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Lichtblicke fürs Aufmaß

BM-Marktspiegel: Aktuelle Laserdistanzmessgeräte im Überblick
Lichtblicke fürs Aufmaß

Handliche Laserdistanzmesser beschleunigen das Aufmaß auf der Baustelle. Nach wie vor unterscheiden sie sich aber in Abmessungen und Leistungsdaten sowie in der Anzahl ihrer (Sonder-) Funktionen und im Preis. Unser Überblick über 16 aktuelle Geräte erleichtert den Vergleich.

Autor: Elke H. Zobel
Wie bei allen Messgeräten gilt auch für Laserdistanzmessgeräte: Fehler so klein wie möglich halten. Die Grundvoraussetzung für ein präzises Messergebnis sind geschulte Anwender, die es verstehen, alle nötigen Funktionen des Messgeräts korrekt zu nutzen. Welche Funktionen wirklich nötig sind, sollte neben preislichen Überlegungen in die Kaufentscheidung einfließen. Vielleicht schlagen ja Aspekte wie Schnelligkeit und Zuverlässigkeit die Funktionsvielfalt?

Erfahren Sie, was der Stand der Technik in Sachen Laserdistanzmessung ermöglicht. Für den direkten Vergleich zwischen 16 aktuellen Modellen laden Sie einfach den tabellarischen Marktspiegel herunter – per QR-Code oder im Downloadbereich auf www.bm-online.de.
Nützliche Funktionen fürs leichte Aufmaß
Laserentfernungsmesser bieten als Standard Längen-, Flächen- und Volumenmessung, Addition und Subtraktion. Auch indirekte Messungen (Pythagoras) sind meistens möglich. Für viele Anforderungen reicht es, wenn diese Funktionen schnell und einfach ausgeführt werden können.
Im Trockenbau hilft zudem die Absteckfunktion. Sie ermittelt das mögliche Vielfache für eine Strecke und gibt den notwendigen Anschnitt an, was die Materialplanung erleichtert. Ein Neigungssensor wiederum ist nützlich, wenn man über Hindernisse hinweg messen muss. Bei Eckmessungen hilft oft ein klappbarer Pin und für besonders exakte Messergebnisse bietet sich ein Stativ mit Timer an. Dagegen ist ein Farbdisplay im Außenbereich weniger wichtig, da man es nur im Innenbereich gut ablesen kann.
Die Kombination aus digitalem Zielsucher und Vierfachzoom sowie einem 360°-Neigungssensor erlaubt Messungen, die mit Laserdistanzmessgeräten ohne diese Ausstattung nicht durchführbar sind. Dazu zählen sowohl ungünstige Lichtbedingungen, als auch lange Distanzen (Berechnung von Dachflächen) aber auch das Ausmessen geneigter Objekte oder von Höhenprofilen.
Auch für die Datenübertragung auf iPhone oder iPad gibt es Geräte. Damit lässt sich auf der Baustelle ein Gebäude durch Skizzen, bemaßte Grundrisse und Fotos sowie tabellarisch erfasste Daten dokumentieren. Die Messbereiche unserer Tabelle haben eine Spannweite von 0,05 bis 200 m, ihre Messtoleranz liegt im Bereich von ± 1 bis 2 mm. Die angegebenen IP-Schutzklassen, die den Geräten ihre Baustellentauglichkeit bescheinigen, reichen von IP 40 bis IP 65.
Für Innenräume wird üblicherweise der Schutz nach IP 54 gegen Staub und Spritzwasser angeboten, für den Außenbereich bietet der höhere Schutz nach IP 65 Vorteile. Diese Geräte sind zusätzlich gegen Strahlwasser geschützt. Schutzklassen von IP 40 und darunter schützen (nur) gegen Berührungen. Obwohl die angepeilte Fläche meist nicht mit besonderen Reflektoren versehen werden muss, sollte eine kleine Reflexionsfläche vorhanden sein, die den Laserstrahl zurückwirft. Mitgelieferte Zieltafeln können helfen, wenn der Laserstrahl doch einmal nicht abgestrahlt wird (bei Glas, Flüssigkeiten oder porösen Oberflächen). Allerdings wird dann am Zielpunkt eine zweite Person gebraucht, was einen der Vorteile der Lasermesstechnik zumindest erheblich reduziert.
Aktueller Standard – Das bieten neue Geräte
Eines der neuesten Produkte in unserer Übersicht (Einführung Ende Februar 2013) ist das Gerät Disto D510 der Schutzklasse IP 65 von Leica Geosystems. Zu seinen Besonderheiten zählen nach Auskunft von Marketingmanager Tina Bastian die Kombination von digitalem Zielsucher mit Vierfachzoom und 360°- Neigungssensor. Das nach ISO 16331-1 zertifizierte Gerät ist mit Bluetooth Smart 4.0 ausgestattet und kann Daten auf Apple-Geräte (iPhone, iPad) übertragen. Eine kostenlose App des Herstellers unterstützt das Erstellen und Bemaßen von Grundrissen sowie die direkte Bemaßung von Fotos.
Ebenfalls ab 2013 am Markt ist der DistanceMaster Pocket Pro von Umarex Laserliner. Besonderheit laut Hersteller: seine SpeedShutter-Funktion. Dank diesem elektronischen Abblendsystem messen die Geräte dreimal schneller als Geräte mit mechanischem System. Mit der Wandflächenfunktion werden Flächen mit identischer Höhe automatisch addiert. Die Höhe wird dazu einmalig gemessen. Im Oktober 2012 hat Stabila nach Aussage von Produktmanager Phillipp Scholz den LD420 und den LD320 am Markt eingeführt. Neuartig ist das Bedienfeld des LD420, das intuitives Arbeiten ermöglichen soll. Für Aufmaßarbeiten sinnvoll: die Kombination aus Bedienfeld und Taschenrechner (+ ,- ,*, /). Damit kann man die gemessenen Werte direkt mit gespeicherten Werten (wie Quadratmeterpreisen) multiplizieren. Hinter vielen Funktionen sind Informationen hinterlegt. So verstecken sich hinter der Volumenmessung das Umlaufmaß, die Wandflächen und die Decken- / Bodenfläche.
Der LD420 ist mit IP 65 ausgestattet und erfüllt die Norm ISO 16331-1. Die Besonderheit des LD320 liegt laut Scholz in dessen einfacher Bedienung und dem gut ablesbaren Display. Es erfüllt die Norm ISO 16331 -1.
Drei neue Laserdistanzmesser hat 2012 auch Stanley eingeführt, berichtet Bernadette Hemker, Brand Manager Galpee: das TLM99 für einfache Messungen und bis zu 30 m Reichweite, das TLM165 für bis zu 50 m Reichweite und mit mehr Funktionen. Ebenfalls in unserer Online-Tabelle enthalten ist das TLM330 als kompaktes Highend-Produkt. Es hat eine Reichweite von bis zu 100 m, integrierten Neigungssensor, der sich auch als Wasserwaage verwenden lässt, und weitere Zusatzfunktionen. Integriert sind ¼ Zoll- Stativaufnahme und Timer.
Auch Glunz hat seinen Lasermeter GLM-2 im letzten Jahr eingeführt. Geschäftsführer Gido Glunz betont vor allem das günstige Preis- Leistungs-Verhältnis des Gerätes, das mit „lediglich fünf Tasten für einfachste Bedienung der vielen Funktionen“ angelegt sei. Neu seien das Gehäuse in Signalfarbe, ein größeres Display, Trackingmessung sowie Messfehlermanagement mit Fehleranzeige und -erläuterung.
Seit Januar 2012 am Markt ist nach Aussage von Heiko Füllemann, Produktgruppenleiter Professionelle Messtechnik Europa, der GLM 50 Professional von Bosch, der Füllemanns Aussage nach „über die Basisfunktionen verfügt und leicht zu bedienen ist“. Die wichtigsten Funktionen seien mit einem Tastendruck erreichbar. Den GLM 80 Professional, der über mehr Messfunktionen verfügt, gibt es ein Jahr länger. Im September 2011 eingeführt wurde laut Stefan Haggenmüller, Produktmanager Messtechnik bei Hilti, das Laserdistanzmessgerät PD 5, das die wesentlichste Messaufgabe (das Bestimmen von Distanzen) fokussiert und daher einfacher zu bedienen sei als ein Handy. Mit der hauseigenen iPulse-Power-Technik sei es möglich, selbst bei grellem Sonnenlicht verlässliche Messergebnisse zu erzielen. Zudem erlaube der gepulste Laserstrahl problemloses Messen über Entfernungen von bis zu 70 m ohne Zieltafel.
Die nach ISO 16331-1 klassifizierten Geräte EcoDist Pro und GeoDist, vertrieben von Geo-Fennel, bieten nach Aussage von Geschäftsführer Bernd Vogel „verbesserte, aber noch überschaubare Reichweiten.“ Die Basis der Messtechnik sei dem aktuellen Entwicklungsstand angepasst worden.

