Moso: Pionier in der Entwicklung innovativer Bambuslösungen für innen und außen. Jetzt kommt Gras! - BM online
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Jetzt kommt Gras!

Moso: Pionier in der Entwicklung innovativer Bambuslösungen für innen und außen
Jetzt kommt Gras!

Auf der Suche nach nachhaltigen, wirtschaftlichen Lösungen rückt Bambus seit einigen Jahren verstärkt in den Fokus. Doch was kann Bambus wirklich, weshalb ist es interessant als nachhaltige Lösung und woran kann man eine gute Qualität erkennen? Das niederländische Unternehmen Moso beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Bambus, forscht und entwickelt innovative Produkte für den Außen- und Innenbereich.

„Als wir vor über 20 Jahren angefangen haben, uns mit Anwendungsmöglichkeiten von Bambus zu beschäftigen, wollten wir nachhaltige, langlebige und auch optisch ansprechende Lösungen für den Innenausbau entwickeln. Das ist uns gelungen und wir haben sehr viel dazugelernt“, sagt Michael von Houten, Vertriebsleiter bei Moso International BV. „Es gibt keinen anderen Hersteller mit einem vergleichbar breiten und stetig wachsenden Sortiment hochwertiger Bambusprodukte, die weltweit ab Lager lieferbar sind.“

Grundlegend wichtig dabei sei ein belastbares Basismaterial aus besten Bambusstreifen. Um qualitativ hochwertiges Material als Grundlage zu erhalten, arbeitet Moso eng mit Partnerunternehmen in China zusammen. Die Qualität des Materials wird beim Ankauf nach strengen Kriterien geprüft. „Die Qualität der verfügbaren Bambus-Produkte ist sehr unterschiedlich, sich genau zu informieren ist wichtig“, weiß Dr. Pablo van der Lugt, Sustainability Manager bei Moso International BV. Er hat seine Dissertation über Bambus geschrieben und forscht seit vielen Jahren über industrielle Bambusmaterialien, ihren CO2-Fußabdruck und die Umwelteinwirkung. Bei der Entwicklung neuer Anwendungsmöglichkeiten berät Dr. van der Lugt den Hersteller Moso seit mehr als zehn Jahren. „Aber die Güte des Ursprungsmaterials allein sichert noch nicht die Qualität des Endproduktes. Auch die Weiterverarbeitung spielt eine Rolle.“

Verleimung und Feuchtigkeit sind wichtig

Im Werk des chinesischen Partnerunternehmens werden die Bambusstämme direkt nach der Ernte weiterverarbeitet. Dazu gehört das Aufschneiden und das anschließende Dämpfen (siehe Kasten). Wie bei Holz, ist für das Produktverhalten nach dem Einbau der Feuchtigkeitsgehalt maßgeblich. Um ein möglichst stabiles Endprodukt zu erhalten, wird der Bambus nach strengen Qualitätsvorgaben nach jedem Verarbeitungsschritt in speziellen Trockenkammern getrocknet.

Je nach Produktart und gewünschter Abmessung werden die Bambusstreifen anschließend unterschiedlich verleimt. Um Langlebigkeit, Belastbarkeit und Sicherheit gewährleisten zu können, setzt Moso dabei auf Leime, die niedrigste Emissionen und beste Haftung sicherstellen. Auch wenn Endprodukte in der Regel nur bis 10 % Bindemittel enthalten, sind sie sehr relevant für die gesamten Produktionskosten. Viele Hersteller verwenden eigene Bindemittel oder Produkte lokaler Lieferanten, deren Qualität häufig nicht mit europäischen Produkten vergleichbar ist. Jedes Bindemittel benötigt eine bestimmte Temperatur und Feuchtigkeit, um unter Druck richtig auszuhärten.

Der letzten ‚Schliff‘ erfolgt durch eine Profilierung. Für die Verarbeitung zu Terrassendielen, Bodenbelägen, Platten oder Balken setzt das Unternehmen europäische Maschinen ein.

Auch mit FSC-Zertifizierung

In der Regel können jährlich 20 bis 25 % der Bambus-Stämme in einem Wald oder einer Plantage nachhaltig geerntet werden. Der Organismus stirbt nach der Ernte nicht ab. Im Gegenteil, durch die Ernte der reifen Stämme steigt der Ertrag und die Qualität der Plantage. Da ein Landwirt sein Grundstück nachhaltig bewirtschaften wird, um ein stabiles Jahreseinkommen zu sichern, sei die Forstzertifizierung zur Vermeidung von Raubbau bei Bambus weniger notwendig als bei der Holzproduktion.

Dennoch ist auch Bambus 2008 im FSC-Zertifizierungssystem aufgenommen worden (obwohl es kein Holz ist), weil viele westliche Bauprojekte heutzutage eine Zertifizierung für Holz verlangen. Zudem gewährt die Chain-of-Custody-Zertifizierung, dass auch soziale Aspekte in der Bambusindustrie gesichert werden.

Moso liefert seine Bodenbeläge, Massivplatten, Fassadenhölzer und Terrassendielen auf Anfrage mit FSC-Zertifizierung.

