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Selbstbewußt in die Offensive

Fünf Thesen zum Holzfenster der Zukunft
Selbstbewußt in die Offensive

Selbstbewußt in die Offensive
Hans-Peter Kowalski, Vorsitzender Gütegemeinschaft Holzfenster und Holztüren e.V. und Geschäftsführer der Kowa Holzbearbeitung GmbH
Mit fünf Thesen zum Holzfenster der Zukunft hat Hans-Peter Kowalski, Vorsitzender der GütegemeinschaftHolzfenster und Holztüren e.V., vor allem eines im Auge: Die Stärkung der in der Holzfensterbranche gegenwärtigen Aufbruchstimmung durch eindeutige Signale und Aktivitäten.

Verschiedene Einrichtungen, wie die „Initiative pro Holzfenster“, die mit Unterstützung des Holzabsatzfonds die Werbung für das Holzfenster verstärkt haben, oder das Rosenheimer Projekt „Das Holzfenster der Zukunft“ signalisieren, dass dieHolzfensterhersteller nicht weiter reagieren, sondern aktiv ihre Rolle auf dem Markt mitbestimmen wollen. Eine Standortbestimmung mit Blick nach vorne kann gerade auch im Vorfeld der Fachmesse fensterbau/frontale ein wichtiges Signalauf diesem Weg sein.
1. Trotz massiver Schwierigkeiten und Rückgänge des Fenstermarktes kann die Holzfensterbranche selbstbewusst und qualitätsbewusst auf diese Herausforderung reagieren.
Seit 1995 ist ein massiver Rückgang des Fenster-marktes zu verzeichnen. Für das Holzfenster verschärft sich die Marktsituation noch einmal dadurch, dass das Holzfenster in diesem Zeitraum stetig an Marktanteilen verloren hat. Seit 1995 ist der Markt aufgrund viel zu hoher Kapazitäten von 9000 auf heute nur noch 6000 Unternehmen zurückgegangen, und dieser Prozess ist nochnicht zu Ende. Doch die leistungsstarken Unternehmen der Branche, die ein Konzept zum Überleben entwickelt haben, sind für diesen massiven Strukturwandel gerüstet. Mit Innovationen, hochwertigen Produkten und einer ständigen Fortentwicklung der Qualitätsan-forderungen haben sie das Holzfenster zu einem im Fensterbau unschlagbaren Bauteil fortentwickelt. Das „gute Holzfenster“ ist die Antwort unserer Branche auf die schwierige Marktsituation.
2. Das gute Holzfenster erfüllt höchste Anforderungen in Konstruktion, Material und Oberfläche und wird von dem qualifiziertenFensterbauer entsprechend hochwertig montiert.
Die Qualitätskriterien eines guten Holzfensters umfassen alle Aspekte des Fensters einschließlich der Montage. Das beginnt bei der Konstruktion, bei der ein hochwertiger Standard beinahe schon zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Das geht weiter über die Holzart- und -qualität, deren Beurteilung und optimale Auswahl ebenfalls höchsten Ansprüchen genügen muss. Und das endetnoch nicht bei der Oberfläche,deren Qualitätssicherung durch mehrstufige Oberflächen-applikationen eine besondereHerausforderung darstellt. Wirklich gut ist ein gutes Holzfenster erst, wenn es entsprechend montiert ist. Darum gehört schließlich die Gütesicherung bei der Montage ebenfalls zu den Gütekriterien eines guten Holzfensters.
3. Die RAL Gütegemeinschaft Holzfenster sichert in Zusammenarbeit mit dem Institut für Fenstertechnik diese Qualitätsansprüche und entwickelt sie fortlaufend weiter.
Mit der RAL Gütegemeinschaft Holzfenster haben sich die leistungsstarken Unternehmen eine Form der Gütesicherung gegeben, die international führend ist und ständige Selbst- und Fremdüberwachung einschließt. Die Entwicklung der RAL Gütegemeinschaft Holzfenster spiegelt die enormen Entwicklungssprünge im Fenstermarkt. Nach der Klärung der Anforderungen von Konstruktionund Holzart war 1997 die Integration der Montage ein weiterer Schritt zur umfassenden Qualitätssicherung im Interesse desKunden. Mit der schon im April anstehenden Verabschiedung der „Gütesicherung Oberfläche“ werden die Güte- und Prüfbestimmungen in bewährter Zusammenarbeit mit dem Rosenheimer Institut für Fenstertechnik und dem dort installiertenProjekt „Das Holzfenster der Zukunft“ in sinnvoller Weise erweitert und das Qualitätsmosaik des Holzfensters geschlossen. Dabei wird das Optimum in einem Vierschichtenaufbau gesehen. Für gütegesicherte Betriebe wird der dreischichtige Aufbau der Oberfläche dann zum Minimalstandard.
4. Das „gute Holzfenster“ erfüllt ohne Probleme alle Anforderungen der Energieein-sparverordnung (EnEV) und leistet bei Bedarf noch viel mehr.
Mit der Energieeinsparverordnung, die am 1. Februar in Kraft getreten ist, soll der Energieverbrauch im Neubau um weitere 30Prozent gesenkt werden. Damit wird das Niedrigenergiehaus zum Standard. Da Heizungsanlage und Gebäudehülle mit ihren energetischen Eigenschaften in einer Gesamtrechnung aufgehen, lassen sich die Anforderungen an die Wärmedämmeigenschaften der Fenster in einem gewissen Rahmen variabel planen. Zudem bekommt die Vermeidung oder Minimierung von Wärmebrückeninsbesondere an den Wandanschlüssen ein besonderes Gewicht. Damit erhöhen sich die Ansprüche an die Fenstermontage. Das gute Holzfenster erfüllt all diese Anforderungen problemlos, es hat sich ja auch schon in der weit anspruchsvolleren Passivhaustechnologie bewährt.
5. Die Zukunft des Holzfensters liegt in seiner Profilierung durch Leistungs- und Qualitätsmerkmale sowie in einem selbstbewussten Marketing, welches auch die Behaglichkeit und ästhetische Annehmlichkeit des Holzfensters deutlich herauszustellen vermag.
Wohin ein ruinöser Preiskampf führt, haben die letzten Jahre mit einer Vielzahl von Insolvenzen gezeigt. Die leistungs- und qualitätsbewusst orientierten Hersteller gehen diesen Weg nicht mit. Sie können, wenn sie die Instrumente des Marketings noch besser zu spielen lernen, ihrer Kundschaft vermitteln, dass Qualität ihren Preis hat, den zu zahlen es sich allemal lohnt. Auch wenn die Marktsituation auf absehbare Zeit keine wesentliche Besserung verspricht, sind wir doch gerüstet mit einem Produkt, dessen Qualitäten offensiv dargestellt werden müssen. Das Produkt hat einen Namen: das gute Holzfenster. o
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