Staub, Feinstaub und andere Partikel. Gefahren für die Lunge – Risiken für Schreiner, Tischler und Fensterbauer - BM online
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Gefahren für die Lunge – Risiken für Schreiner, Tischler und Fensterbauer

Staub, Feinstaub und andere Partikel
Gefahren für die Lunge – Risiken für Schreiner, Tischler und Fensterbauer

In der Regel kommt die Lunge mit Staub und anderen kleinen Partikeln sehr gut klar. In Berufen jedoch, bei denen die Staubbelastung deutlich höher ist als in der natürlichen Lebensumgebung, droht eine Überlastung des selbstregulierenden Systems der Lunge. Krankheiten wie Asthma oder  COPD (chronic obstructive pulmonary disease) können die Folge sein.

Je feiner der Staub, desto gefährlicher wird es
Während größere Partikel in der Regel einfach abgehustet werden oder bereits vorher von den Schutzmechanismen der Schleimhäute und Filtersysteme der Nase abgefangen werden, dringt sogenannter Feinstaub tief in die Lunge ein und kann über die Lungenbläschen sogar ins Blut gelangen. Feinstaub ist zwar besonders beim Bau, Handwerk und in der Industrie ein Thema, aber längst nicht ausschließlich und daher auch schon länger im Gespräch.

Holzstaub  – Wichtig zu wissen
Holzstaub belastet die Lunge zwar nicht wie Asbest, Quarzstaub oder Aluminium, das heißt aber nicht, dass Holzstaub überhaupt keine Risiken aufweist. Je feiner Holz bearbeitet und geschliffen wird, desto feiner die in der Luft umherfliegenden Partikel, welche ohne entsprechende Lüfter, Luftreiniger und ggf. geeigneten Atemluftfilter in die Lungen gelangen und mit der Zeit zu einer Lungenerkrankung führen können. Besonders gefährlich wird es, wenn bereits beschichtetes oder lackiertes Holz geschliffen werden muss. Die für die Schutzschichten verantwortlichen Materialien enthalten oft für den Körper giftige Stoffe.

Berufsbedingtes Asthma als Folge von Holz- und Feinstaub
Asthma ist eine chronische verlaufende Erkrankung der Bronchien. Betroffene reagieren mit Luftnot, Husten, pfeifende Atmung und akuten Anfällen. Asthma wird in allergisches und nicht-allergisches Asthma eingeteilt, wobei die allergische Form überwiegt. Unter der nicht-allergischen Ausprägungsform fallen auch berufsbedingte Asthmaerkrankungen. Auslöser sind unter anderem Luftschadstoffe unter die auch Stäube aus der Holzverarbeitung fallen. In etwa 20-30% der nicht allergischen Asthma-Erkrankungen entstehen mit der Zeit Übergänge zu einer chronisch-obstruktiven Bronchitis (COPD).

Chronisch-obstruktive Bronchitis / COPD
Diese ernste Lungenerkrankung zeichnet sich dadurch aus, dass neben akuten Anfällen ein quasi ständiger Husten und Auswurf vorliegt. Neben einer chronischen Entzündung der Bronchien und Bronchiolen liegt auch eine meist fortschreitende Zerstörung von Teilen des Lungengewebes vor. Rauchen ist der größte Risikofaktor. Feinstaub und darin enthaltene anorganische Stoffe und Giftstoffe sind weitere, nicht zu unterschätzende Risikofaktoren.

Staublunge, Nasenkrebs, Silikose in der Holzverarbeitung
Auch wenn speziell diese Krankheiten teilweise im Zusammenhang mit den holzverarbeitenden Berufen genannt werden, spielen sie – wenn überhaupt – nur eine tertiäre Rolle. Staublunge und Silikose sind eher beim Baugewerbe ein Thema. Für die Entstehung von Nasenkrebs ist Holzstaub als Auslöser wissenschaftlich nicht mehr haltbar.

Schützende Maßnahmen für den Arbeitsplatz
Ziel ist ganz klar, die bei der berufsspezifischen Verarbeitung von Holz und anderen Materialien entstehende Staubmenge zu reduzieren. Primär sollten industriegerechte Absauganlagen und Lüfter zum Einsatz kommen. An zweiter Stelle steht eine regelmäßige Reinigung des Arbeitsplatzes durch Industriestaubsauger sowie leistungsfähige Luftreiniger, welche die Luft in Arbeitsräumen kontinuierlich von Staub, Feinstaub und weiteren Partikeln säubern. Hierfür sollten sich Werkstätten an professionelle Händler wie Luftreinigerdepot.de wenden, um auch wirklich ein geeignetes Gerät zu bekommen. Und nicht zuletzt bietet sich während der Arbeit der Einsatz von leistungsfähigen Atemschutzmasken an. (Alexander Marinescu, freier Journalist)

 

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