerei. 2011 war es dann soweit: Als verlängerte Werkbank für Sondertüren seines früheren Arbeitgebers konnte Ellendorff mit einer gewissen Sicherheit starten. Heute ist die Tischlerei mit sechs Beschäftigten ganz universell aufgestellt. Als ausgewiesener Türenspezialist bedient Ellendorff Privat- und Objektkunden mit individuellen Innen- und Eingangstüren. Hinter dem Firmenslogan „Kreatives in Holz und Glas“ verbirgt sich freilich weit mehr: „Das Türengeschäft ist oft ein regelrechter Türöffner für interessante Folgeaufträge, gerade im Objektgeschäft.“ Daraus und in Kooperation mit Sanitärbetrieben hat sich Ellendorff eine attraktive Marknische erschlossen. Komplette Badezimmereinrichtungen in Holz und Glas sind heute neben dem Innenausbau eine besondere Spezialität der Rietberger Tischlerei. Mit Speziallacken von Hesse-Lignal hat sich Ellendorff dazu ausgeprägtes Know-how in der gefragten Glaslackierung erarbeitet.

Entscheidung an der Kante

Bei steigenden Kunden- und Qualitätsansprüchen war es an der Zeit: Die in die Jahre gekommene Kantenanleimmaschine konnte den Anforderungen nicht mehr standhalten. Ludger Ellendorff: „Gefügt haben wir auf der Tischfräse. Wenn man hohe Qualität liefern will, kommt man an moderner Bearbeitungstechnik einfach nicht vorbei.“

Nach den guten Erfahrungen mit der Formatkreissäge Kappa 550 und einer Dübelbohrmaschine von Format-4 fiel die Entscheidung für eine Maschine dieser Premium-Marke des österreichischen Maschinenherstellers Felder. „Bei der Marktrecherche hatten wir eigentlich eine kleinere Maschine im Auge, aber dann hat uns eine leistungsstarke und doch kompakte Maschine aus dem mittleren Leistungssegment von Format-4 überzeugt“, schmunzelt Ellendorff.

Kantenbearbeitung komplett

Diese Entscheidung hatte gute Gründe: Rüst- und Einstellzeiten gehören mit der „Tempora 60.12 E-Motion“ der Vergangenheit an: Die positioniergesteuerten Aggregate dieser Kantenanleimmaschine lassen sich auf 1/100-mm genau vom 15’’-Touchscreen aus einstellen. Die Smartouch-Steuerungseinheit ermöglicht eine unkomplizierte, selbsterklärende Bedienung der Aggregate sowie die Überwachung aller Maschinenfunktionen. Sie bietet weiter unbegrenzten Speicherplatz für benutzerdefinierte Bearbeitungsprogramme, die einfach abgerufen werden können. Die Tempora 60.12 E-Motion bei Ellendorff zeigt sich mit einem schweren Maschinenständer, Kettenvorschub, robusten Bearbeitungsaggregaten sowie mit effektiver Absaugung.

Aus der hochwertigen Aggregateausstattung ragen folgende Komponenten besonders heraus: Zwei gegenläufige, einsatzgesteuert arbeitende und separat steuerbare Fügefräsaggregate (je 1,5 kW) mit diamantbestückten Spiralfügefräsern sorgen für präzise Plattenkanten.

Für flexiblen Klebstoffeinsatz sorgt das teflonbeschichtete Leimaggregat für 1,5 kg EVA- oder PUR-Granulat. Die kurze Aufheizzeit von nur 10 min gewährleistet schnelle Einsatzbereitschaft. Das werkzeuglose Schnellwechselsystem und ein Spülprogramm stehen für kurze Reinigungs- und Umrüstzeiten beim Klebstoff- oder Farbwechsel. Die richtige Dosierung des Klebstoffes sichert die synchronisierte, feineinstellbare Leimwalze.

Das Bündig- und Radienfräsen übernimmt das in zwei Achsen motorisch verstellbare Multifunktionsfräsaggregat E-Motion mit je einem Hochfrequenzmotor oben und unten (0,75 kW /12 000 min-1). Die Umstellung des Fräsprofils erfolgt bequem vom Bedienfeld aus.

Das Finish von Werkstückecken (auch von Softforming- oder Postformingmaterialien) leistet das Format-4-Eckenrundungsaggregat für Kantenmaterial von 0,4 bis 12 mm und bis 60 mm Bearbeitungshöhe bei einer Vorschubgeschwindigkeit von 12m/min. Die Steuerung erfolgt über das Bedienfeld – mit der Auswahl, welche Ecken gerundet werden sollen. Ein in zwei Achsen motorisch gesteuertes Radienziehklingenaggregat, eine Sprüheinheit für Reinigungsmittel und ein Polieraggregat schließen die Komplettbearbeitung ab.

Hohe Qualität per Touch

„Das was Format-4 versprochen hat, finden wir in der Praxis absolut bestätigt“, freut sich Ludger Ellendorff. Als entscheidende Faktoren nennt er die einfache Bedienbarkeit und die präzise Wiederholgenauigkeit der automatischen Einstellungen am Touchscreen: „Man muss nicht lange rumfummeln. Mit dem Aufruf des gewünschten Programms oder wenigen Eingaben geht’s ohne Probestücke gleich richtig los. Dadurch sind wir deutlich schneller und effizienter.“ Spezialwissen sei nicht erforderlich, jeder Mitarbeiter könne die Maschine bedienen.

Ellendorff demonstriert das Bearbeitungsergebnis mit einer derzeit populären 0,8-mm-ABS-Kante und ist von der hohen Fugenqualität begeistert: „Besser geht’s nicht, selbst mit EVA-Schmelzklebstoff erzielen wir eine perfekte Fugenoptik die sich von der sogenannten Nullfuge kaum unterscheidet.“

Mit der Möglichkeit PUR-Klebstoffe zu verarbeiten, könne die Kantenqualität noch weiter gesteigert werden: „Das ist für uns sehr wichtig. Für Badezimmermöbel sind hitze- und wasserbeständige Verklebungen gefordert.“ Ellendorff hebt auch die Komplettbearbeitung heraus: „Das Werkstück ist fertig bearbeitet, Nacharbeiten ersparen wir uns komplett.“ Gute Erfahrungen hat der Tischlermeister auch mit dem technischen Service der Felder-Niederlassung im westfälischen Greven: „Das passt. Wir fühlen uns auf direktem Weg gut beraten und betreut.“

Die neue Maschine kommt der auf weiteres Wachstum gerichteten Unternehmensplanung entgegen: Ludger Ellendorff: „Mit perfekter Fugenqualität wollen wir gerade im Möbelbau noch besser punkten.“

www.tischlerei-ellendorff.de

www.format-4.com


Der Autor

Dipl.-Ing. (FH) Manfred Maier war viele Jahre BM-Chefredakteur und arbeitet heute als freier Fachjournalist.

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