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Geppert Konzept: Kopf an und einfach machen

Geppert Konzept: Kopf an und einfach machen
Mit Tempo voran

In fünf Jahren vom Garagenschreiner zum erfolgreichen Kompletteinrichter mit Visionen: Möglich wird’s mit einem „Macher“ als Chef, einem gewerkeübergreifenden Konzept, starken Partnern und einem dynamischen Team.

BM-Redakteur, Lukas Petersen

Viel Mut, eine gesunde Portion Selbstbewusstsein und vor allem Tatendrang, der ihn stetig antreibt: So tickt Christian Geppert, 40-jähriger Gründer, Geschäftsführer und Inhaber von Geppert Konzept. Bei meinem Vor-Ort-Besuch habe ich diesmal nicht nur Kamera, Smartphone, Papier und Stift im Gepäck, sondern auch das BM-TV-Filmteam. Wir sind im bayerischen Rain am Lech, um den emsigen Schreiner samt Team kennenzulernen und tiefe Einblicke in die Ausnahmeschreinerei zu bekommen. Bereits als wir auf den Hof fahren, fällt uns auf, dass Design hier eine große Rolle spielt. Das ganze Areal (Ausstellung, Planungsbüros und Werkstätten) wirken wie aus einer Feder und in sich stimmig. Und dafür gibt es einen Grund: Hier wird ganzheitlich gedacht.

„Wir sind Kompletteinrichter und nehmen schon die Planung von der Pike auf in die Hand. Wir steuern alle Gewerke und fertigen fast alles selbst, sogar Polstermöbel“, erklärt mir Christian Geppert direkt. So verbergen sich hinter Geppert Konzept neben einer top ausgestatteten Schreinerei noch ein Planungsbereich sowie eine Loungery (Raumausstatterfirma).

Visionen sollen Kundenträume werden

Um durchgängiges Design konsequent übergreifend anzugehen, braucht es Kunden, die einem vertrauen und die zum Konzept passen. Dafür hat der Kompletteinrichter sein eigenes System. Potenzielle Kunden müssen einen Fragebogen ausfüllen. So wird vorab sichergestellt, ob der Kunde zu Geppert passt. Für den Inhaber ist das mittlerweile ganz einfach: „Wenn die Kundschaft nicht zu unseren Ideen und Vorstellungen passt, verlieren wir am Ende bares Geld“, so der Inhaber. Mit dem Leitspruch „we make it real“ ist es das Ziel des jungen über 20-köpfigen Teams, die eigenen Visionen in Kundenträume zu verwandeln.

Steile Karriere, erfolgreicher Zwischenstand

Gehen wir einen kleinen Schritt zurück und schauen auf die Geschichte von Geppert Konzept und den Chef. Denn da steckt ein wirklich beeindruckendes Tempo dahinter!

Nicht lange nachdem Christian Geppert den staatlich geprüften Holztechniker in der Tasche hatte, begann für ihn eine steile, zwölfjährige Karriere im Vertrieb des Beschlagsspezialisten Hettich. Talent, Gespür und gute Coachings brachten ihn hier schnell sehr weit. Das Besondere: Nebenbei baute er eine „Garagenschreinerei“ auf, die nur mit Unterstützung von Teilzeitkräften einen Jahresumsatz von knapp 360 000 Euro erwirtschaftete. Hauptgrund für die Teilselbstständigkeit war zunächst die Möglichkeit, die eigenen Hettich-Produkte zu testen, um immer auf Augenhöhe mit den Schreinern zu sein, die damals noch seine Kunden waren. Doch immer mehr verliebte sich der Vertriebsprofi in den Gedanken, sein eigenes Ding zu machen: Die kleine Schreinerei als Teil eines großen Ganzen in neue Sphären zu bringen und seine Visionen als Kompletteinrichter und Chef zu leben und zu teilen. Heute erkennt jeder neue Mitarbeiter sehr schnell, welche feinen Details den Chef strahlen lassen. Trotzdem hat jeder Spielraum, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen – sei es in der Planung oder auch bei privaten Feierabendprojekten. Man bekommt sogar Provision, wenn man einen Auftrag ins Haus bringt.

