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Reinigen im Duett

Was bewirkt die neue SCR-Kat-Technik?
Reinigen im Duett

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Im Duett: Ein erster Kat übernimmt die Schadstoffreduktion von extrem heißem Abgas unmittelbar am Motor, während ein nachgeschalteter zweiter Kat die etwas abgekühlten Emissionen ebenfalls durch Harnstoff-Einspritzung weiterbehandelt. Darstellung: Volkswagen
Mit der Technologie eines SCR-Kat (Selective Catalytic Reduction) hat die Abgasnachbehandlung bislang bedeutende Fortschritte gemacht. Mehr noch: Im abgestimmten Duo können Katalysatoren sogar Stickoxide um etwa 80 Prozent eliminieren.

von Thomas Dietrich

Bei fast allen Dieseln gehört ein SCR-Abgasnachbehandlungssystem zur Reduzierung von NOx-Emissionen mittlerweile zur Standardausrüstung. Volkswagen hat die bekannte SCR-Technologie inzwischen modifiziert.

Der Begriff Twindosing steht dabei für ein Verfahren, das Harnstoff (Handelsname Adblue) gezielt vor zwei hintereinander angeordneten SCR-Katalysatoren einspritzt. Zu der neuartigen Technik gehört nicht nur ein Katalysator. Dieser ist motornah zwischen dem Turbolader, dem Dieseloxidationskatalysator sowie dem flexiblen Verbindungsstück zum Schalldämpfer platziert. Hinzu kommt ein zweiter SCR-Katalysator, der sich im Fahrzeugunterboden befindet.

Neue Technik wird schrittweise übernommen

Volkswagen führt die neue Technologie seit dem vergangenen Jahr schrittweise für alle Modelle mit 2.0-TDI-Evo-Motoren ein, so bereits seit Mitte 2019 im Passat und auch im neuesten Golf 8. Geplant ist, dass mit Einführung von Euro 6d (ab September 2020) auch die Nutzfahrzeugsparte mit Caddy, Transporter und Crafter davon profitieren werden.

Insgesamt könnte so bei VW eine stattliche Stückzahl an Fahrzeugen zusammenkommen, doch ein Massenmarkt zur wirksamen NOx-Reduzierung wäre damit noch nicht wirklich erreicht.

Die Weiterentwicklung scheint sich aber nicht auf VW zu beschränken, denn auch von Mercedes-Benz und BMW kommen Erfolgsmeldungen bei ihrer Dieseltechnologie in ähnlicher Größenordnung – von unabhängiger Seite werden solche Werksangaben allerdings erst einmal geprüft. Erste Tests, beispielsweise durch den ADAC, bestätigten jedoch bereits die erfolgreiche Funktionsweise.

Auch bei motornahen Abgastemperaturen von 500 °C kann das Gesamtsystem noch sehr hohe Konvertierungsraten (Umwandlung von Abgasen) erreichen. Solch hohe Temperaturen entstehen z. B. bei schnellen Autobahnfahrten, bei hohen Drehzahlen über einen längeren Zeitraum oder bei Bergfahrten, vor allem mit voll beladenen Fahrzeugen oder im Anhängerbetrieb. In vielen Betriebssituationen liegen die Betriebstemperaturen allerdings bei 220 bis 350 °C und damit laut Hersteller im Idealbereich für die Konvertierung. Ersten Meldungen zufolge soll der NOx-Ausstoß nur 20 mg/km betragen – erheblich weniger als die stufenweise eingeführte Euro- 6d-Norm mit einem Grenzwert von 120 mg/km. Es wäre ein bedeutsamer Fortschritt, wenn die Dieseltechnologie mit dieser modifizierten Entwicklungsstufe die Reduzierung von Stickoxiden beträchtlich steigern kann.


Der Autor

Thomas Dietrich, Fachjournalist aus
Solingen, berichtet im BM jeden Monat
über Neuheiten aus der Fuhrparkwelt.

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