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Karte, Finger & Co.

Marktübersichten
Karte, Finger & Co.

Aus Sicht eines Hotelbetreibers sollte ein Schließsystem günstig sein in der Beschaffung, zuverlässig funktionieren, sich von Bediensteten wie Gästen einfach bedienen lassen und bei Schlüsselverlust kaum finanziellen Schaden verursachen. Wünschenswert sind selbstständig schließende Türen sowie Information des Typs: Mit welcher Karte wurde wann welches Zimmer geöffnet? Daneben ist die Bezahlfunktion der Schließmedien (von Spa bis Skilift, von Hotelbar bis Getränkeautomat) interessant und auch die Anbindung an automatische Ein- und Auschecksysteme (Hotelomaten) ist im Kommen. Die folgende Auswahl aktueller elektronischer Hotelschließsysteme versteht sich als Ergänzung des tabellarischen Marktüberblicks und umfasst nicht alle am Markt verfügbaren Geräte. Wie eine Art virtueller „Messe“-Rundgang gibt der Beitrag einen Überblick darüber, was die Anbieter zurzeit (Stand August 2013) vorzuweisen haben. Alle Angaben beruhen auf Informationen der Hersteller. Der ausführliche, tabellarische BM-Marktüberblick kann hier heruntergeladen werden.


Batteriebetrieben

System EasyHotel von Wilka

Für Hotels, Gästehäuser und Kliniken geeignet ist nach Aussage von Christian Schwab, dem Leiter des technischen Vertriebs Elektronik bei Wilka Schließtechnik, das System easyHotel für bis zu 1500 Türen. Die Türen sind mit elektronischen Schließzylindern oder Türbeschlägen ausgestattet. Die Schließeinheiten sind batteriebetrieben. „Neu in diesem Jahr ist der elektronische Türbeschlag“, sagt Schwab. Beim Einbau sei es wichtig, die Vorschriften (z. B. Brandschutz) zu beachten und die Anlagenkomponenten für die Einbausituationen passend auszuwählen. Für die Partner gebe es Schulungen und Workshops. Die Systeme seien, je nach Ausführung, im Premium- bis Standardbereich“ angesiedelt, angeboten würden jedoch auch Low-Cost-Lösungen für kleinere Häuser.
Wilka Schließtechnik GmbH
42549 Velbert

In wenigen Minuten

Sorex Einsteckschloss

Für die Hotellerie, erklärt Geschäftsführer Christian Csank, bietet Sorex Wireless Solutions ein batteriebetriebenes Einsteckschloss an, mit Feuerschutz- sowie Einbruchprüfung, für DIN- und ÖNORM-Türen. Öffnungsmedien seien „wahlweise RFID- Karten, -Schlüsselanhänger, -Armbänder oder auch NFC Smartphones“. Da es sich um ein Einsteckschloss handle, müsse die Tür nicht verändert werden; die Montage sei innerhalb weniger Minuten durchführbar. Beim Einbau werde der Schlosskasten ausgetauscht, die Außenseiten der Türen blieben unangetastet, zusätzliche Bohrungen seien nicht erforderlich. Beratung und Schulung, unter anderem für Installateure, werden angeboten.
Sorex Wireless Solutions
2700 Wiener Neustadt, A

Viele Sicherheitsstufen

SAG/Eccos für Türen und Möbel

„Safe-o-tronic access bietet eine Systemlandschaft mit aufeinander abgestimmten Komponenten“, erklärt Martina Koch, Leiterin Marketing Services bei der SAG Schulte Schlagbaum AG. 2010 wurde die Möbelproduktlinie access LS von Eccos pro eingeführt, dem Softwarepartner von SAG. 2012 folgte die entsprechende Produktlinie DS für Türen. Organisierbar seien unterschiedliche Sicherheitslevel und Benutzergruppen. Hotelgäste schließen z. B. per PIN-Code, RFID-Card oder per Mobiltelefon. Die Rosetten-lösung mache unabhängig vom Entfernungsmaß des Einsteckschlosses. „Das mitgelieferte Befestigungsmaterial erlaubt die flexible Anpassung an Türdicken von 38 bis 86 mm (andere Dicken auf Anfrage).“ Die Türrichtung kann vernachlässigt werden.
Schulte-Schlagbaum AG
42553 Velbert