2017, nach vier Wochen Elternzeit, machte Geppert dann Nägel mit Köpfen und widmete sich zu 100 % seiner Schreinerei. In den zurückliegenden knapp fünf Jahren hat sich das Unternehmen zu einem leistungsstarken Kompletteinrichter entwickelt. Tendenz stark steigend. Wer also Interesse hat, mit ins Geppert-Team einzusteigen, darf sich gerne melden.

Starkes Wachstum braucht starke Partner

Um sich in so kurzer Zeit so enorm zu vergrößern, braucht es von Beginn an starke Partner. Deswegen hat Christian Geppert von Anfang an auf einen externen Berater gesetzt, der das Bindeglied zwischen Bank und dem Geschäftsführer bildet. Auch beim Marketing setzt er auf starke Coaches, die ihn stetig begleiten. „Wie viel ein Trainer aus dir rausholen kann, durfte ich bereits in meiner Zeit bei Hettich erfolgreich erfahren. Sich Unterstützung zu holen, kann ich auch Kollegen wirklich nur empfehlen“, erzählt er mir.

Als Management-Software nutzt die Firma u. a. Trello. Alle Aufträge inklusive sämtlicher Infos sind hier angelegt und jeder Mitarbeiter hat von überall darauf Zugriff.

In der Planung wird auf Palette CAD gesetzt. Für Geppert liegen die Stärken des Programms neben der Visualisierung vor allem in den einfachen und gewerkeübergreifenden Planungsmöglichkeiten. Außerdem haben die Softwarespezialisten aus Esslingen eine direkte CAM-Schnittstelle programmiert, um die erstellten CAD-Daten intelligent an die CNC-Bearbeitungszentren zu übergeben.

Clevere Werkstatt, durchgängiger Prozess

Jetzt kommen wir zum größten Technologiepartner der Schreinerei: In der gesamten Werkstatt ist es blau. Geppert steht ganz offen dazu, dass er ein Fan der Felder Group ist. Außerdem investiert er gerne und stetig in neueste Technik, um immer hohe Qualität zu liefern und produktiv zu arbeiten. Highlights sind hier die Nestingmaschine Format 4 Profit H80, die direkt aus der CAD-Planung angesteuert wird. Lediglich die Verschachtelung wird noch am Terminal mit der Software F4-Nest von Felder ausgeführt. Danach geht es mit passendem Etikette entweder direkt an die neue Kantenanleimmaschine Tempora F800 oder für die Zweitbearbeitung ans 5-Achs-Bearbeitungszentrum Format 4 Profit H350.

Um zu unterstreichen, wie aktuell die Technik im Hause ist und wie groß das Thema Sicherheit geschrieben wird, steht in der zweiten Produktionshalle – hier wird nur Massivholz verarbeitet – die neue Formatkreissäge Kappa 550 mit PCS-System (Preventive Contact Systems).

Mit Stil auffallen ist Konzept

Egal ob Eingangsbereich, Planungsbüro im top ausgestatteten Bürocontainer oder ausgefallener Showroom im 1. Stock, der mit vielen großen asymmetrischen Fenstern Einblicke in den Bank- und Maschinenraum der Schreinerei verschafft: Hier gibt es nichts von der Stange und alles soll mit Stil auffallen. Das merkt man auch an unkonventionellen Marketingmaßnahmen sowie auf Social Media. Beispielsweise tummeln sich direkt vor dem Firmengebäude mehrere E-Smarts, die als fahrende Werbung dienen und von den Mitarbeitern für einen schmalen Taler genutzt werden können.

Auf den Social-Media-Accounts ist immer was los. Der Chef persönlich nimmt hier die Community mit, zeigt direkte Einblicke in Fertigung und Montage und präsentiert potenziellen Kunden fertig eingebaute Visionen – natürlich „made by Geppert Konzept“.

Zukunft heißt hier Wachstum

Für den Chef ist klar, dass die Zukunft der Firma weiteres Wachstum bedeutet. Und auch wenn die aktuelle Lage der Welt alles andere als vorhersehbar und planbar ist, hat Christian Geppert eine genaue Vorstellung davon, wie er die Firma inklusive Mitarbeiter in Zukunft voranbringen will.

Mein Eindruck ist durchweg positiv: Trotz temporeichem Wachstum behält der Chef hier alles im Blick und lässt seiner Crew genügend Freiheit zum Manövrieren.

Geppert Konzept

Geppert Schreinerei GmbH

www.geppert-konzept.de

www.felder-group.com

www.palettecad.com


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