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Starkes Softwaredoppel

iX Scout von Imos und ProductionManager von Homag erfolgreich im Verbund
Starkes Softwaredoppel

Die Binsch GmbH hat sich in den vergangenen Jahren vom Schreiner für Privatkunden hin zum Objektgeschäft mit erheblich gesteigertem Auftragsvolumen entwickelt. Jetzt geht es darum, die Prozesse von der Arbeitsvorbereitung bis hin zur Endmontage zu optimieren, um die Effizienz zu erhöhen und Transparenz im Produktionsstatus zu schaffen.

Mit Imos und Homag hat sich Geschäftsführer Michael Binsch zwei Partner ins Boot geholt, die seine Entwicklung seit vielen Jahren begleiten. Binsch hat iX CAD/CAM im Einsatz und betreibt seine Produktion mit Maschinen von Homag. Nun sollen beide Unternehmen ihre Stärken bündeln, um die aktuelle Herausforderung zu meistern.

Der Cloud Service iX Scout von Imos übernimmt dabei die Rolle der Visualisierung von Konstruktionen und Identifizierung der Bauteile, Homags ProductionManager gibt Auskunft über den aktuellen Produktionsstand und erlaubt eine exakte Teilerückverfolgung. Ein praxisnaher Testlauf sollte schließlich zeigen, wie die beiden Lösungen im Verbund arbeiten.

Weichen für die digitale Zukunft gestellt

In den 1930er-Jahren in Ostfildern südlich von Stuttgart als Kleinbetrieb mit fünf Mann gegründet, ist bei Binsch seit 2015 zunehmend das Objektgeschäft in den Fokus gerückt. Begleitet von erheblichen Investitionen in Maschinen und Anlagen, werden heute 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. „Wir haben unseren Betrieb insgesamt digitalisiert, um Leistungsstärke zu erzielen und die Komplexität des Objektgeschäftes bewältigen zu können“, erinnert sich Geschäftsführer Michael Binsch. Die Entscheidung ist auf Imos gefallen. „Hauptkriterium war, dass wir nach einem Partner gesucht haben, der eine gewisse Größe hat, um die Software zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. Mit Imos generieren wir im Konstruktionsprozess nur einmal Daten, die dann den kompletten Workflow der Auftragsabwicklung bis zur Montage des Endproduktes abdecken.“

Kurze Entscheidungswege sind für Michael Binsch der Schlüssel zum Erfolg. Deshalb setzt er auf ausgesuchte Kooperationen: „Die Partnerschaft zu Homag hat sich über Jahrzehnte entwickelt. Angefangen über eine Kante, eine liegende Plattensäge bis hin zur CNC.“

iX Scout: Immer alles im Blick

„Bei der Entscheidung für iX Scout war unsere Grundüberlegung: Wie kann ich meine Arbeitsvorbereitung entlasten und bekomme mehr Struktur in die Produktion“, erklärt Benjamin Goldschmid, technischer Leiter bei Binsch. „Es geht darum, die Mitarbeiter in die Lage zu versetzen, bestimmte Entscheidungen selbstständig treffen zu können. Mit iX Scout haben die Kollegen überall die Möglichkeit, eine Vorstellung von dem Möbel zu bekommen und jedes Bauteil zu identifizieren. Sie können in die Konstruktion reinzoomen oder sehen, wie ein Teil auf die CNC aufgelegt werden muss, was beschlagtechnisch geplant ist usw.“

iX Scout erlaubt die Anzeige und den Austausch digitaler Auftrags- und Produktionsdaten über die Cloud. Der Zugriff erfolgt jederzeit und von überall aus per Tablet. Der integrierte QR-Scan identifiziert Einzelteile innerhalb eines Auftrags oder einer Baugruppe. In der Produktion oder während der Montage auf der Baustelle lassen sich Bauteilzugehörigkeit und Einbausituation exakt darstellen.

Der integrierte 3D-Viewer zeigt die Möbelkonstruktionen detailgenau an und bietet eine Vielfalt an Funktionen wie Selektieren oder Freistellen von einzelnen Teilen oder Baugruppen. Die Chat-Funktion macht den Austausch von Informationen möglich und vor allem sicher: Kommt es zu Änderungen im Auftrags- bzw. Fertigungsprozess, ist die entsprechende Information schnell weitergegeben. Michael Binsch: „Ich sehe großes Potenzial in der Endmontage und bei der Montage auf der Baustelle. Der Monteur kann in der Visualisierung alle benötigten Informationen abrufen und zügig weiterarbeiten, ohne dass er in der AV anrufen muss. Zudem gehen wir davon aus, dass wir allein Druck- und Papierkosten in Höhe von 50% des Invests in iX Scout einsparen.“

