BM-Lesertest Mafell-Tauchsäge MT 55 cc

An die Spitze gesägt

Brandneu im vergangenen Herbst vorgestellt, wurde die Mafell-Tauchsäge MT 55 cc inzwischen gut sechs Wochen lang exklusiv von 20 BM-Lesern ausgiebig im betrieblichen Alltag getestet. Lesen Sie, ob die Maschine dem kritischen Urteil und den hohen Erwartungen der Kolleginnen und Kollegen standhält. Das Ergebnis ist durchaus überraschend – und zwar im positiven Sinne …

Mit der MT 55 cc ist Mafell in ein überaus anspruchsvolles Marktsegment eingetreten, dessen Angebot zudem sehr überschaubar ist und in dem bei sehr hohen Ansprüchen eigentlich bislang kein Weg an der Premiummarke Festool vorbeiführte. Die Messlatte für den Oberndorfer Elektrowerkzeughersteller lag also ziemlich hoch, als er die MT 55 cc im letzten Herbst vorstellte.

Doch der Weltmarktführer für handgeführte Zimmerei-Maschinen, soviel sei an dieser Stelle bereits vorweg genommen, hat einen richtig guten Job gemacht, sagen die Kolleginnen und Kollegen nach sechs Wochen Praxistest – im Betrieb, bei der Küchen- und Möbelmontage, auf der Baustelle oder im Holz- bzw. Plattenlager. Während dieser Zeit haben sie die Neuheit intensiv unter die Lupe genommen und dabei natürlich auf Herz und Nieren geprüft. Unterschiedlichste Sägeaufgaben waren dabei zu erledigen und die Erwartungen entsprechend hoch.
Das Testobjekt: Wichtige Eckdaten auf einen Blick
Bevor es an die konkreten Testergebnisse geht, also an die Bewertung der Maschine im Detail, hier noch mal in Kurzform die Eckdaten des Testobjekts: Konzipiert für alle gängigen Plattenwerkstoffe, hat die MT 55 cc einen drehzahlgeregelten Cuprex Compact-Motor – made by Mafell – mit Konstantelektronik an Bord. Die maximale Drehzahl liegt bei am Markt bislang unerreichten 6250 min-1, die Nennaufnahme der 4,7 kg wiegenden Maschine beträgt 1400 Watt. Die Tauchsäge erreicht eine Schnitttiefe von 57 mm, bei 45° sind es 40,5 mm (jeweils ohne Schiene). Der Schwenkbereich geht von -1 bis + 48 °, wobei die vordere und hintere Fixierung bedienerfreundlich mittels nur einer Zentralklemmung erfolgt.
Die MT 55 cc hat keinen Spaltkeil, was die Verwendung von Sägeblättern unterschiedlicher Dicke – jeweils optimiert auf die unterschiedlichen Materialien – gestattet und gleichzeitig für ein kompaktes Maschinendesign sorgt.
Für den schnellen und einfachen Sägeblattwechsel haben die Mafell-Entwickler eine am Markt einzigartige Lösung entwickelt: Dazu wird der Deckel am geschlossenen Sägeblattgehäuse einfach seitlich aufgeklappt und mit einem Griff das Sägeblatt gewechselt.
Die neu entwickelte Vorritzfunktion soll einen ausrissfreien Schnitt auch bei einer abgenutzten Gummilippe der Führungsschiene garantieren.
Der Absaugstutzen verfügt über eine Rastung. So soll sichergestellt werden, dass der Schlauch stets sicher in der jeweils eingestellten Position bleibt. Die Maschine ist samt Zubehör im Mafell Max Systainer untergebracht. Die Führungsschiene Mafell F (Länge 160 cm) ist bei der MT 55 cc bereits im Lieferumfang enthalten, optional kann die Maschine auch über bereits am Markt weit verbreitete Schienensysteme (z. B. Festool) geführt werden. Dazu wird dann eine zweite Führungsnut in der Magnesium-Druckguss-Grundplatte der Tauchsäge verwendet.
