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Strahlend weiß

Zu Gast beim Kollegen
Strahlend weiß

Weiße Zähne gelten als besonders attraktiv und so wünschen sich immer mehr Menschen strahlend weiße Zähne. Doch Lebensstil und Ernährungsgewohnheiten, wie Nikotingenuss sowie Tee, Kaffee und Rotwein führen zu Verfärbungen, die das schöne Aussehen trüben. In der Zahnarztpraxis mit dem treffenden Namen „edelweiss“ geht es aber um weit mehr, als um nur weiße Zähne. Trotzdem hat das Team von klm Archtekten sich von diesem Thema leiten lassen und viel weißen Mineralwerkstoff eingeplant.

Die Zahnarztpraxis „edelweiss“, die vom Architektenteam „klm“ geplant und gestaltete wurde, brilliert mit schneeweißen Oberflächen und warmen Naturtönen – eine feine Komposition aus Mineralwerkstoff, Aluminium, Glas und Eichenholz.

Die Architekten aus Berlin und Leipzig haben sich bisher vor allem in der Hotelgestaltung und hochwertigen Innenarchitektur einen Namen gemacht. „Ziel war es, den ästhetischen Anspruch moderner Zahnmedizin, die Erwartungen der anspruchsvollen Patientenklientel und den Servicegedanken der Ärzte in eine zeitlose und elegante Formensprache zu übertragen“, erklärt Architekt Olaf Koeppen.
Dem relativ langen Flur – vom Eingang bis zur Empfangstheke – wurde die Monotonie von konventionellen Eingangsbereichen genommen: Eine Vitrine wurde raumhoch mit Bambusrohren bestückt und versucht mit Witz und Esprit von der Angstpsychose eines Zahnarztbesuchs abzulenken. Der Empfangstresen – ein Monolith, der dank der Sockelbeleuchtung zu schweben scheint – ist mit luxuriösem, dunklem Kunstleder von JAB Anstoetz bezogen und ist schon vom Eingang her gut einzusehen. So setzt die dunkle Theke einen ansprechenden Akzent zu dem wellenförmigen, weiß lackierten Holzrelief der Rückwand und erinnert eher an eine exklusive Hotelrezeption als an einen Empfang beim Zahnarzt. Im Gegensatz zur dunklen Außenschale der Empfangstheke sind der Grundkörper, die Arbeitsebene sowie die Fronten auf der Bedienseite mit fugenlosem, samtweißem Mineralwerkstoff (HI Macs, Farbe Arctic White von LG) belegt – ein Werkstoff, der meist nur für Arbeitsplatten mit hohen Hygieneansprüchen verwendet wird. Die Arbeitsplatte wurde an zwei Stellen auf 74 cm abgesenkt und definiert die Arbeitsplätze hinter dem Empfang. Dort wurden auch zwei versenkbare Monitore integriert, die somit nicht sichtbar sind und dem Patienten nicht den Monitor-Rücken zeigen. Ebenso finden Drucker, Kühlschrank und eine Kaffeemaschine in der Theke ihren Platz, wobei in einem Vollauszug und einem Karussellschrank auch noch das Geschirr untergebracht ist. Hinter der Empfangstheke wurde ein raumhoher Einbauschrank eingeplant, wobei die Rückwand – die zum Tresen zeigt – bildhaft gestaltet ist: In einem breiten Rahmen wirkt die reliefartig profilierte MDF-Platte (Dekor Thalweg von Marotte) wie ein Wandgemälde, wobei die weiß lackierte Fläche mit Licht und Schatten spielt. Am Empfang wird der Patient mit einem Kaffee begrüßt und in den loungeartigen Wartebereich begleitet.
Ganz in Weiß
Dort trifft der Besucher auf eine gläserne Vitrine, die wie im Eingangsbereich mit Bambusstäben bestückt ist und den Stehtresen sowie das abgehängte Deckenelement durchdringt. Stehtresen und alle sichtbaren Fronten und Außenflächen wurden auch hier mit weißem Mineralwerkstoff belegt. Um den Stehtisch gruppiert sich die Zeitschriftenablage, ein Kindertisch mit Spielzeugfach sowie ein kleiner, integrierter Sitz für Kinder. Stilvoll und wie aus einem Guss gehen die Einbauten in eine Garderobe über. Downlights im abgehängten Deckenelement sowie in der Glasvitrine setzen alles ins rechte Licht und gewährleisten eine ansprechende Beleuchtung. Auf der gegenüber Seite findet der Besucher auf eine einladende Sitzgruppe vor. Harmonisch gewählt wurde auch die Farbgebung in Grau- und Beigetönen. Der Boden wurde aus großformatigen Keramik-Platten belegt, darüber liegt ein hochfloriger Teppich. Sessel, Hocker und Sofas wurden mit hochwertigem Mikrofaservelours bezogen.
Ablenkung bei der Behandlung
Praktiziert wird in vier Behandlungsräumen mit einem beeindruckenden Ausblick über ganz Berlin. Die weißen Behandlungszeilen sind in die Wände eingebaut und mit Eichenholz gerahmt. Der Boden besteht aus großformatigen Keramikplatten, die Heizkörperverkleidung sind aus weiß lackiertem MDF.
Für die spezielle Arbeitsplatzbe-leuchtung hat das Architektenteam mit dem Berliner Leuchtenproduzenten Semperlux die Praxisleuchte „Video-Lights“ entwickelt. Sie besteht aus einem Lichtkranz für die allgemeine Arbeitsplatzbeleuchtung, in dem ein Monitor integriert wurde. So können die Patienten bei langwierigen Behandlungen mit Spielfilmen unterhalten und vor allem abgelenkt werden. Man darf hoffen, dass der Patient – überwältigt vom Video-Clip aber insbesondere von dem perfekt und harmonisch konzipierten Innenausbau – die Praxis schmerzfrei verlassen kann. (wp) ■
Architektur:
klm-architekten GbR
Dipl.-Ing. Architekt Olaf Koeppen, Dipl. Architekt ETH Sebastian Leder und Dipl.- Ing. Architektin Rita Märker
Berlin und Leipzig
Tischlerarbeiten:
Geilert & Kurth GmbH, 04703 Bockelwitz
Materialberatung:
plan+b, 14822 Brück
Fotos:
Olaf Koeppen, klm-architekten
und
Dirk Scharper
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