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Weichen neu gestellt

Schuster Hoteleinrichtungen: Alles, nur kein Mainstream
Weichen neu gestellt

„In Schlüsselpositionen musst Du Leute einstellen, die besser sind als Du!“ Nicht nur dieses Statement zeigt, wie Michael Schuster tickt. Einst ausschließlich im – arbeitet er inzwischen fast nur noch an seinem Unternehmen. Und das zählt zu den ersten Adressen, wenn es um Hoteleinrichtungen und mehr geht.

BM-Chefredakteur Christian Närdemann

Schon von der Autobahn aus ist das neue Objektforum von Schuster nicht zu übersehen. Bei meiner Anreise scheint die Sonne und besonders mit der Bergkulisse im Hintergrund ist das ein sehr beeindruckendes Bild. Und um es gleich vorweg zu nehmen: An diesem Tag wird mich noch einiges beeindrucken, ganz besonders auch Inhaber Michael Schuster – ein Chef, der sich selber und sein Unternehmen neu auf Kurs gebracht hat, ohne dabei seine Wurzeln zu vergessen.

Die Schuster Hoteleinrichtungen GmbH zählt zu den allerersten Adressen, wenn es um die hochwertige Einrichtung für Hotels, Residenzen, Serviced Apartments und mehr geht. Als Vollausstatter bildet Schuster die gesamte Einrichtungspalette rund um den sogenannten Hospitality-Bereich ab.

Das 1923 gegründete Unternehmen beschäftigt aktuell 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Am neuen (seit Dezember 2021) Firmensitz – dem Objektforum – sind unter einem Dach Showroom, Fertigung und Verwaltung untergebracht. Auf drei Ebenen findet man dort alles, was eine umfassende Hotel- und Residenz-Vollausstattung ausmacht: zahlreiche Musterzimmer, beeindruckende Raumstimmungs-Simulationen sowie umfangreiche Polstermöbel- und Materialpräsentationen.

„Die Firma muss ohne mich funktionieren“

Michael Schuster (50) empfängt mich herzlich, erzählt stolz von seinen Wurzeln: Schreinerlehre im elterlichen Betrieb, dann den Meister und den Holztechniker gemacht – parallel zum strammen Tagesgeschäft. Seit 34 Jahren ist er inzwischen im Business. Gemeinsam mit seinem Bruder Rudi (der 2021 verstarb) übernahm er im Jahr 2000 in dritter Generation das Unternehmen vom Vater Rudi Schuster.

Michael Schuster brennt für sein Unternehmen. „Bis vor zwei Jahren“, erzählt er mir, „habe ich jeden Auftrag selber akquiriert, jedes Angebot selber erstellt. Ich habe einfach alles gemacht, bis hin zum Aussuchen der Teppiche.“ Und weiter: „1000 km am Tag waren früher normal. 150 Hotelprojekte im Jahr erfordern vollen Einsatz. Aber ich bin in diesen Aufgaben aufgegangen.“

Doch inzwischen hat er längst für sich erkannt, dass sein Fokus darauf gerichtet sein muss, größtenteils am und nicht im Unternehmen zu arbeiten. Klare Ansage: „In einem Jahr muss die Firma ohne mich funktionieren.“ Dafür tut und unternimmt er sehr viel. Sein Motto: „In Schlüsselpositionen musst Du Leute einstellen, die besser sind als Du!“ Dieses Ziel verfolgt er sehr konsequent und berichtet: „Früher habe ich quasi zu 99 % im Unternehmen gearbeitet und war kaum strategisch unterwegs. Das hat sich inzwischen gedreht und ich arbeite bereits zu deutlich mehr als 90 % am Unternehmen.“

