»Brücke zur Normalität«
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BM-Interview mit Miriam Marcks und Christian Pfeiffer vom Ligna-Team

BM-Interview mit Miriam Marcks und Christian Pfeiffer vom Ligna-Team
»Brücke zur Normalität«

Das Ligna.Innovation Network (Ligna.In) macht als neues digitales Format für die internationale holzbe- und verarbeitende Industrie neugierig. Miriam Marcks und Christian Pfeiffer vom Ligna-Team beantworten im BM-Interview die wichtigsten Fragen und geben einen Ausblick auf die Entwicklung der Weltleitmesse.

Christian Richard Gülde

BM: Frau Marcks, Herr Pfeiffer, das neue Format Ligna.In wird vom 27. bis 29. September als reine Digitalveranstaltung durchgeführt – welche Prioritäten haben Sie gesetzt?

Miriam Marcks: Es geht uns vorrangig darum, dass unsere Teilnehmer als Aussteller ihre Innovationen präsentieren können und auf interessierte Teilnehmer treffen und die Teilnehmer sowohl mit den Ausstellern als auch untereinander miteinander ins Gespräch kommen können. Dafür haben wir den großen Networking-Bereich gebildet, wo alle Teilnehmer, sowohl Aussteller als auch Fachbesucher, sich mit ihrem Profil registrieren können – das geht ganz einfach, weil es wie bei den Business Social Networks funktioniert, die eigentlich jedem inzwischen bekannt sind.

BM: Eine Messe lebt davon, dass Menschen sich begegnen, nicht zuletzt auch zufällig – welche Voraussetzungen lassen sich dafür in einem
digitalen Format schaffen?

Miriam Marcks: Wir versuchen, den Kontakt der Teilnehmer auch untereinander zu unterstützen. Im Bereich der Expo ist es so, dass Aussteller sich mit ihrem gewohnten Profil präsentieren und gleichzeitig ihre Produkte und Lösungen über das Aussteller-Streaming vorstellen können. Hier haben wir vielfältige Möglichkeiten geschaffen, wie Aussteller mit ihren Teilnehmern in Kontakt treten können, beispielsweise über Q&A oder darüber, dass sie sich mit einem digitalen Ansprechpartner präsentieren. Unser Konferenz-Programm rundet das Ganze ab. Hier werden wir verschiedene Bereiche zu unseren drei Fokusthemen präsentieren. Und auch hier gibt es die Möglichkeit, dass die Teilnehmer an dem Konferenz-Programm über das Q&A-Programm miteinander in Kontakt treten, Fragen beantwortet bekommen und so auch miteinander interagieren können.

BM: Stichwort Fokusthemen, welche Relevanz haben sie für das Schreinerhandwerk?

Christian Pfeiffer: Ich glaube, grundsätzlich sind in diesem Jahr alle Fokusthemen für Tischler, Schreiner und Zimmerer sehr interessant. Ein Thema, das sehr stark auf die Zielgruppe einzahlt, sind die Fertigungsprozesse im Holzbau – ein ganz großes Thema insbesondere im Hinblick auf die Dekarbonisierung im Bau. Und natürlich hat das auch Einfluss auf all das, was im Haus passiert, wo der Tischler und der Schreiner dann wieder zum Zuge kommen. Insbesondere für die Tischler und Schreiner ist natürlich auch der tiefe Einblick in die Maschinentechnologien extrem spannend. Wir haben schon mit einigen Ausstellern so eine Art Preview gemacht, um zu schauen, was passiert denn da genau? Was haben die vor in diesem digitalen Format? Das ist ja ganz neu, wie stellen die sich dann auf? Und das, was dann vor allem zu einem weiteren Fokusthema passieren wird, zur Transformation in der Holzbearbeitung – Automatisierung, neue Prozesse, Technologien, Vernetzung, Robotik – liefert ganz neue, tiefe Einblicke. Einblicke, die man auf einer regulären Messe vielleicht nicht bekommen kann, einfach, weil man digital ganz nah rangehen kann an all das, was da passiert. Und ich glaube, so entsteht dann auch ein sehr gutes Erlebnis in diesem neuen Format.

BM: Wie reagieren denn auf das digitale Messekonzept Unternehmen, die nicht alle Möglichkeiten haben, digitale Formate mit entsprechend aufbereitetem Content zu füllen?

Christian Pfeiffer: Da wir komplett neue Bedingungen hatten und diese neue Antworten erfordern, entwickeln wir diese Antworten gerade gemeinsam – mit dem Verband, mit der Branche, mit der Besucherzielgruppe, um einfach neue Möglichkeiten auszutesten und diese Antwort auf die neuen Bedingungen gemeinsam zu geben. Deswegen haben wir uns sehr breit aufgestellt mit unserem Konzept, unseren Angeboten. Und das kommt bisher sehr gut an in dieser hohen Varianz.

Miriam Marcks: Wir haben diverse Pakete zusammengestellt. Das fängt an mit einem kleinen digitalen Auftritt ohne große technische Hürden. Unsere Aussteller können beispielsweise mit einer Handykamera selber ihre Inhalte aufzeichnen und bei uns auf die Seite streamen. Auch so kann man mit einfachsten Mitteln ganz tolle Ergebnisse erzielen.

BM: Materialmangel und Preissteigerungen bestimmen zunehmend den Handwerkeralltag, auch die Ligna.In?

Christian Pfeiffer: Die aktuelle Situation treibt die Branche natürlich sehr stark um. Und nicht nur die Branche, sondern natürlich auch diejenigen, die durch die Branche versorgt werden – mit Material, mit Dienstleistungen etc. Wir werden dazu auf der Ligna.In sicherlich Forenbeiträge haben. Wie dem beizukommen ist, wie damit umgegangen wird, insbesondere auch auf Seite der Sägewerke, die bei uns natürlich immer eine große und wichtige Rolle spielen. Ich denke, es wird einige neue Einblicke, vielleicht auch eine Vorausschau geben, was in den nächsten Jahren passieren wird.

BM: Die Zukunft wird auch für die Ligna spannend, was bleibt, was kommt?

Christian Pfeiffer: Wir denken, dass das aktuelle Ligna.Innovation Network angesichts der Pandemielage ein sehr guter Brückenkopf zu unserer Präsenzveranstaltung 2023 und damit zurück zur Normalität ist. Wir sind uns, glaube ich, alle einig, dass wir auf echte Messen nicht verzichten wollen.

Miriam Marcks: Aber auch die jetzt entwickelten digitalen Konzepte werden uns weiter begleiten, weil sie eine wertvolle Erweiterung der Möglichkeiten sind, die eine Messe bietet.

Die Fragen stellte Christian Richard Gülde.

www.ligna.de


Das BM-Interview mit noch mehr Hintergrundinformationen finden Sie hier:


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