System mit Komfort

Opertis für Glas- und Holztüren

Laut Bernd Lesemann, Produktmanager von Opertis (Bad Arolsen), das als Schwesterunternehmen von Hewi Heinrich Wilke für Hotelschließsysteme zuständig ist, besteht das von diesem Hersteller angebotene eLock-System aus Endgeräten wie Schließzylindern, Schlössern, Wandlesermodulen, Möbelschlössern und der Verwaltungssoftware eLock Center. „Die jüngsten Schlosslösungen, das Komfortsystem APS für Vollblatt- und Rahmentür sowie das Glastürschloss, werden seit April 2013 vertrieben“, erklärt der Produktmanager. „Grundlage für eine elektronische Schließanlage ist immer eine Projektierung“, betont Lesemann. Bei der Planung und Projektierung unterstütze der Außendienst mit einem Vertragspartner vor Ort die Kunden.
Opertis
34454 Bad Arolsen

Unsichtbar in der Tür

Assa Abloy setzt auf RFID

Das RFID-Schloss Essence by VingCard von Assa Abloy Hospitality ist seit knapp einem Jahr auf dem Markt. Als „Besonderheit“ bezeichnet Geschäftsführer Marcus Nettelbeck, dass sich die Elektronik unsichtbar in der Tür befindet. Die Systeme seien skalierbar: „Kleinere Hotels nutzen die vollintegrierte 2800er-Station mit Touchscreen“, erklärt Nettelbeck. Eine Begrenzung der Zimmeranzahl gibt es nicht und den Einbau der Schlösser übernimmt meist der Anbieter selbst. Es werden aber auch Systempartner empfohlen, um komplexere Anforderungen zu bedienen. Einbauende Firmen können entsprechende Einbauzeichnungen kostenlos bekommen. Allerdings sollte der Einbau nicht ohne praktische Übung erfolgen, dafür werden Schulungen angeboten.
Assa Abloy
72458 Albstadt

Ausgezeichneter Zutritt

Zutrittsleser von Miditec

Der Anbieter Miditec Datensysteme ist vertreten mit seinem Produkt HRC3000 Zutrittsleser. Für seine Produktreihe Skyline wurde das Unternehmen laut Tammo Berner, dem Leiter Vertrieb und Marketing der Sparte Datensysteme, im Jahr 2012 mit Designpreisen ausgezeichnet. Es gebe sowohl Einstiegslösungen als auch Produkte im Premiumsegment sowie individuelle Sonderanfertigungen. Für eine „ganzheitliche Lösung“ sorgt nach Angaben des Geschäftsführers Rene Köhne die Miditec Vertriebsgesellschaft mit einer multifunktionellen Chipkarte. Die Branchenlösung für das technische Hotelmanagement reiche von der Zutrittskontrolle über die Raumsteuerung bis zur Gebäudesicherheit.
Miditec Datensysteme GmbH
28359 Bremen

Elektronische Türklinke

BlueSmart von Aug. Winkhaus

Der Hersteller Aug. Winkhaus bietet das System blueSmart mit Profilzylindern, Lesern und elektronischen Türbeschlägen an. Eine Neuvorstellung ist die elektronische Türklinke als Rosetten-, Glastür- und Schmalrahmentürlösung. Das Besondere daran: Es gibt keine Knäufe mehr an den Zylindern. Durch die Anbindung an die Gebäudeleittechnik, die Suitenverwaltung, den Spa-Bereich sowie die gängigen Hotelabrechnungssysteme lasse sich Zeit und Strom sparen. Winkhaus habe „maßgeschneiderte Lösungen für Hotels mit bspw. zehn Zimmern bis zu Hotels mit über 500 Zimmern“ im Programm. Geboten wird die Inbetriebnahme der Anlage vor Ort; zusätzlich gebe es „maßgeschneiderte Schulungen für Nutzer und Verarbeiter“.
Aug. Winkhaus
48291 Telgte

