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Praxisnahe Lösungen für Montageprofis

Tremco CPG Europe: Die drei häufigsten Fragen zur Fenstermontage kompetent beantwortet
Praxisnahe Lösungen für Montageprofis

Sie verbringen den ganzen Tag auf der Baustelle und schlagen sich mit den immer gleichen Problemen in der Fenstermontage herum? Fragen Sie sich manchmal, welche Fragen Kollegen aus anderen Betrieben beschäftigen? Dann lesen Sie hier weiter – wir sprechen mit einem der „dienstältesten“ Support-Teams von CPG Europe in Sachen Bauanschluss, das täglich die anspruchsvollsten Anschlussdetails für Montageprofis löst.

Der Auftraggeber erwartet vom Fensterbauer und -monteur eine einwandfreie Ausführung – fachgerecht und schnell. Für die aber muss man die Details aus dem Effeff beherrschen. Dabei wird die Montage von Fensterelementen immer anspruchsvoller: Die Elemente werden größer und schwerer, die Wandaufbauten komplexer und die Anforderungen durch Bauherren und architektonische Besonderheiten höher. Genau hier setzt das „Planungsteam Bauanschluss“ von CPG Europe an. Es liefert Lösungen für knifflige Bauanschlussdetails rund ums Fenster nach dem aktuellen Stand der Vorschriften und der Technik. In der Regel genügt ein Anruf bei der Hotline, eine Anfrage per E-Mail oder ein Video-Chat. Bei komplizierteren Anschlüssen wollen die Experten auch persönlich sehen, was Sache ist, um die perfekte Lösung zu finden.

Problemlösung Schallschutz

Bei so vielen täglichen Rückmeldungen ist es für das Planungsteam klar, welches Thema im Moment am meisten Kopfzerbrechen bereitet: der Schallschutz. Da sich der Schallschutz einer Außenwand immer aus den Werten für Wand und Fenster – plus Anschlussfuge – zusammensetzt, ist die Montage ohnehin anspruchsvoll. Gleichzeitig sind die Anforderungen insbesondere im Wohnungsbau stark gestiegen, sowohl von gesetzlicher Seite als auch von den künftigen Bewohnern. „In der neuen DIN 4109 wird der geforderte Schallschutz jetzt dB-genau definiert“, sagt der Leiter des Planungsteams, Andreas Zimmermann. „Bislang waren die Schallschutzklassen in 5-dB-Schritten gestaffelt.“

Daher ist die zentrale Frage der Anrufer immer wieder: Wie baue ich das Fenster so ein, dass dieser genaue Wert (R‘w) erreicht wird? „Entscheidend für den Schallschutz ist zunächst die Lage der Fenster“, erläutert Zimmermann. „Wenn sie in der Mauerwerkslaibung liegen, ist die Schalldämmung einfacher herzustellen, als wenn sie z. B. vor dem Baukörper in der Dämmebene sitzen.“ Einen wesentlichen Einfluss darauf, dass das Fenster den Schallschutz liefert, der bestellt wurde, hat die Anschlussfuge zur Laibung. „Der Schallschutzwert der Fuge (Rsw) sollte grundsätzlich um 10 dB höher liegen als der Schallschutzwert des Fensters selbst“, so Zimmermann. „Die Laibungen reflektieren den Schall vierfach und in den Ecken sogar 16-fach. Das muss die Anschlussfuge auffangen.“

Und wie, fragt nun der Monteur, setzt man das auf der Baustelle um – am besten mit gängigen Produkten und ohne großen Vorbereitungsaufwand? „Für die fixe Montage in geraden Laibungen bietet sich ein Multifunktionsband an“, sagt Zimmermann. „Je stärker es komprimiert wird, desto mehr Masse pro cm3 hat es und desto besser ist der Schallschutz.“ Eine komfortable Lösung kann das Planungsteam empfehlen: das Illbruck-i3-Power-Paket Schallschutz. Es ist eins von neun i3-Power-Paketen, die je nach Anwendung punktgenau aus Komponenten des bewährten i3-Fenster-Abdichtungssystems geschnürt werden. Das Schallschutzpaket besteht aus dem Multifunktionsband Illbruck TP652 illmod trioplex+ und dem Dichtstoff illbruck SP525 Hochbaufugendichtstoff für die Innenseite. In dieser Kombination erfüllt es mit nur zwei Produkten flexibel die Anforderungen aus der neuen DIN 4109; Fuge und Fenster erreichen zusammen hohe 49 dB Schallschutz.

Ein großer Teil der Anfragen betrifft Sanierungen. Wenn mit vorhandenen Laibungen gearbeitet werden muss, sind die Bauanschlüsse häufig komplizierter als im Neubau. So wissen die meisten Verarbeiter, dass sie Abdichtungsfolien einsetzen können, wenn ein Multifunktionsband nicht zur Fugengeometrie passt. Aber wo kommt die für den Schallschutz notwendige Masse her? „Ganz einfach“, sagt Andreas Zimmermann. „Für den inneren Anschluss wird eine schwere Folie, z. B. Illbruck ME410 Fenster-Butylband eingesetzt. Das sorgt für Masse und Luftdichtheit zugleich.“ Wer nicht sicher ist, wie der Anschluss am geschicktesten ausgebildet wird, lässt seine Details vom Planungsteam überprüfen.

