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Lack- und Sachgeschichten

Adler erarbeitet sich Praxis-Know-how mit Lackier-Cobots
Lack- und Sachgeschichten

Kollaborative Roboter, genannt Cobots, werden heute für die unterschiedlichsten Prozesse eingesetzt: zur Bedienung von Maschinen, zum Kommissionieren von Teilen, zum Heben und Schweißen – und seit Neuestem auch zum Lackieren. Im anwendungstechnischen Kompetenzzentrum des österreichischen Lackherstellers Adler wurde der Einsatz eines Cobots als Lackierroboter getestet – mit vielversprechenden Ergebnissen.

Die meisten großen Fenster- und Türenhersteller setzen im Oberflächenbereich auf Lackierroboter. Doch nicht für jeden Anwendungsbereich ist die klassische Roboter-Technologie die erste Wahl: zu groß der Platzbedarf, zu hoch der Programmieraufwand, zu gering die Flexibilität. Hier könnten künftig „Lackier-Cobots“ ins Spiel kommen: Die kollaborativen Roboter ermöglichen ein barrierefreies Zusammenspiel von Mensch und Maschine, sind flexibel einsetzbar und einfach in der Bedienung. Matthias Stötzel, Leiter der Anwendungstechnik für Fenster und Holzbau bei Adler, erklärt: „Ein Cobot lässt sich unkompliziert für jeden beliebigen Bewegungsablauf programmieren. Die Programmierung ist bei Weitem nicht so aufwendig wie bei einem herkömmlichen Lackierroboter.“

Ergebnisse stets überzeugend

Dank des Bewegungsspielraums des Roboterarms können auch sehr komplexe Geometrien lackiert werden: „Bei unserem Feldversuch haben wir Stühle und Schaltschränke, Schubkarren und Gestelle lackiert – die Ergebnisse waren stets überzeugend“, so Stötzel. Durch die einfache Programmierung lohnt sich der Einsatz des Cobots besonders auch für Kleinstserien, die in hoher Qualität und Wiederholgenauigkeit lackiert werden können.

Viel Automatisierung auf wenig Platz

Ein weiterer Vorteil: der geringe Platzbedarf. „Für einen normalen Lackierroboter werden spezielle Schutzeinrichungen bzw. eine eigene Lackierkabine benötigt. Der Cobot kann dagegen in jeder beliebigen Umgebung eingesetzt werden, Mensch und Maschine arbeiten quasi Schulter an Schulter zusammen“, erklärt Stötzel. Für den Feldversuch in der Adler-Anwendungstechnik wurde ein Cobot mit einer Airmix-Pistole ausgerüstet und auf einen transportablen Aufsatz montiert. Über mehrere Monate wurde der Prototyp für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche getestet – und hat mit Bravour bestanden: „Die Frage, ob sich Cobots für den Einsatz in der Oberflächenbeschichtung eignen, können wir mit einem klaren Ja beantworten“, so Stötzel.

Wertvolle Erfahrungen gewonnen

Damit hat das Team wertvolle Erfahrung im Bereich der Lackier-Technologie gewonnen: „Mit Cobots bietet sich auch für kleinere Hersteller eine spannende Alternative, um Automatisierung mit geringem Aufwand und hoher Flexibilität umzusetzen. Ich freue mich, dass wir unsere Kunden nun auch auf diesem Gebiet mit unserem Praxis-Know-how unterstützen können.“

22 000 t Lack jährlich

Mit rund 670 Mitarbeitern ist Adler Österreichs führender Hersteller von Lacken, Farben und Holzschutzmitteln. 22 000 t Lack verlassen jährlich das Schwazer Werk und gehen an Kunden in mehr als 30 Ländern weltweit. Als eines der ersten Unternehmen seiner Branche ist Adler seit 2018 zu 100 % klimaneutral. Durch eine Vielzahl von Maßnahmen hat Adler seinen ökologischen Fußabdruck auf ein Minimum reduziert. Unvermeidbare Restemissionen kompensiert das Unternehmen durch anerkannte Klimaschutz-Zertifikate und trägt so zur Finanzierung neuer Klimaschutzprojekte bei. (cg/Quelle: Adler)

Adler-Werk Lackfabrik

6130 Schwaz, Österreich

www.adler-lacke.com

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