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Unschlagbare Kombination

Voit GmbH stellt sich mit Spritzautomat und Adler-Lacken schlagkräftig auf
Unschlagbare Kombination

Dass Automation die Schlagkraft erhöht, weiß man bei Voit in Au in der Hallertau schon lange. Um gerade bei großen Ausschreibungen noch leistungsfähiger zu sein und besser kalkulieren zu können, entschied man sich 2020, zusätzlich zu den drei Handspritzständen noch einen Spritzautomaten anzuschaffen. Zusammen mit den Lacken von Adler eine unschlagbare Kombination.

BM-Redakteurin Regina Adamczak

Für mich ist die Oberflächentechnik eine Herzensangelegenheit“, sagt Alexander Voit, der in dem Familienunternehmen zusammen mit Thomas Rieder und Michael Huber die Fertigung betreut. „Hier bekommen große und kleine Aufträge ihren letzten Schliff, gleichzeitig kann hier auch durch effiziente Auftragstechnik viel Geld gespart werden.“ Der Schreinermeister leitet gemeinsam mit seinem Bruder Stefan und seinen Eltern Barbara und Stephan Voit das Familienunternehmen, das größere Aufträge aus der Automobilindustrie genauso stemmt wie umfangreiche Ausschreibungen der öffentlichen Hand. Und eine solche war es auch, die letztendlich zu der Entscheidung führte, in einen Spritzautomaten zu investieren.

Großauftrag mit 15 000 m2 amerikanischem Ahorn

Der riesige Schulcampus in Unterföhring – in Sachen Schulbauten mit 154 Millionen Euro das teuerste Projekt im Landkreis München – sollte mit raumhohen Schränken, Sideboards, akustischen Wandverkleidungen, Teeküchen, Garderoben, Sitzbänken und vielem mehr ausgestattet werden. Im sichtbaren Bereich war die Verwendung von amerikanischem Ahorn vorgesehen – sage und schreibe 15 000 m2 zu lackierende Fläche. „Da die Eröffnung zu Schuljahresbeginn im September fix geplant war, mussten wir uns nach einem strikten Terminplan durch die jeweiligen Trakte der verschiedenen Gebäude arbeiten“, erzählt Alexander Voit. „Da waren Effizienz und Planungssicherheit gefragt.“ Die Fertigung der Voit GmbH ließ in dieser Hinsicht kaum einen Wunsch offen – automatisches Plattenlager, robotergesteuerter Zuschnitt, 5-Achs-CNC-Technik, Nullfuge im Kantenbereich, alles digital vernetzt. Doch auch vor dem Lackierraum sollte die Entwicklung nicht halt machen und so liebäugelte man schon im Jahr 2017 mit einer Anschaffung: Das war, als Homag – gemeinsam mit dem Partner Makor – den Spritzautomaten Sprayteq S-100 auf der Ligna vorstellte. Mit verschiedenen Leistungsklassen und Ausstattungsmöglichkeiten wollte Homag kleinen und mittelständischen Unternehmen so den Einstieg in die automatisierte Spritzlackierung ermöglichen. Die Maschinen gehören Unternehmensangaben zufolge zu den kompaktesten Lackierautomaten ihrer Klasse.

Intensive Schulung, tägliche Kontrolle und umfassende Pflege

Bei Voit wurde hin und her überlegt. Den Ausschlag gab im Jahr 2020 der Großauftrag aus Unterföhring. Der Spritzautomat wurde gekauft und – da er nur eine geringe Aufstellfläche in Anspruch nimmt – in den vorhandenen Lackierraum integriert. Eine Woche dauerte die intensive Einarbeitung durch die Homag-Spezialisten. „Wie schnell oder langsam die vier automatischen Spritzpistolen in welchem Winkel die Werkstücke abfahren, um ein optimales Ergebnis zu erreichen, kann genau eingestellt und im Programm hinterlegt werden“, sagt Alexander Voit. Doch ein Selbstläufer sei so ein Automat nicht: „Die Oberflächenqualität muss natürlich dennoch täglich kontrolliert werden, um nicht durch eine fehlerhafte Einstellung mangelhafte Oberflächen zu riskieren.“ Auch auf die tägliche Reinigung müsse besondere Sorgfalt verwendet werden. Somit führt sein Weg jeden Tag auch durch den Lackierraum, in dem sechs Mitarbeiter im 2-Schicht-Betrieb arbeiten.