Umfangreiches Sortiment

Bambus ist somit ein vielseitiges Produkt, das sich für eine Vielzahl von Anwendungen eignet. Als europäischer Marktführer innovativer und nachhaltiger Bambus-Produkte bietet Moso ein umfangreiches Sortiment: Parkett in neun Varianten, Mehrschichtplatten, Messer- oder Stark-Furniere, Konstruktionshölzer sowie Deckenpaneele und hochwiderstandsfähige Outdoorprodukte. Flexbamboo mit Gaze-Kaschierung gibt es als Rollenware.

Massivplatten aus Bambus eignen sich für Tisch- und Arbeitsplatten, Stühle, Möbel, Innentüren, Treppen, Trennwände und Verkleidungen. Die Platten sind widerstandsfähig und eignen sich auch für die Ausstattung von Objektbauten. Wählt man die Density-Ausführung, kann man sicher sein, dass hier so schnell keine Gebrauchsspuren sichtbar werden: Ihr Härtegrad liegt oberhalb dem von Eiche und Tropenhölzern.

Die Massivplatten und Furniere stehen in verschiedenen Aufbau-Varianten und Stärken bis zu 40 mm zur Verfügung und bieten somit ein breites Anwendungsspektrum für den individuellen Möbel- und Innenausbau.

Es gibt verschiedene Optiken: Breit- und Hochkantlamelle oder das zarte Linienmuster von Density variieren in den Farben Naturhell und Gedämpft. Die 20 mm starken Platten sind zudem im dunkleren Chocolate und gestreift verfügbar. Die Platten bestehen aus mehreren Schichten Bambus, wobei die Mittellagen sowohl horizontal als auch vertikal verleimt sein können. Die Verwendung von Massiv-Mehrschichtplatten ist auch bei Objekten interessant, bei denen die Seitenansicht eine wichtige Rolle spielt, wie beispielsweise beim Treppenbau. (ra)

Moso International BV

1689 ZW Zwaag, Niederlande

www.moso-bamboo.com


Der Riesenbambus wächst in China und wird dort auch weiterverarbeitet.
Foto: Guillaume.Bonnefont
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Im Gegensatz zu einem Baumstamm wächst der Bambusstamm nicht in der Dicke.
Foto: Moso
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Qualität und auch die Härte hängt vom Trocknungsvorgang und dem Dämpfungsprozess ab.
Foto: Moso
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Die Bambuslamellen werden zu Massivplatten, Furnieren oder Kanteln weiterverarbeitet.
Foto: Moso


Von der Pflanze zum Brett

Nichts wächst schneller als Bambus

Bambus ist der am schnellsten nachwachsende Rohstoff der Welt. Aus botanischer Sicht gehört Bambus zu den Gräsern. Sein chemischer Aufbau ähnelt jedoch dem von Holz; bei der Ernte ist seine Beschaffenheit mit der heimischen Eiche vergleichbar. Wird er hochverdichtet, beispielsweise für Kant- oder Outdoor-Hölzer, erreicht er die Eigenschaften bester Tropenhölzer.

Schätzungen zufolge gibt es etwa 1500 verschiedene Bambussorten. Diese weisen erhebliche Unterschiede in Größe, Farbe, Knotenverteilung und -struktur, mechanischen Eigenschaften und klimatischen Vorlieben auf. Zu den bekanntesten Riesenarten zählt der Phyllostachus Pubescens, der auch Moso-Bambus genannt wird und damit Namensgeber für den niederländischen Bambus-Spezialisten Moso war. Dieser Bambus erreicht eine Wuchshöhe von 4 bis 12 m, in China sogar bis zu 30 m. Die Halme weisen Durchmesser von 8 bis 18 cm auf. Im Allgemeinen ist Bambus hohl, obwohl es auch einige massive Arten gibt. Im Gegensatz zu einem Baumstamm wächst der Bambusstamm nicht in der Dicke. Die Dicke des Keimlings bestimmt die Dicke des reifen Stammes, da das Zellwachstum nur in Längsrichtung erfolgt.

Eine Bambuspflanze besteht aus mehreren Stämmen. Jedes Jahr bilden sich neue Sprosse. Im Allgemeinen können in nachhaltig bewirtschafteten Plantagen oder Forsten jedes Jahr 20 bis 25% der Stämme geschlagen werden. Durch die schnelle Bildung neuer Stämme nimmt ihre Anzahl pro Hektar dabei nicht ab. Zudem verbessert sich mit dem Schlagen der ausgereiften Stämme nicht nur der Ertrag, sondern auch die Qualität des Bambus-Bestandes.

Der beste Zeitpunkt für die Ernte ist bereits nach fünf Jahren. Ältere Pflanzenstämme werden grau, was zu unschönen Flecken in den Endprodukten führt, jüngere Stämme haben nicht die notwendigen Eigenschaften. Die Bambusstämme werden direkt nach der Ernte der Länge in Streifen gesägt und die Innen- und grüne Außenhaut entfernt, um eine reine Oberfläche zu erhalten. Je gründlicher die Bambushaut entfernt wird, desto teurer ist das Rohmaterial. Nach dem Schälen haben die Bambusstreifen ein zartes Hellgelb. Beim Dämpfen verändert sich dieser Farbton in ein helles Karamellbraun. Naturhelle und gedämpfte Streifen sind ohne Schutz nur für Produkte im Innenbereich geeignet. Nach einem Thermo-Verfahren bekommen sie ein sattes, dunkles Schokoladenbraun und können zu Produkten für den Außenbereich verarbeitet werden.

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