Mitarbeiterpotenzial erkennen und fördern

Der Schlüssel dazu liegt aus seiner Sicht in der konsequenten Entwicklung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einem Spitzenteam. Basis dafür war u. a. eine Potenzialanalyse aller Kolleginnen und Kollegen. Diese übernahmen danach teilweise komplett andere Aufgaben, die ihren individuellen Fähigkeiten und Neigungen deutlich mehr entsprechen als ihr vorheriger Job. Hinzu kommen gezielte Schulungen und Weiterbildungen, Mitarbeitergespräche und auch ein Umfeld, in dem man sich wohlfühlt und gerne arbeitet. Beispiel dafür ist ein Fitnessraum, in dem eine Rückenschule, Yoga oder Pilates angeboten werden. Auch gesunde Ernährung liegt dem Chef und leidenschaftlichen Radfahrer sehr am Herzen. Auf eines legt Michael Schuster, in dessen Unternehmen alle Kolleginnen und Kollegen per Du sind, aber ganz, ganz besonders großen Wert: „Respekt und Anstand bestimmen unseren Umgang miteinander – vom Azubi bis zu mir als Chef und vollkommen egal, wie stressig eine Situation auch immer sein mag.“

Überzeugter, leidenschaftlicher Netzwerker

Schuster ist ein echter Netzwerker und Mitglied bei den Creativen Partnern – der führenden Verbundgruppe für Fachbetriebe des Holzhandwerks. Auch das Netzwerken mit Kunden wird großgeschrieben: Alle acht Wochen lädt das Unternehmen zu einem Hotelforum mit ca. 50 Teilnehmern ein. Konzept: Hochkarätige Speaker referieren zu allen unternehmerischen Themen, die für Hoteliers relevant sind.

Zudem ist er Mitglied im Netzwerk 4P Group. „Als Unternehmer habe ich Verantwortung meinen Mitarbeitern und der Gesellschaft gegenüber. In dem Netzwerk setzen wir uns mit der Frage auseinander, was wir als Unternehmen der Gesellschaft zurückgeben können.“

Schuster ist also quasi Außenminister und Botschafter seines Unternehmens in Personalunion. „Nur durch ein bärenstarkes Team, das verantwortlich und selbstständig das Tagesgeschäft beherrscht, ist das möglich. Genau das habe ich. Bei uns treffen junge, innovative Geister auf Erfahrung und Netzwerk. Diese Kombi macht uns außergewöhnlich.“

Fertigung: Hightech trifft Ergonomie

Außergewöhnlich ist auch die neu konzipierte und ausgestattete Fertigung. Dazu wurde ein internes, 8-köpfiges Planungsteam gebildet. Für die Kolleginnen und Kollegen war das eine sehr verantwortungsvolle Herausforderung und auch echtes Neuland. Mit viel Motivation und Teamgeist kam am Ende ein Fertigungskonzept auf Championsleague-Niveau heraus. Unterstützt wurden sie von der Unternehmensberatung Lignum Consulting.

Ich bin beeindruckt, wie perfekt Layout, Fertigungspower, Materialfluss und Ergonomie hier zueinander passen. Modernste Software- und Maschinentechnik von Imos, Homag, Ima Schelling und Barbaric trifft auf vorbildlich gestaltete Arbeitsplätze und Transport- bzw. Fördermittel aus dem Hause Reinhold Beck Maschinenbau GmbH. Neben verschiedenen Hubtischmodellen sind das z. B. hochbelastbare Rollenbahnen oder auch Auf- und Abstapelgeräte des Typs Multi LQ. Deren berührungslose, ultraschallgesteuerte Elektronik registriert ein Auf- oder Abstapeln und gleicht den entstandenen Unterschied aus, sodass das Niveau der Stapeloberfläche konstant bleibt.

Videotipp zum Beitrag: Reinhold Beck Maschinenbau GmbH zu Gast bei Schuster Hoteleinrichtungen

Viel geschafft und noch viel vor

Michael Schuster möchte in fünf Jahren den Umsatz verdoppeln und zu den Top Zwei in Deutschland gehören. Ein wichtige Rolle spielen dabei neue Technologien im Zusammenspiel mit konsequenter Digitalisierung. Ganz konkret stehen in diesem Zusammenhang sowohl die papierlose Arbeitsvorbereitung als auch Produktion auf der Agenda des innovativen Hoteleinrichters.

Schuster Hoteleinrichtungen GmbH

83233 Bernau am Chiemsee

www.schuster-hoteleinrichtungen.de

Technologiepartner:

www.barbaric.at

www.beck-maschinenbau.com

www.homag.com

www.imaschelling.com

www.imos3d.com

www.lignum-consulting.com




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