An den Handspritzständen sind erfahrene Mitarbeiter gefragt

In einer Schicht werden an den Handspritzständen lösemittelhaltige Lacke verarbeitet, vorzugsweise Legnopur G10 von Adler. Der 2K-Polyurethan-Klarlack ist ein Klassiker für den Möbel- und Innenausbau. Die sehr gute mechanische und chemische Widerstandsfähigkeit, hohe Füllkraft, lange Topfzeit, die gute Anfeuerung und schöne Porenzeichnung zusammen mit der hohe Vergilbungsbeständigkeit prädestiniert ihn für Anwendungen im Objektbereich. Besonders bei Aufträgen aus der Automobilindustrie kommt er bei Voit zum Einsatz. Gespritzt wird mit Airless- und Airmix-Geräten aus dem Hause Dürr, die ein schnelles und effizientes Arbeiten ermöglichen. Auch von seinen Mitarbeitern ist Voit überzeugt. „Unser Personal ist super. Von dieser geballten Erfahrung profitieren wir jeden Tag.“

An den Handspritzständen sorgt eine leistungsfähige Unterflurabsaugung von IPE für optimale Luftqualität. Trotzdem tragen die Mitarbeiter sommers wie winters zu ihrem eigenen Schutz hochwertige Filtermasken. Doch: „Besonders im Sommer, wenn die Temperaturen steigen, erschweren die Atemschutzmasken die Arbeit deutlich“, so Alexander Voit. Auch deshalb kam die Anschaffung des Spritzautomaten bei den Mitarbeitern gut an. Die voll abgekapselte Spritzkabine macht das Tragen von Atemschutzmasken überflüssig. „Der Arbeitsplatz Spritzraum wurde deutlich aufgewertet. Unsere Mitarbeiter arbeiten dort jetzt viel lieber.“ Früher habe man auch manchmal im Dreischicht-Betrieb arbeiten müssen. Auch diese Belastung entfällt, seit durch den Spritzautomaten größere Stückzahlen bewältigt werden können.

Vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Adler

Am Spritzautomaten werden ausschließlich Wasserlacke verarbeitet. Nicht, dass man nicht auch lösemittelhaltige Lacke verarbeiten könnte, aber die schiere Menge an Plattenwerkstoffen für öffentliche Aufträge lastet die Anlage ausreichend aus. Bei Aufträgen der öffentlichen Hand sind Wasserlacke vorgeschrieben. Verwendet wird meist der transparente Aqua-Top Antiscratch G30 von Adler in 2K-Verarbeitung. Er erzielt durch Einsatz von innovativen Rohstoffen eine hohe Oberflächenhärte und ausgezeichnete Kratzfestigkeit. Das verwendete Furnier kommt durch die gute Transparenz und die Vergilbungsbeständigkeit dauerhaft zur Geltung. Wie aus dem Hause Adler vermeldet wurde, wird der Lack nun umbenannt in Bluefin Top-Antiscratch, bleibt aber von der Rezeptur her unverändert.

Zudem wird der transparente Aqua-Soft CFB G30 von Adler gerne verwendet. Auch er punktet mit sehr guten Beständigkeiten – optimal gerade für Schulen und Kindergärten. In Kürze ersetzt Adler auch diesen Lack durch ein noch besseres Nachfolgeprodukt: den Bluefin Unistar. „Wir arbeiten seit mehr als 20 Jahren mit Adler zusammen. Das umfangreiche Produktspektrum bietet für jede Anwendung die richtige Lösung“, so Alexander Voit. Besonders zufrieden aber sei man mit dem partnerschaftlichen Service: „Egal, mit welcher Frage wir auf unseren Adler-Ansprechpartner Manfred Schneider zukommen: Wir erhalten immer zeitnah eine praxisnahe Lösung und alle notwendigen Informationen.“

Auch neuen Lacken steht man bei Voit aufgeschlossen gegenüber. „Wir sind experimentierfreudig und bieten besonders im Privatbereich gerne auch Oberflächen an, die nicht von der Stange sind.“ Auch da sei man bei Adler in guten Händen.

Weiterentwicklung ist eine Herzensangelegenheit

Insgesamt ist Alexander Voit nun zufrieden mit der Ausstattung im Lackierraum: „Durch den Spritzautomaten können wir Oberflächen in absolut gleichbleibender Qualität erzeugen. Das bietet uns ein Plus an Prozess-Sicherheit.“ Und auch die Lackmenge sei jetzt viel exakter zu kalkulieren, was zusätzliche Planungssicherheit bedeute. Die Maschine sei kontinuierlich ausgelastet und somit auch auch in wirtschaftlicher Hinsicht die richtige Entscheidung. Ein weiterer Schritt sei noch die digitale Anbindung: „Da sich Barcode-Etiketten auf einer zu lackierenden Oberfläche logischerweise weniger anbieten, denken wir darüber nach, die Hordenwagen zu etikettieren.“ Doch das sei einfacher gesagt als getan, denn letztendlich geht es dabei auch um maximale Flexibilität bei begrenzter Stellfläche. So fügt sich Baustein an Baustein. Für die Voits ist die ständige Weiterentwicklung ein zentraler Unternehmensgrundsatz. Und so sagt Alexander Voit aus voller Überzeugung: „Für mich ist nicht nur die Oberflächentechnik, sondern jeder einzelne Bereich in unserem Unternehmen eine Herzensangelegenheit.“

www.voit-holztechnik.de

www.adler-lacke.com



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