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Besser, schneller, effizienter

Pfleiderer optimiert Hot-Coating-Anlage in Leutkirch
Besser, schneller, effizienter

Die Lackplatten von Pfleiderer sind robust, farbstabil und gut zu verarbeiten. Sie eignen sich für vertikale Anwendungen, wie z. B. Küchen- und Möbelfronten. PrimeBoard XTreme gibt es in Hochglanz und in Matt – mit Anti-Fingerprint-Effekt. Nun hat der Holzwerkstoffspezialist seine Hot-Coating-Anlage in Leutkirch weiter verbessert.

165 Meter, die den Unterschied machen: Das ist die Länge der modernsten Hot-Coating-Anlage, die Pfleiderer Deutschland 2018 in Leutkirch eröffnete. Mit ihr orientiert sich das Unternehmen eng an den Bedürfnissen seiner Kunden – und bietet Oberflächen mit besonderen Eigenschaften, wie sehr gute Farbstabilität und -brillanz in Matt und Hochglanz, besondere Widerstandsfähigkeit, optimale Verarbeitbarkeit und Anti-Fingerprint-Effekt. Um jetzt und zukünftig innovative, nachhaltige Qualität „Made in Germany“ zu gewährleisten, optimiert der Holzwerkstoffspezialist seine Produkte, Anlagen und Verfahren kontinuierlich. Das gilt auch für die vor vier Jahren in Betrieb genommene Produktionsanlage in Leutkirch.

Belastbar und robust: PrimeBoard XTreme ist der Klassenprimus

In Leutkirch werden Holzwerkstoffplatten und Hochdruckschichtstoffe für den Möbel- und Innenausbau sowie für die Außenanwendung veredelt. Die Mehrschichtlackierung im Hot-Coating-Verfahren besteht aus lösemittelfreien, UV-härtenden Acryllacken. In etwa elf Minuten durchläuft jede Einsatzplatte die verschiedenen Verfahrensschritte der Anlage.

Von Leutkirch aus werden Kunden auf der ganzen Welt nicht nur mit dem Produkt Duropal XTerior compact für die Außenanwendung, sondern auch mit der Premiumplatte PrimeBoard XTreme versorgt. Die dekorative Platte für den Möbel- und Innenausbau setzt hinsichtlich der Oberflächengüte, des Designs und des Verarbeitungskomforts Maßstäbe – und ist das Ergebnis der Anlage, mit der Pfleiderer 2018 Neuland betreten hat. „Das Hot-Coating-Verfahren, das von Kleiberit entwickelt wurde, ist bei uns erstmals großtechnisch umgesetzt worden“, sagt Christian Stiefermann, Leiter Produktmanagement HPL, Elemente und Lackplatten bei Pfleiderer. „In der Anlage wurden mehrere bekannte Technologien kombiniert und so ein neues Niveau der Oberflächenveredelung erreicht.“

Gut zu verarbeiten dank innovativer Funktionsschicht

Die dauerelastische PUR-Funktionsschicht, die vor den Lackierungen aufgetragen wird, sorgt etwa dafür, dass Spannungsunterschiede zwischen der Trägerplatte und der Lackierung ausgeglichen werden – und führt so zu einer optimalen Haftung zwischen dekorativer Melaminbeschichtung und Lack. Dank dieser PUR-Schicht entstehen zum Beispiel keine Ausrisse beim Zuschnitt und das fertige Produkt kann optimal verarbeitet werden. PrimeBoard ist in hochglänzender oder supermatter Variante erhältlich. Die hochwertige Mehrschicht-Lackierung erzielt eine hohe Farbbrillanz und eröffnet mit Anti-Fingerprint-Effekt neue Möglichkeiten für den Möbel- und Innenausbau. Das Mehrschichtlacksystem sorgt zudem für eine hohe Beanspruchbarkeit des Produkts und vereinfacht Reinigung und Pflege erheblich.

Dank der breiten Auswahl an Trägermaterialien, lässt sich das Lackplatten-Sortiment vielseitig und flexibel einsetzen. Bei PrimeBoard XTreme reicht die Spanne von Standard-Spanplatten über emissionsarme oder quellarme Werkstoffe bis zur durchgefärbten MDF-Platte. Dabei hat die Verwendung von Spanplatten wiederum zwei Vorteile: Sie sind leichter und es lassen sich Recyclinganteile einbringen, was die Produkte im Sinne einer besseren CO2-Bilanz nachhaltiger macht.

Sowohl PrimeBoard XTreme als auch XTerior Compact greifen die Dekorvielfalt des Pfleiderer DST-Systems auf und bieten damit den Verbund zu weiteren Produkten des Herstellers wie dekorativen Platten und HPL-Platten. PrimeBoard XTreme gibt es in über 130 Dekoren, von denen 17 Dekore auf Lager und damit innerhalb von 72 Stunden verfügbar sind. XTerior compact ist in über 150 Uni- und Holzdekoren kurzfristig im Farbverbund verfügbar. Damit ist sichergestellt, dass übergreifende Farbkonzepte realisiert werden können.

Perfekte Plattenoptik dank höchster Reinheitsstandards

In Leutkirch wurde im Laufe der Zeit vieles optimiert, sei es innerhalb der Anlage oder auch in den vor- und nachgelagerten Prozessen. Die Maßnahmen lassen sich grob in vier Bereiche unterteilen: das Produktionsumfeld, Reinigung und Wartung, Inline sowie Reife und Lagerung.