Das sagen die Tester – Die Ergebnisse im Detail
Auch bei diesem Lesertest wurde wieder nach dem Schulnotensystem beurteilt – von 1 (sehr gut) bis 6 (ungenügend) konnten die Tester die Maschine in mehr als 20 Punkten bewerten. Eine Übersicht aller Fragen finden Sie übrigens rechts auf dieser Doppelseite. Zwei Fragen zum Warmwerden sollten zunächst den ersten Eindruck der Tester festhalten. Dabei wurden die Optik und die Qualitätsanmutung der Maschine mit 1,9 bzw. 1,8 bewertet – was schonmal kein schlechter Einstieg ist. Dazu gibt es noch eine wirklich gute 1,6 für die Unterbringung der Maschine im Systainer („Mafell Max“). Maschinengewicht (Note: 2,1) und Balance/Handling (ebenfalls 2,1) werden überwiegend als gut empfunden.
Einen hervorragenden Eindruck hinterlässt die Tauchsäge in puncto Schnittqualität: Die hier durchschnittlich vergebene 1,3 ist ein Spitzenwert. In diesem Zusammenhang spielt sicher auch die pfiffige Vorritzfunktion mittels Raste eine wesentliche Rolle, die mit 1,4 bewertet wurde.
Schnitttiefeneinstellung und -feinjustierung sind mit 1,7 bzw. 1,8 ebenfalls gut bewertet, für die neuartige Sägeblatt-Neigungseinstellung mit Zentralklemmung gab es eine 1,8.
Ein echter Knaller ist der vollkommen neuartige und am Markt einzigartige Sägeblattwechsel nach Öffnen des geschlossenen Sägeblattdeckels. Dafür geben die Tester eine 1,1 – Volltreffer!
Beim Arbeiten mit dem Mafell-Führungsschienen-System scheiden sich die Geister: Es gibt zwar eine durchschnittliche 2,1 dafür, aber einige Tester empfinden das Einführen in die Schiene als gewöhnungsbedürftig bzw. schwierig.
In Sachen Leistung macht die MT 55 cc wieder eine blendende Figur: Eine sehr gute 1,3 gibt es für Plattenzuschnitte, und auch bei Längs- und Querschnitten in Vollholz (1,6 bzw. 1,5) bleiben kaum Wünsche offen. Hier macht sich die hohe Motorleistung in Verbindung mit der Konstantelektronik und der enorm hohen maximalen Drehzahl von 6250 min-1 bemerkbar.
Unterm Strich fährt die Maschine im Leserurteil eine glänzende 1,6 ein – das gab es noch nie!
Allerdings: Das Sprichwort „Nobody is perfect“ gilt auch für die MT 55 cc, so gut sie diesen Profi-Test auch gemeistert hat. Das Einsetzen in die Mafell-Führungsschiene sowie auch das Gleiten der Säge darauf sind nach Auffassung einiger Tester optimierungsbedürftig.
Minuspunkte gibt es für die spärliche Bedienungsanleitung. Sie wird diesem Profigerät der Premiumklasse überhaupt nicht gerecht. Gut und vor allem anschaulich bebilderte Beschreibungen sucht man darin vergeblich.
Fazit: Ein echtes Profigerät für Premiumansprüche
Die Mafell-Neuheit hat im Test auf ganzer Breite überzeugt. Eine 1,6 für die Gesamt-Zufriedenheit mit einer Maschine gab es noch nie in einem BM-Lesertest. Die hervorragende Schnittqualiät bei gleichzeitig sehr hoher Leistung bei Massivholz- und Plattenzuschnitten setzt sicher Maßstäbe. Darüber hinaus spielen innovative Alleinstellungsmerkmale wie der Sägeblattwechsel oder die Vorritzfunktion sicher eine wesentliche Rolle bei diesem außerordentlich positiven Gesamturteil.
Bleibt noch, allen BM-Testern ganz herzlich fürs Mitmachen zu danken! (Christian Närdemann) ■

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