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Beton trifft Eiche

Individueller Küchenausbau aus Schreinerhand
Beton trifft Eiche

Für ein ehemals gewerblich genutztes und zum Wohnhaus umgebautes Gebäude im Ruhrgebiet entwarf, plante und fertigte der Innenausbaubetrieb Wiedemann Werkstätten aus dem bayrischen Höchstädt einen individuellen Küchenausbau. Die Beschränkung auf wenige Materialien und eine reduzierte Formensprache kennzeichnen das vorbildliche Projekt.

Autor: Heinz Fink

Eine Küche, die als Familienküche den Mittelpunkt bildet, die in klarer Gestaltung das Kochen und Sitzen am zentralen Küchenblock ermöglicht und dennoch nicht kühl und durchgestylt wirkt, sondern deutliche handwerkliche Charakterzüge besitzt. So lauteten die Vorgaben der Bauherrschaft an die Wiedemann Werkstätten. Auf der Basis der architektonischen Umbauten des vormals gewerblich genutzten Gebäudes durch das Düsseldorfer Büro Osmann Architekten entwickelte die Innenarchitektin Lucia Wiedemann ein strenges Raumkonzept mit viel Augenmerk auf Detaillösungen. Entstanden ist ein Einbau von gestalterisch und handwerklich hoher Qualität und Anmutung.

Zentral stehende Arbeitseinheit
Kern des Konzeptes ist eine frei im Raum stehende Arbeitsinsel aus einem L-förmigen Betongussteil. Die Herstellung solcher Betonplatten ist eine Spezialität der Wiedemann Werkstätten und erfolgt von der Herstellung der Schalung bis zum Guss komplett in der eigenen Werkstatt. Das 3,8 m lange, 1,2 m tiefe und 90 cm hohe durchgängige Formteil mit einer Materialstärke von 12 cm und einem Gesamtgewicht von mehr als 1,5 t wurde per Schwerlasttransporter auf die Baustelle transportiert, mithilfe eines Ladekranes abgeladen und auf Rollwägen in das Gebäude gebracht.
Der Block nimmt dabei alle wichtigen Funktionseinheiten der Küchenarbeit auf, wie die beiden fugenlos integrierten Spülbecken, das große in die Fläche eingelassene Gaskochfeld sowie ein aufliegendes Schneidebrett. Ein besonders markanter Blickfang sind die beiden in den Betonguss integrierten Steckdosen unterhalb des Kochfeldes.
Getragen wird die Platte einerseits vom gewinkelten Betonfuß und andererseits durch einen Unterschrank aus Eiche-3-Schichtplatten. Dieser ist durch eine breite Schattenfuge vom Beton abgesetzt. Das Fugenspiel aus breiten Eingriffen und feinen Zwischenfugen setzt sich in einem interessanten grafischen Wechsel über den Korpus fort und gibt dem Ganzen ein kompaktes, aber dennoch fein gegliedertes Erscheinungsbild. Auszüge bieten hier reichlich Platz für Geschirr und Küchenutensilien. Der frei überspannte Bereich daneben dient als Arbeits- und und Frühstücksplatz sowie als Treffpunkt für die Familie. Eine offen gezinkte Sitzbank in Eiche zeigt Handwerklichkeit und kann bei Nichtbedarf unter die Platte geschoben werden.
Multifunktionale Hochschrankzeile
Rückwärtig zum Küchenblock angeordnet befindet sich eine rhythmisch in drei Bereiche geteile Hochschrankzeile. Links ist ein großer Edelstahlkühlschrank mit Ice-Crusher integriert, rechts hinter Türen finden sich Geschirrschränke und ein erhöht eingebauter Geschirrspüler. Mittig bietet eine offene Gerätenische Platz für Kleingeräte und Küchenzubehör, das nicht auf dem Küchenblock herumstehen soll. Die waagerecht orientierten Fronten in lebhaft gezeichneter Eiche betonen die horizontale Ausdehnung der Einbauten.
Die Nische ist durch hervorstehende Seiten deutlich von den angrenzenden Hochschränken getrennt. Ein Deckenkoffer aus Gipskarton reicht, direkt unter der Betondecke sitzend, aus der Nische heraus über den Küchenblock und nimmt die integrierte Dunstabzugshaube und die Beleuchtung auf.
Großzügige Raumgestaltung
Da vonseiten der Kundschaft gewünscht wurde, dass man beim Kochen sowohl Ausblick in den Garten als auch an den Esstisch haben sollte – und eine rückwärtige unverputzte Ziegelmauer frei bleiben sollte – wurden weitere Einbauten einer Nische neben der eigentlichen Küche zugeordnet. Hier finden sich ein 90 cm breiter Backofen mit Combidampfbackofen und weiterer Stauraum.
Um ihre Leistungen in Zukunft einer breiteren, designorientierten Klientel darstellen zu können, eröffnen die Wiedemann Werkstätten im Mai dieses Jahres im Münchner Stadtteil Schwabing einen exklusiven Showroom auf einer Fläche von 300 m². I
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