Netzwerk Optiwin entwickelt modulare Fenstersysteme

Gemeinsam mehr erreichen

Die internationale Kooperation Optiwin produziert und vertreibt seit mehr als zwölf Jahren hochwertige Holz- und Holz-Alu-Fenster, Türen sowie Fassaden. Mit einer neuen modularen Fensterplattform will man Marktpotenziale erschließen und weitere qualifizierte Betriebe gewinnen.

I Initiiert und gegründet wurde Optiwin 2004 von der Firma Freisinger Fensterbau GmbH (Ebbs/Österreich). Auch heute arbeiten Josef Freisinger und dessen Co-Gesellschafter Herbert Noichl federführend für das Netzwerk und die Weiterentwicklung der Kooperation. Grundgedanke dabei ist, die handwerkliche Kompetenz und das Ingenieurwissen der in ganz Europa ansässigen Partnerbetriebe zusammenzubringen und daraus eigenständig hochwertige Fenster-, Tür- und Fassadensysteme zu entwickeln. Dass dieser Ansatz überaus erfolgreich ist, hat Optiwin schon unter Beweis gestellt. Mehrfach wurde das Netzwerk mit einem der begehrten „Component Awards“ des Passivhaus Instituts Darmstadt von Prof. Feist prämiert. Zuletzt erhielt Optiwin Connecta – ein System zur Verbindung von Fenstern mit dem Bestandsgebäude – im Jahr 2015 eine der Auszeichnungen.

Die Stärke der Kooperation erläutert Josef Freisinger wie folgt: „Bei Optiwin fließen die Kompetenzen unterschiedlichster Partner zusammen. Das bringt allen Vorteile. Jeder kann unabhängig von der Unternehmensgröße mitbestimmen und mit uns neue Lösungen entwickeln. Natürlich ist es auch möglich, einfach nur als Lizenzpartner die Produkte zu produzieren und/oder zu vertreiben.“
Forschung, Entwicklung und Zulassung
Gemeinsam profitieren alle Mitglieder von einem fachlichen Austausch, der langjährigen Erfahrung der Partner in unterschiedlichen europäischen Märkten sowie einem umfangreichen Technologietransfer – und das, ohne den Wettbewerb in den eigenen Reihen fürchten zu müssen. Herbert Noichl: „Jeder Partner vertreibt die gemeinsam entwickelten Produkte in seiner Region exklusiv. Alle Lizenznehmer verfügen über einen verbindlichen Gebietsschutz.“ Gerade – aber nicht nur – für kleinere Unternehmen mit vergleichsweise geringeren personellen und wirtschaftlichen Kapazitäten eröffnet das völlig neue Chancen der Marktbearbeitung. Denn der Aufwand für die Forschung und Produktentwicklung wird auf viele Schultern verteilt. Zeit- und kostenaufwendige Prozesse wie die Vorbereitung von CE-Kennzeichnungen und Zertifizierungen werden von der Kooperation getragen. Und auch im Bereich der Produktion unterstützen sich die Betriebe untereinander: „Wenn z. B. ein kleinerer Betrieb einen Großauftrag erhält, kann er die Produktionskapazitäten innerhalb unseres Netzwerks so verteilen, dass er seinen Auftrag termingerecht abwickeln kann“, erklärt Josef Freisinger. Auch wenn es um Detailplanungen oder die Berechnung komplexer bauphysikalischer Werte wie Oberflächentemperaturen, Psi-Werte und Tauwasserzonen geht, können die Partner auf die Kompetenz im Netzwerk zurückgreifen.
Maximale Flexibilität und hohe Qualität
Eines der wichtigsten Ziele ist es ästhetisch ansprechende Fenster, Türen und Fassaden in hoher Qualität und auf dem neuesten Stand der Technik zu fertigen. Ob rahmenlos, als Holz-Alu-Konstruktion oder als reines Holzfenster: Alle Elemente bieten eine Energieeffizienz, die einem Passivhaus gerecht wird, und verfügen zudem über gute Schlagregen- und Luftdichtheit sowie hohe Schalldämmwerte.
Dank einer kürzlich gemeinsam entwickelten, modularen Fensterplattform eröffnen sich jetzt über das bestehende Produktprogramm hinaus völlig neue Marktpotenziale für die Partnerbetriebe.
Die Idee: Aufbauend auf den Grundvarianten der drei Fenstersysteme Purista, Lignuma und Resista lassen sich nun individuelle Lösungen fertigen, die hohe Anforderungen in puncto Energieeffizienz und Ästhetik erfüllen und gleichzeitig maximale Flexibilität sichern – bei Neubau und Sanierung. Josef Freisinger: „Das neue Modulsystem gibt unseren Betrieben die Möglichkeit, die Grundvarianten zu nutzen und diese je nach Kundenwunsch individuell zu ergänzen bzw. aufzurüsten. So lässt sich vom wertigen Standardfenster bis zum Passivhaus-zertifizierten Top-Produkt alles realisieren.“ Und die neue Fensterplattform bringt weitere Vorteile: Die Werkzeug- und Einrichtungskosten in der Produktion sowie die Kosten für die Lagerhaltung reduzieren sich bei den Betrieben nun deutlich.
Große Pläne für die Zukunft
Mit der modularen Fensterplattform sind die Grundlagen für ein weiteres Wachstum gelegt, wie Herbert Noichl unterstreicht: „Wir wollen weitere engagierte Fensterbau- und Holzhausbau-Betriebe von unserem Netzwerk begeistern und uns noch breiter aufstellen – in Deutschland und Europa. Denn eines ist klar: Je größer und bekannter wir werden, desto mehr profitiert jeder einzelne Partner vom Netzwerk.“ (sk/Quelle: Optiwin) I

Netzwerk-Partner

Optiwin-Mitglieder

  • Fensterbau Gnan (Deutschland)
  • Denz-Fenster Schreinerei-Fensterbau (Deutschland)
  • Ing. Gerhard Graschopf GmbH (Österreich)
  • Fercher + Stockinger Holzhandwerk GmbH (Österreich)
  • Freisinger Fensterbau GmbH (Österreich)
  • Menuiserie Bieber (Belgien und Frankreich)
  • Menuiserie Tillieux (Frankreich)
  • Berkana (Großbritannien und Irland)
  • Tiziano Chiodi (Italien)
  • Stolarstvi – Truhàrstvi (Tschechien)
Weitere Vertretungen befinden sich in den USA und in Kanada.