Bei Homapal zeigt sich, wie Industrie und Handwerk sich ergänzen können

Die Picasso-Abteilung

Der Name Homapal steht für mit echten Materialien beschichtete Oberflächen. Schon von Weitem ist der markante Schornstein am Firmensitz in Herzberg erkennbar und in den Werkshallen stehen große Schichtstoffpressen. Doch daneben existiert noch ein Bereich, der ein wenig versteckt liegt und vielen weitestgehend unbekannt ist: die Manufaktur.

Mit einem Materialaufzug geht es aufwärts. Und als sich die Tür des Fahrstuhls wie ein großer Sesam öffnet, ahnt der Besucher: An diesem Ort entsteht etwas ganz Besonderes. Hier setzt Homapal sowohl Kundenanregungen um als auch eigene Ideen. Nicht von ungefähr nennen Mitarbeiter diesen Bereich „Picasso-Abteilung“.

Dr. Stefan Schmiedinghöfer, Leiter für Forschung & Entwicklung bei Homapal, zeigt das kleine Reich der individuellen und exklusiven Echtmetalldekore. Große Maschinen findet man hier nicht, nur hochkonzentrierte Menschen und ein Hauch von Platten – dünn ausgewalzte Folien aus Aluminium, Edelstahl, Kupfer und Messing. Hier veredeln wenige Mitarbeiter einige der Metalldekore des HPL-Spezialisten in Handarbeit. Hier wird gefärbt, getupft, geschliffen und poliert.

Meister ihres Fachs

Die aufwendigen mechanischen Techniken bringen Unikate hervor, die wie von Künstlerhand gefertigt wirken. So bieten die Platten einzigartige Haptik und mit ihrem vielfältigen Farbspektrum und dem prägnanten Glanz außergewöhnliche Optik – eine perfekte Kombination für unverwechselbare Designs.

Das Dekor „Herbstlaub“ beispielsweise ist ein Dauerbrenner. Es gehörte zu den ersten Entwicklungen, als Homapal vor ca. 40 Jahren mit der Herstellung dekorativer Metallfolien ein neues Anwendungsgebiet fand. Andere Oberflächen, wie das Metalldekor „Crush“, entstehen durch Bürsten mit der Hand.

Doch wie ist es in Handarbeit möglich, mehrere Platten im Gesamtbild so ähnlich ausschauen zu lassen, dass sich ein Seriencharakter ergibt? Homapal setzt auf die Kenntnisse erfahrener Fachkräfte: „In dieser Abteilung arbeiten nur Menschen, die eine entsprechende, meist handwerklich kreative Ausbildung genossen und im Unternehmen mindestens zwei Jahre Erfahrung gesammelt haben. Sie werden dann noch mindestens ein bis zwei Jahre in der Manufaktur eingearbeitet. Erst dann haben sie die Expertise, Unikate mit wiederholbaren Merkmalen zu schaffen“, erläutert Schmiedinghöfer. Die „Handarbeiter“ geben den Metallen eine Struktur, polieren sie mechanisch, färben sie von Hand ein und versehen sie bei Bedarf mit einem UV-Schutzlack. „Im Laufe der Jahre sind viele unserer Mitarbeiter wahre Meister ihres Fachs geworden,“ freut sich der Experte. „Talent spielt natürlich eine wichtige Rolle.“

Doch er hat auch einen Tipp für die Verarbeiter: „Natürlich kann es bei einem manuellen Finishing kleine Unterschiede geben, deshalb empfehlen wir, für ein Projekt nur die Platten eines Fertigungsloses zu verwenden. Sie erkennen das am Datum auf der Schutzfolie.“

Handarbeit braucht Zeit

Das Besondere der Manufaktur äußert sich vor allem in der produzierten Menge. „Für handgefertigte Dekore benötigen wir Zeit; dementsprechend macht die Menge dieser Metall-Laminate nur einen sehr geringeren Teil unserer Gesamtproduktion aus“, so die Aussage von Stefan Schmiedinghöfer.

Somit empfehlen sich diese exklusiven Dekore, um im Möbel- und Innenausbau dekorative Alleinstellungsmerkmale herauszuarbeiten. Eine Lackierung schützt das Dekor, intensiviert die Farbgebung und macht es robuster für den vertikalen Einsatz, selbst in stark frequentierten Bereichen. Die Metall-Laminate sind nach den IMO-Regeln schwer entflammbar und nach DIN EN 13501-1:2010-01 als B-s1, d0 klassifiziert. Mit diesen Eigenschaften eignen sie sich für die Raumgestaltung im Schiffs- und Ladenbau, in Hotels und Restaurants, wo sie auf Türen, Wänden und Möbeln Akzente setzen.

Tischler und Schreiner gelangen über den Holzhandel an die exklusiven Homapal-Produkte. (ra)


Homapal GmbH

HPL in vielen Varianten

Homapal ist ein weltweit führendes Unternehmen im Design, der Herstellung und dem Vertrieb von Schichtpressstoffplatten (HPL). Der Spezialist produziert und vertreibt mit circa 90 Mitarbeitern am Unternehmensstandort in Herzberg am Harz Laminate mit besonderen Oberflächen aus Metall, Echtholz-Schichtfurnieren und Magnethaftplatten. Eine Leder-Kollektion – Schichtstoffe mit Kunstlederoberflächen in schwer entflammbarer Ausführung nach IMO – ergänzt das Produktportfolio. Im deutschsprachigen Raum liegt der Fokus auf dem hochwertigen dekorativen Innenausbau. Mit seinen Produkten spricht der Hersteller Messe-, Laden- und besondere Möbelbauer an. Ihren Einsatz finden die Produkte in Shops, Hotels und Arztpraxen, auf Kreuzfahrtschiffen, in Bars, Restaurants und Clubs – überall dort, wo vertikale Flächen veredelt werden sollen. Homapal gehört zur Formica Unternehmensgruppe, Cincinnati/USA, und besitzt die Exklusivrechte für den Vertrieb der Formica-Produkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

www.homapal.de

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