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Fensterbau 4.0

BM-Marktübersicht: Software für Fensterbauer
Fensterbau 4.0

Durchgängige digitale Prozessketten, von der Planung bis zur Fertigung, verspricht Software für den Fensterbau. Wir geben Ihnen einen Überblick, wie sich die Programme unterscheiden und welche Trends die Tools bedienen können. Marian Behaneck

Ähnlich wie im Möbel- oder Innenausbau, wird auch im Tür-, Fenster- und Fassadenbau die individuelle Gestaltung zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. Zum Trend nach Individualität und Exklusivität gesellt sich ein steigender Wettbewerbs-, Termin- und Kostendruck. Daraus resultieren Mehraufwand und knappere Margen.

Auswege aus dieser Zwickmühle weist Konstruktionssoftware für den Tür-, Fenster-, Fassaden- oder Wintergartenbau. Angebote können rationeller erstellt, Gestaltungs-, Material- oder Profilvarianten schneller entwickelt werden. Das digitale Fenster bildet eine Art „Datencontainer“, aus dem sich alle wichtigen Informationen ableiten lassen:
Ansichten für die Angebotserstellung, Stücklisten für die Produktion oder Detailpläne für die Montage. Schnittstellen, u. a. zur CNC-Fertigung, ERP- (Unternehmens-/Ressourcenplanung), PPS- (Produktionsplanung), Materialwirtschafts- und Lagerverwaltungssystemen, sorgen für den durchgängigen Workflow.
So wird die Wahl nicht zur Qual
Es gibt zahlreiche europa- oder weltweit vertriebene Programme für den Fenster- und Fassadenbau, wovon hier 24 vorgestellt werden. Um aus dieser Vielzahl die richtige Lösung zu finden, sollte man neben den vielen in den folgenden Tabellen vorgestellten Produktmerkmalen auch den jeweiligen Software-Hersteller näher betrachten: Seit wann gibt es ihn? Wie viele Anwenderbetriebe nutzen die Software? Wie gut ist der Support?
Unterschiede zeigen sich insbesondere bei der Modulausstattung: Im Lieferumfang enthaltene Standardmodule decken die Bereiche Auftragsbearbeitung, Konstruktion, Kalkulation und Stückliste ab, während optionale Module meist die Produktion und Maschinensteuerung, das Bestellwesen, die Materialwirtschaft, Montage- und Kapazitätsplanung oder das Controlling unterstützen. Unterschiede gibt es auch beim Programm-Konzept: Einfach bedienbare „Fenster-Konfiguratoren“ haben ihre Stärken in der schnellen Konstruktion von Standardelementen. Demgegenüber bietet Fensterbau-CAD mehr Freiheiten bei der Konstruktion individueller Lösungen, erfordert jedoch CAD-Kenntnisse. Ideal sind Systeme, die beide Arbeitsweisen erlauben.
Im Sinne eines digitalen Informationsflusses, von der Arbeitsvorbereitung bis zur Produktion, spielen die CNC-Maschinensteuerung, Zuschnittoptimierung und die papierlose Fertigung eine entscheidende Rolle. Über Kollisionsprüfungen und 3D-Simulationen lassen sich bei einigen Programmen Fertigungsschritte optimieren. Das Preisniveau für Fensterbau-Software beginnt bei etwa 1000 Euro, kann aber mit zunehmender Ausstattung schnell mehrere Tausend Euro erreichen. Neben dem Softwarepreis sollte man auch die Kosten für Hardware sowie Folgekosten für die Softwareschulung, Updates, respektive Wartungsverträge berücksichtigen.
Im Trend: Digitalisierung im Fensterbau
Durch Medienbrüche und Übertragungsfehler falsch bestellte, gelieferte oder produzierte Bauteile kosten in der Praxis viel Geld und verursachen stetigen Ärger. Fenster-/Tür-, Fassadensystem- oder Oberlichthersteller, aber auch Fensterbausoftware-Anbieter setzen deshalb auf einen durchgängigen, medienbruchfreien Datenfluss und auf die Planungsmethode BIM (siehe Beitrag in dieser BM-Ausgabe ab Seite 30: „Die Zukunft des Planens und Bauens“).
Anstelle einfacher 2D-Produktsymbole offerieren sie beispielsweise „smarte“, digitale Entsprechungen realer Fenster, Dachflächenfenster, Lichtkuppeln, Lichtbänder oder Glasdachkonstruktionen in Form sogenannter BIM-Objekte. Das Motto: Erst digital, dann real bauen.
Werden diese also in BIM-Gebäudemodellen „verbaut“, vereinfacht das in der Planungsphase die Ausschreibung, Kostenschätzung, Berechnung, Energie-, Akustik- oder Lichtsimulation, in der Ausführungsphase die Konstruktion, Bestellung, Lieferung, Ausführung und Montage sowie in der Nutzungsphase die Gebäudebewirtschaftung.
Auch die vom Planer vorgegebenen Modelle, Rahmensysteme, Oberflächen, Farben, Glasarten oder Ausstattungsvarianten können direkt übernommen werden. Umgekehrt lassen sich aus dem Fensterbau-CAD BIM-Objekte generieren, die der Planer beispielsweise für „As Built“-Dokumentationen („Wie gebaut“) in sein BIM-Modell integrieren kann. Auch das Mobile und Cloud Computing, also die mobile Nutzung von IT und Dienstleistungen über Mobilcomputer und drahtlose Netzwerke, forciert die Digitalisierung.
Lassen sich Informationen direkt vor Ort digital erfassen oder beim Kunden anzeigen, spart das Zeit und minimiert Fehler. Mobile Anwendungen rationalisieren die Akquisition, die Planung und Montage.
Fensterbausoftware offeriert deshalb mobile Funktionen, beispielsweise für die Auftragserfassung, das Aufmaß oder die Montageplanung und unterstützen damit digitale Prozessketten – vom Büro, in die Werkstatt, auf die Baustelle und zurück.

Der Autor
Dipl.-Ing. Marian Behaneck ist freier Journalist mit den Schwerpunkten Software, Hardware und IT im Baubereich.
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