ProductionManager: Durchblick serienmäßig

Julian Roob, Leiter der Arbeitsvorbereitung und Projektleiter bei Binsch, erklärt an einem konkreten Beispiel: „Wir mussten ein relativ großes Projekt mit vielen Bauteilen bewältigen. Die wurden teilweise außer Haus lackiert und als alle Teile wieder zurückkamen, entstand ein regelrechtes Chaos. Schränke waren zum Teil schon montiert, manche sogar schon geliefert, da haben wir dann den Überblick verloren, was bereits gefertigt, lackiert, endmontiert bzw. dann auch schon auf der Baustelle eingebaut wurde. Vom ProductionManager versprechen wir uns eine transparente Teilerückverfolgung. Also schlichtweg die Information: Sind die Teile gesägt, wo müssten sich Teile im Betrieb befinden, welche Stationen wurden passiert bis hin zu dem Punkt, wenn sie hier fertig als Schränke montiert sind und die Halle verlassen.“

Erster Testlauf für das Softwaredoppel

Binsch ist Pilotkunde für Homags ProductionManager. Schritt für Schritt wurden die Stationen definiert, an denen für jedes Bauteil eine Rückmeldung in die App erfolgt: Säge, Kante, CNC-Bearbeitung und Auslieferung bis hin zur Montage. Julian Roob: „Jedes Bauteil erhält einen Barcode, kombiniert aus Auftragsname und Bauteilnummer. Den kann man sowohl mit iX Scout als auch mit dem ProductionManager scannen. In iX Scout wird das gescannte Bauteil angezeigt, beim ProductionManager erfolgt eine Rückmeldung, dass das Bauteil eine Station passiert hat. Wir haben auch Transportwagen und sogar einzelne Fächer zugeordnet, die per Barcode wiedergeben, dass ein Wagen zum Beispiel vier Fächer hat und in welches Fach einsortiert wird. So können wir exakt rückverfolgen, wo ein Bauteil ist.“

Für den Test wurde bei Binsch ein kleines Möbel mit iX CAD konstruiert. Nach der Übergabe an iX Scout werden daraus die Daten für den ProductionManager generiert und der Testlauf gestartet. Vom Zuschnitt über die Säge, die Bekantung, CNC, die Ablage auf Transportwagen bis zum Zusammenbau kann das Team den Ablauf von A bis Z mitverfolgen. Erstes Fazit: „Die zwei Produkte ergänzen sich super“, so Benjamin Goldschmid. „Wir können mit iX Scout komplett den visuellen Teil der Produktion abdecken. Der ProductionManager liefert die Rückmeldung von den Maschinen. Die zwei Programme passen sehr gut zusammen. Im Vordergrund steht die papierlose Produktion. Ein wichtiger Vorteil der beiden Apps ist, dass immer alles komplett digital vorhanden und aktuell ist.“

Kooperation bringt Mehrwert

Binsch profitiert von der engen Kooperation zwischen Homag und Imos. Er arbeitet seit über 20 Jahren mit der Imos AG zusammen. „Wir haben schon lange gut funktionierende Schnittstellen für die Digitalisierung der Produktion“, sagt Jean-Marie Pattberg, Senior Sales Manager Software & Digital bei Homag. Uwe Wüster von Imos ergänzt: „Ziel ist immer ein funktionierender Datentransport. Einmal erstellte Daten sollen natürlich mehrfach verwendet und durch den gesamten Betrieb transportiert werden. Durch die lange Kooperation können Homag-Maschinen die mit Imos produzierten Daten reibungslos weiterverarbeiten.“

Jean-Marie Pattberg ist zufrieden mit dem Testlauf. „Man sieht hier einen Handwerksbetrieb, der sehr individuell produziert. Mit dem ProductionManager haben wir eine Lösung umgesetzt, die für Transparenz in der Werkstatt sorgt. Die Lösung, die wir liefern, ist aber nur so gut, wie die Daten, die wir bekommen. Das war der Grund, warum wir bereits am Anfang mit Imos die Schnittstelle zu unserer Lösung definiert haben. Heute bekommen wir für jeden Arbeitsplatz Explosionszeichnungen für die Montage und die Informationen für die CNC-Maschine. So kann der ProductionManager einen echten Mehrwert bieten.“ Uwe Wüster ergänzt: „Imos hat sich mit iX Scout auf die visuelle Darstellung und die Kommunikation konzentriert. Das ist unsere Kernkompetenz. In Richtung Fertigungssteuerung liefern wir sämtliche Daten, also Stücklisten, Bauteilinformationen, Bauteilnummern.“ (cn/Quelle: Imos AG)

Binsch GmbH, 73760 Ostfildern

www.binsch.de

Technologiepartner:

www.homag.com

www.Imos3d.com


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