„Um qualitativ hochwertige Ergebnisse zu erzielen, durchlaufen die Platten verschiedene Prozessstufen“, so Stiefermann. „Während der gesamten Zeit ist es unerlässlich, höchste Standards einzuhalten – nicht nur bei der Anlage selbst, sondern auch im Produktionsumfeld. Hierzu zählt auch die Sauberkeit: Ein Staubkorn oder Holzspan würde reichen, um die Plattenoptik zu beeinträchtigen.“ Für eine perfekte Lackoberfläche sind daher verschiedene Reinigungsphasen vorgesehen – es wird zudem größtenteils im Reinraum produziert. Schon zum Start der Produktion am Standort Leutkirch waren die Bedingungen ungewöhnlich sauber für einen Holzwerkstoffbetrieb. Über die vier Jahre, die die Anlage nun in Betrieb ist, hat Pfleiderer diese Reinheitsmaßnahmen stetig verbessert.

Der Boden wurde analog zur Lackanlage versiegelt, genauso wie auch im Bereich der Folierung und Verpackung – sodass kein Schmutz über Ritzen, Falten oder Schlaglöcher eindringen kann. Im Bereich des Plattenlagers für die Zuführung zur Lackierung wurde in eine neue Kehrmaschine investiert, die für eine hocheffiziente Bodenreinigung sorgt. Zudem wurden die Stapler mit Clean-Reifen ausgestattet, womit Abrieb vermieden wird.

Die Produktionsanlage selbst wurde ebenfalls hinsichtlich ihrer Reinigungsschritte optimiert: Hier wurde ein neues, technologisch innovatives Reinigungsaggregat installiert, das der Schleifanlage nachgelagert ist. Parallel wurden Wartungspläne optimiert, um die Auftragswalzen bedarfsgerecht wechseln zu können. Auch die UV-Lampen zur Aushärtung des Lacks und die Schleifanlage werden in regelmäßigen Intervallen gewartet.

Noch mehr Prozesssicherheit dank Digitalisierung

Das Kernelement für die Anlagenoptimierung erfolgte inline: „Hier haben wir in einen digitalen Oberflächen-Scanner investiert. Wo zuvor die Prüfung manuell erfolgte, haben wir jetzt eine Lösung, deren Software auch über eine Lernkurve verfügt“, erklärt Christian Stiefermann. „Das heißt: Heute sagt uns die Software, dass ein Fehler vorliegt. Morgen wird sie uns sogar sagen können, um welchen Fehler es sich handelt.“ Damit der Scanner fehlerfrei funktioniert, wurden auch die Rollengänge am Scanner optimiert: Statt Transportrollen sind dort nun Riemenbahnen im Einsatz. Dies senkt die Plattenvibration und verbessert damit die Fehlererkennung. Ein weiteres Digitalthema ist ein neues Programm zur Auftragsverfolgung an Lackanlage, Folierung und Verpackung: Damit haben die Mitarbeiter in Leutkirch nun zusätzliche Möglichkeiten, um die Maschinen- und Produktionsparameter einzustellen.

Am Auftragsaggregat des Hot-Coatings wurde ein zusätzlicher Scanner installiert, damit immer die richtige Menge des PUR-Hotcoats vorhanden ist und ein noch gleichmäßigerer Auftrag sichergestellt wird. Der Effekt dieser Maßnahme: Lackanhaftungen an der Schutzfolie gehören der Vergangenheit an. Als letztes Inline-Thema wurde auch bei der Folierung an zwei Stellschrauben gedreht. Vor der Folieranlage sorgen nun eine Entionisierung und eine Bürstenmaschine für noch mehr Sauberkeit. Und um Falten im Folienauftrag zu vermeiden, wurden kleinere Programmanpassungen vorgenommen sowie eine neue Auftragswalze eingebaut.

Höchste Standards bis zum Schluss: Reife und Lagerung

Der vierte Bereich, dem man sich gewidmet hat, betrifft die Reife und die Lagerung. „Fehler bei der Reifezeit potenzieren die negativen Eigenschaften“, weiß Stiefermann. „Deswegen ist hier besondere Sorgfalt vonnöten.“ Die Reifezeiten werden deswegen in allen Phasen – vom Kühlen der Trägerplatte und der anschließenden Beschichtung bis zur Aushärtung der fertig lackierten Produkte – genauestens eingehalten und dokumentiert. Letzten Feinschliff bekam auch die Lagerung: Hier wurden einerseits die Paketgrößen reduziert, was Vorteile für die Kunden mit sich bringt. Gleichzeitig bestehen dank neuer Regale ausreichend Kapazitäten für die saubere Zwischenlagerung der Endprodukte. Und analog zur Produktion wurde auch im Lager der Boden versiegelt.

„Alles in allem stehen sämtliche Optimierungsmaßnahmen für unser Selbstverständnis, die Qualität unserer Produkte stetig zu hinterfragen und weiter zu verbessern“, so Stiefermann. „Wir hatten es 2018 mit einer komplexen Anlage zu tun, die es so auf der Welt nirgendwo ein zweites Mal gab. Während des Betriebs haben wir Erkenntnisse gewonnen, wo wir noch besser werden können. Wir unternehmen vor, während und nach der Produktion alles, um ein erstklassiges Qualitätsprodukt zu schaffen. PrimeBoard hält, was es verspricht, und setzt neue Maßstäbe in der Branche.“ (ra)

Pfleiderer Deutschland GmbH

92318 Neumarkt

www.pfleiderer.com

Halle 10.1, Stand 308

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