Anbindung garantiert

Smarte Burg-Wächter-Lösung

Sein Produkt TSE Hotel präsentiert Burg-Wächter als eine „smarte Lösung für Hoteliers und Gäste“. Ein wichtiges Verkaufsargument sei die Anbindung an das Hotelomat-System Ariane, die für Beherbergungsbetriebe in jedem Segment einen 24-Stunden-Check-in-Service ermögliche. Der Einbau des Systems sei „bequem und komfortabel: In wenigen Schritten erreicht man eine intelligente und sichere Lösung für den Check-in.“ Der Zylinder funktioniere auch ohne Vernetzung. Seine optionale Software habe eine Schnittstelle zur Buchungssoftware. Die Hotelomat-Neuentwicklung Allegro V6 ermögliche auch ein Einchecken vorab am PC oder Smartphone.
Burg-Wächter KG
58300 Wetter

Zutritt mit dem Finger

Ekey setzt auf Biometrie

Anders als andere Anbieter setzt Ekey auf die Biometrie. Diese Art der Zutrittslösung ist in Hotels vor allem für Räume interessant, die nur vom Personal betreten werden sollen. Fingerscanner ersetzen dabei die klassischen Schlüssel, „die Finger der Beschäftigten werden zu Schlüsseln, die buchstäblich immer zur Hand“ sind. Die Lösung „ekey net“ eignet sich laut Hersteller besonders für Unternehmen mit immer wieder wechselnden Benutzern. „Kombiscanner mit zusätzlichem RFID-Leser können so eingesetzt werden, dass das Personal mittels Fingerscanner in die berechtigten Räume zu den gewünschten Zeiten Zutritt erhält und die Gäste mittels RFID-Karte oder -Anhänger beim Haupteingang Zutritt bekommen“, erläutert Ekey-Pressesprecher Thomas Küx
Ekey biometric systems GmbH
61130 Nidderau

Nachrüstbarkeit

Grundmann setzt auf die Karte

Mechatronische Beschlags- und Rosettenlösungen mit Mifare-Technologie (Chipkartentechnik) bietet Grundmann seit 2010 an. Betont wird vom Anbieter die Nachrüstbarkeit für Rosettenlösungen. Die Elektronik ist bei der Lösung TAC (Transponder Access Control) im Schloss verbaut. Standardmäßig gehört die automatische Fallenblockierung dazu. Besonders empfohlen werden die mechatronischen Produkte für Hotels der mittleren Kategorie sowie für Klein- und Mittelbetriebe. Die Schließlösung dürfe nur von geschultem Personal eingebaut, die Inbetriebnahme könne auch von eigenen Montageteams durchgeführt werden. Technischen Support sowie eine „umfassende Schulung zu Produkt und Software“ bietet das Unternehmen allen Kunden.
Grundmann Beschlagtechnik
3170 Hainfeld, Österreich

Multifunktional

Hoteltürpaket von Häfele

Seit vier Jahren im Angebot hat Häfele sein Hoteltürpaket mit Dialock DT Lite, das laut Udo Jungebloed, der den Verkauf und die Projektierung der Objekttechnik im Inland leitet, multifunktional ist und ein besonderes Dienstleistungskonzept mitbringt. Geeignet sei es für alle Kunden, zumal es keine Schnittstellenproblematik gebe. Unbedingt berücksichtigt werden sollte die Verträglichkeit des Systems mit dem Gesamtkonzept des Hotels, das für diesen Kundenkreis eine entscheidende Rolle spiele. Häfele plant nach Angaben von Jungebloed „nicht nur das Schließsystem, sondern das gesamte Element (Tür, Zarge, Beschläge)“. Für einbauende Unternehmen werden Servicepartner-Programme angeboten.
Häfele GmbH & Co. KG
72202 Nagold

Einfach aufstecken

Kabas Confidant RFID

Nach genauen Angaben von Klaus Weddigen von Knapp (dem Verkaufsleiter für Hotelschlösser) bietet Kaba (Dreieich) für den Bereich elektronischer Hotelschließsysteme die 760/770 Magnetkarte und das 790/790 RT Mifaresytem an; ein neues Produkt sei das Confidant RFID, ein „voll DIN/ÖNorm kompatibler „Aufsteckbeschlag“, der auf vorhandene Schlösser von außen aufgesteckt werden könne. Die Zielgruppe bestehe aus kleineren bis mittleren Hotels. Der Kunde könne das System selbst einbauen und in Betrieb nehmen, auch Händler würden jedoch geschult. Die Mifare-Technologie könne „auch von anderen Anbietern genutzt werden“, erklärt Weddigen von Knapp. Das System zählt er zum mittleren Preissegment.
Kaba GmbH
63303 Dreieich

 

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