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Darf’s ein bisschen mehr sein?

BM-Fahrbericht: Renault Kangoo II
Darf’s ein bisschen mehr sein?

Nach gut zehn Jahren hat Renault den Start einer neuen Kangoo-Generation eingeläutet. Der Franzose zeigt sich vielfältig: Zur neuen, hier vorgestellten Normalgröße gesellt sich zudem eine kürzere Version – und die altbekannte Karosserie rollt auch weiterhin noch vom Band.

Das Plus im Raumangebot prägt den ersten Eindruck, wenn man mit den Dimensionen des Vorgängers vertraut ist und es nun mit dem Fahrerplatz des neuen Kangoo zu tun hat: breiter Einstieg, zeitgemäß gestyltes Cockpit mit Joystick-Schaltung in der Instrumententafel, große Scheiben und komfortable Kopffreiheit – die es im Kangoo von 1997 auch schon gab.

In der Länge hat er um 20 cm zugelegt und misst nunmehr 4,21 Meter, die Breite wuchs auf 1,83 Meter. Im Frachtraum des Kangoo Rapid, Jahrgang 2008, können zunächst drei Kubikmeter genutzt werden – ein für die Klasse typisches Volumen. Die Laderaumbreite bietet zwischen den Radkästen 121 cm und damit einer Europalette Platz. Bei Varianten mit komplett vorklappbarem Beifahrersitz und Variotrennwand (Option) steigt die nutzbare Laderaumlänge auf 2,5 Meter und die Ladekapazität auf 3,5 Kubikmeter. Noch üppigere Platzverhältnisse bietet die Version ohne Beifahrersitz. In dieser Konfiguration kann der neue Kangoo Rapid auf 2,92 Metern Länge bis zu 3,6 Kubikmeter Fracht laden. Je nach Variante beträgt die maximale Zuladung 575 bzw. 725 kg. Auf Wunsch sind zwei seitliche Schiebetüren, ESP sowie Beifahrer- und Seitenairbags möglich.
Neben den zwei emissionsarmen Diesel-Aggregaten mit Leistungen von 50 kW / 68 PS und 63 kW/86 PS (ca. 140g/km CO2) gibt es auch einen Selbstzünder mit ebenfalls 1,5 Liter Hubraum, der 76 kW/103 PS leistet. Hinzu kommt ein Benziner mit 78 kW/106 PS.
Angenehme Fahreigenschaften
Im Test erwies sich der 86 PS-Diesel mit 200 Newtonmeter Drehmoment als empfehlenswerte Wahl für die Anforderungen im Handwerksbetrieb, wenn auch ein Dröhnen oberhalb von 2800 Umdrehungen vermerkt werden musste. Fahrten durch Stadt und Land erwiesen sich als unauffällig gut, im Vergleich zum schmaleren Kangoo I sogar merklich komfortabler auf kurvenreichen Straßen, weil mit den üppigeren Außenmaßen auch Spurweite und Radstand zulegten.
Die Außenspiegel sind groß, weisen aber keine Weitwinkelsegmente auf. Die Kunststoffoberflächen der Innenverkleidung wirken nicht gerade hochwertig, sind aber gut zu reinigen. Eine Klimaanlage ist nicht zuletzt durch die großen Fensterflächen empfehlenswert.
Gegen zu aufdringliche Abrollgeräusche lassen sich die Radhäuser zusätzlich abschirmen, wobei ohnehin für ein Plus an Verkleidungen zu sorgen ist, denn die Basisausführung zeigt sich spartanisch. Nicht besser sieht es bei den Fixpunkten für die Ladungssicherung aus, denn außer 6 Ösen am Boden bietet sich in höheren Frachtraumbereichen nichts Adäquates.
Licht und Schatten beim Handling mit den Türen: Die seitliche Schiebetür rastet nicht sicher ein, komfortabel hingegen ist die Überwindung der 90-Grad-Arretierungen an den Flügeltüren (breite Taste). Die Funkfernbedienung hat zwar auch die Unart, vordere und hintere Türen getrennt zu entriegeln, doch das gelingt wenigstens durch ein zweites Drücken derselben Taste. Will man für herausragendes Langgut die rechte Flügeltür geöffnet lassen, kann die linke Türe unverständlicherweise nicht im Rahmen einrasten. Design statt Funktion an den vorderen Türen: Die Protektoren können dort nicht verhindern, dass es beim Anstoßen zuerst den Lack trifft.
Der Kangoo II mit einem zGG von ca. 2 Tonnen startet in der Basisversion mit dem empfehlenswerten 86-PS-Diesel bei 13 700 Euro (zzgl. MwSt.). Es gibt inzwischen auch den um 38 cm kürzeren Rapid Compact, der im neu entstandenen Segment der Kleintransporter (Mikro-Vans) zusätzliche Marktanteile erringen soll. Obendrein bleibt auch Altbewährtes, denn unter dem Namen „Kangoo Campus“ findet die bisherige Modellgeneration von Kasten und Kombi ebenfalls im Nutzfahrzeugprogramm von Renault seinen Platz und soll den preisbewussten Kunden ansprechen. ■
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