Praxistipps für Kauf und Nutzung
Zunächst sind vor dem Kauf einige wichtige Fragen zu klären; danach gilt es, die Geräte auf der Baustelle korrekt zu bedienen. Die folgenden Hinweise beruhen auf Empfehlungen der befragten Hersteller.
Vor dem Kauf zu klären
  • Wer soll das Gerät für welche Anwendungen in welchem Arbeitsumfeld benutzen? (außen und/oder innen)
  • Wie weit soll maximal gemessen werden? (Arbeitsbereich)
  • Welche Funktionen werden benötigt? Reichen Längen- und Flächenmessung oder ist eine integrierte digitale Anzeige sinnvoll?
  • Welche Messgenauigkeit wird angestrebt ? (sinnvoll im Profi-Bereich: < ± 1,5 mm)
  • Wie robust muss das Gerät sein? (Staub- und Spritzwasserschutz)
  • Wie wichtig ist leichte Bedienbarkeit? (Tastatursymbole, Displaygröße und -beleuchtung, Art und Anzahl der Bedienelemente)
  • Wie schnell misst das Gerät? (eventuell Probemessungen vor dem Kauf über Entfernungen von 20 oder 30 m)
  • Wird die Norm ISO 16331-1 für Genauigkeit und Reichweite erfüllt?
  • Welcher individuelle Zusatznutzen könnte von Vorteil sein?
Beim Bedienen zu beachten
  • Lichtverhältnisse: Auf helle, gut reflektierende Fläche zielen (weißer Untergrund). Schwarze Flächen können eine Messung unmöglich machen.
  • Materialien: Messungen durch Glas, in Wasser, auf polierten Metallen sind fehleranfällig, da der Laser unkontrolliert reflektiert werden kann. Fremdlicht erschwert die Messung für das Gerät.
  • Genauigkeit: Um Messfehler im Millimeterbereich zu unterbinden, kann ein Stativ helfen, ggf. mit Timer.
  • Fehlmessungen: Um sicher zu sein, wohin gemessen wurde, gibt es u. a. digitale Zielsucher. Fehlermeldungen statt falscher Werte im Display können hilfreich sein.
  • Beim Einsatz von Lasergeräten stets die Sicherheitsbestimmungen beachten.

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