Hafven Hannover: Coworking und Maker Space auf mehr als 2000 m²

Tor zur Macher-Welt

Ein Ort, an dem es Menschen so einfach wie möglich gemacht wird, ihre Ideen in die Tat umzusetzen – das ist der Hafven in Hannover, mit mehr als 1300 Mitgliedern eine der größten Innovation Communities im deutschsprachigen Raum. Auf unserer Hafven-Rundfahrt entdeckten wir unter anderem eine hervorragend ausgestattete Holzwerkstatt.

Christian Gülde

Coworking und Maker Space – das hört sich ausgesprochen hip an und ist es auch, sogar in Hannover. Entgegen des nicht totzukriegenden Vorurteils ist die Leine-Metropole sowieso alles andere als langweilig. Und so passt es auch, dass zwischen dem größten Messegelände der Welt, Heimat beispielsweise der Ligna, und dem größten Stadtwald Europas, der Eilenriede, eine in Deutschland einzigartige Kombination entstanden ist: Im Hafven Hannovers finden seit Herbst 2016 nicht nur eine Holzwerkstatt auf Profiniveau, sondern auch Metall- und Textilwerkstätten sowie rund 80 Büroarbeitsplätze, gut ausgestattete Besprechungs- und Workshopräume, ein sogenanntes Fablab und ein öffentliches Café unter einem Dach Platz.

Vom Einzelkämpfer bis zum Konzern

Auf den mehr als 2000 m² des Coworking und Maker Space werden aktuell mehr als 1300 Mitglieder zu Machern – als Solo-Selbstständige, Angestellte, Start-up-Gründer oder Konzernvertreter. Ab zehn Euro pro Monat gehört man zur Community und erhält dafür an einem Tag im Monat Zugang zum Coworking und Maker Space. Weitere Tagespässe können flexibel hinzugebucht werden. Richtig interessant aber wird es erst mit dem Tarif „Resident“, der für 90 Euro im Monat nicht nur den unbegrenzten Zugang, sondern auch 20 Stunden Guthaben für die Nutzung des Maker Space und zehn Stunden Guthaben für die Nutzung der Meeting Spaces beinhaltet. Auch Rabatte im Hafven Café, Highspeed- Internet sowie 24/7-Coworking auf Anfrage sind in diesem Tarif inkludiert.

Die Werkstätten – für Anfänger und Profis

Die Holz-, Metall- und Textilwerkstätten sowie das Fablab des Hafvens stehen blutigen Anfängern und erfahrenen Vollprofis gleichermaßen offen. Damit sich Heim- und Handwerker nicht ins Gehege kommen, gibt es klare Regeln. Bastler, die ihren Traum vom selbst gezimmerten Schreibtisch verwirklichen wollen, dürfen zwar mit den vorhandenen Handmaschinen – meist vom Hafven-Partner Festool – sofort loslegen. Doch wollen sie an Formatkreissäge, Hobelmaschine, Breitbandschleifer und Co. arbeiten, die Havfen-Partner Felder bereitstellt, müssen sie zunächst in einem Basic-Workshop die wichtigsten Grundlagen und Sicherheitsbestimmungen erlernen – getreu dem alten bulgarischen Sprichwort, dass ein Handwerk nicht allein vom Zuschauen erlernt wird, sonst wäre ja jeder Hund ein Metzgermeister. Gestandene Profis jedoch, die eine gut ausgestattete Werkstatt für ihre Aufträge suchen und nachweisen können, dass sie an den Maschinen, die sie benutzen wollen, ausgebildet wurden, können nach einer kurzen Einweisung sofort loslegen.

Leidenschaft und Professionalität

Der Sinn einer funktionierenden Community wie der des Hafvens zeigt sich schlicht darin, dass alle voneinander profitieren. Nicht allein dank ökonomischer Vorteile wie der Nutzung eines kostenintensiven Maschinenparks für wenig Geld, sondern auch dank der guten Möglichkeit, Mitstreiter zu finden und sein Einzelkämpferdasein zu verlassen. Wenn Amateure erkennen, dass – frei nach Schiller – die Axt im Hafven nicht den Zimmermann erspart und Profis im Umgang mit enthusiastischen Coworkern die Leidenschaft für ihr Handwerk lebendig halten, dann sind die Voraussetzungen für wahre Gemeinschaft gegeben. Im Grunde ist der Hafven wie jeder Hafen ein Umschlagplatz: Wer sein Wissen weitergibt, wird nicht selten mit Inspiration belohnt.

Hafven GmbH & Co. KG

30167 Hannover

www.hafven.de


Alexander Ziegler und Christoph Zimmermann im Maker Space des Hafvens.
Foto: Christian Gülde

Nachgefragt

»Alles da, was ein Holzwurm zum Leben braucht!«

Die Kommunikationsdesigner Alexander Ziegler und Christoph Zimmermann gehören zum Gründerteam des Hafvens und sind gemeinsam für den Maker Space verantwortlich. BM sprach mit ihnen über die Hafven-Mission „Machen. Lernen. Inspirieren.“

BM: Alexander, Christoph, was motivierte euch zur Gründung des Hafvens?

Alexander: Wir gestalten gern, ganz gleich, ob es um Lebensentwürfe oder Projekte geht. Dabei haben wir die Erfahrung gemacht, dass es umso interessanter wird, je mehr wir sind. Also haben wir versucht, möglichst viele Menschen zusammenzubringen, um uns im Hafven gegenseitig bei der Umsetzung unserer Ideen zu helfen.

Christoph: Durch die Inspiration von allen Seiten kommt hier im Hafven bereits heute vieles von dem zusammen, was morgen – hoffentlich! – eine moderne Gesellschaft ausmachen wird. Wer sehen will, wie die abstrakten Begriffe digitale Transformation, disruptive Technologien, Arbeiten 4.0 oder Access-Economy mit Leben gefüllt werden, sollte mal bei uns vorbeischauen.

BM: Was kann ich dann beispielsweise als passionierter Holzwurm entdecken?

Alexander: Zum Beispiel unsere Club Sessions im Maker Space, um gemeinsam mit anderen Mitgliedern neue Techniken auszuprobieren. Dafür gibt es angeleitete Sessions, in denen an mehreren Terminen eigene Werkstücke und auch große Projekte gefertigt werden, und es gibt Club Sessions zu einem übergreifenden Thema, in denen du die Inhalte selbst mitbestimmst.

Christoph: Bei unseren Open Prototyping Sessions sind alle Ideen und Projekte willkommen, vom Bau eines einfachen Regals bis zur Entwicklung einer Produktidee zur Marktreife. Es spielt keine Rolle, ob man bei null startet oder seine Idee schon länger mit sich herumträgt. Wir zeigen, wie der Maker Space für die Realisierung der eigenen Idee genutzt werden kann. Mit unseren – auch dank der Partner Bessey, Demmeler, Felder und Festool – sehr umfangreich ausgestatteten Werkstätten lässt sich eine Menge erreichen. Von der Schraubzwinge bis zur CNC Portalfräse ist
eigentlich alles da, was ein Holzwurm zum Leben braucht.


Der Autor

Christian Gülde ist Sprachwissenschaftler, arbeitete unter anderem beim NDR und bei Manufactum und leitet heute eine Kommunikationsagentur in Hannover.

www.wunderkind-communication.com

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