Problemlösung: Absturzsicherung

Im Gegensatz zu traditionellen Konstruktionen liegt das Fenster bei modernen Wandaufbauten nicht in der Laibung, sondern in der Dämmebene. Nur so ergibt sich eine umlaufend luftdichte Gebäudehülle. Für die Montage sind stabile Zargensysteme auf dem Markt. Auch wenn es diese Technik schon seit einigen Jahren gibt, drehen sich viele Fragen an das Planungsteam Bauanschluss um die sichere Befestigung. Immerhin müssen über die Verschraubungen alle auf das Bauelement einwirkenden Kräfte zuverlässig in den Baukörper eingeleitet werden.

Eine Herausforderung stellt die Absturzsicherung bei bodentiefen Fenstern bzw. Fenstertüren dar, denn hier muss das Fenster zusätzliche Anpralllasten auffangen – und das nicht zu knapp: Für Räume mit „geringen Menschenansammlungen“, z. B. Privathäuser, ist eine Last von 0,5 kN definiert, für Räume mit „größeren Menschenansammlungen“, etwa Schulen oder Stadien, das Doppelte. Diese Anforderungen stehen in der ETB-Richtlinie „Bauteile die gegen Absturz sichern“ bzw. in der DIN 18008-4.

Eine einfache Lösung für diese anspruchsvolle Befestigung ist eine schlichte Ankerlasche – vorausgesetzt, sie ist Teil eines geprüften Befestigungssystems, z. B. im Illbruck Power-Paket Absturzsicherung. Das entspricht außerdem den Anforderungen aus dem Leitfaden zur Montage, Kapitel 5. Das Planungsteam Bauanschluss liefert sämtliche Daten und Berechnungen für den konkreten Einbaufall und gibt diese mit den Prüfungsnachweisen an den Prüfstatiker weiter.

Problemlösung Einbruchschutz

Im Einbruchschutz werden als übliche Anforderungen RC2 oder RC2N definiert, immer häufiger auch RC3. Doch wie beim Schallschutz macht das einbruchhemmende Fenster allein nicht den ganzen Einbruchschutz aus, der Anschluss ans Mauerwerk ist auch hier wesentlich.

„Wie kann ich die Widerstandsklasse, die in der Ausschreibung gefordert wird, auch zweifelsfrei herstellen?“, wird das Planungsteam Bauanschluss immer wieder gefragt. Im Neubau kein Problem. Anders bei Sanierungen: „Lassen Sie sich nur dann auf eine Widerstandsklasse nach DIN EN 1627 bis DIN EN 1630 ein, wenn eindeutig feststeht, dass das Fenster auch so am Mauerwerk befestigt werden kann“, rät Andreas Zimmermann. Wenn Zweifel bestehen, empfiehlt er, im Angebot lediglich „erhöhten Einbruchwiderstand“ anzugeben und festzuhalten, dass der mögliche Widerstand erst nach Begutachtung des Mauerwerks festgelegt werden kann.

Ist das Mauerwerk gut genug, kommt es auf die Verbindung von Fensterrahmen und Laibung an. Um die geforderte Widerstandsklasse zu erreichen, ist die druckfeste Hinterklotzung des Fensterrahmenprofils wesentlich, im Neubau ebenso wie in der Sanierung.

Für beide Situationen bietet Illbruck ein Power-Paket: das i3-Illbruck-Power-Paket Einbruchschutz, mit dem einbruchhemmende Fenster bis zu RC3 eingebaut werden können. Dazu enthält das Paket den Illbruck SP351 Fenstermontage-Kleber – eine Eigenentwicklung des Herstellers – und auch hier das Multifunktionsband Illbruck TP652 Illmod Trioplex+. Für die kraftschlüssige Verbindung zum Baukörper bzw. zur Zarge wird das Band an den definierten Befestigungsstellen dreieckig ausgeschnitten und der Kleber einfach eingespritzt. Nach dem Aushärten bietet dieser „Spritzklotz“ einen geprüften Einbruchschutz bis RC3. Ganz wichtig: Der Schallschutz durch das Multifunktionsband bleibt erhalten. (sk)

Tremco CPG Europe Germany GmbH

51149 Köln

www.CPG-europe.com


Praxistipp: Schallschutz.

Bänder ohne Dichtstoff

Wenn Multifunktionsbänder alleine (also z. B. ohne unterstützenden Dichtstoff) eingesetzt werden, unbedingt auf den passenden Komprimierungsgrad achten. Mit weniger Komprimierung verändert sich der Schalldämmwert stark. Der richtige Komprimierungsgrad für das gewählte Band steht im Prüfzeugnis.


Praxistipp: Absturzsicherung

Schraubenauswahl

Immer Schrauben nach Prüfzeugnis der Absturzsicherungs-Lasche verwenden (Typ, Anzahl etc.). Nur so entspricht die Kraftübertragung der geprüften Statik. Niemals nur eine Schraube einsetzen, immer zwei. Außerdem: Die richtige Einschraubtiefe und Abstände zur Außenkante beachten. All diese Details finden sich auch im technischen Datenblatt.


Praxistipp: Einbruchschutz

Hinterklotzung

Der Spritzklotz aus Illbruck SP351 Fenstermontagekleber hilft auch bei der Montage in leichtem Mauerwerk. Er unterstützt die kraftschlüssige Verschraubung und verhindert, dass sich die Verschraubung bei thermischen Längenänderungen lockert.

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