Im BM-Interview: Der Veka-Vorstandsvorsitzende Andreas Hartleif

»Wir befinden uns im Prozess der digitalen Transformation«

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Andreas Hartleif ist seit 1996 bei Veka und seit 2007 Vorstandsvorsitzender. Foto: Veka
In diesem Jahr feiert die Veka AG ihr 50-jähriges Bestehen. Grund genug, um beim Vorstandsvorsitzenden der Veka AG Andreas Hartleif nachzufragen, mit welchen Herausforderungen sich der Zulieferer für Kunststofffensterprofile und -platten derzeit befasst und welche neuen Entwicklungen in den Startlöchern stehen.

BM-Redakteur Stefan Kirchner

BM: Welches sind die zukünftigen Herausforderungen, mit denen sich Veka derzeit befasst?

Andreas Hartleif: Wie nahezu alle Unternehmen befinden auch wir uns im viel zitierten Prozess der digitalen Transformation. In der Baubranche scheint dieser Vorgang zwar etwas langsamer abzulaufen, aber er ist ohne Zweifel in Gang. Wichtig erscheint mir dabei, nicht nur auf die internen Prozesse zu achten, sondern die gesamte Wertschöpfungskette in den Blick zu nehmen. Vernetzung und Standards werden entscheidende Erfolgsfaktoren sein. Des Weiteren befindet sich unser Markt aktuell in einem Konsolidierungsprozess. Es ist zu beobachten, dass sich die Anzahl der Marktteilnehmer sowohl bei den Zulieferern, als auch auf der Abnehmerseite verringert. Kleinere und mittelgroße Unternehmen verschwinden oder werden zu größeren Einheiten verschmolzen – teilweise unter Beteiligung von Finanzinvestoren. Die Prioritätensetzung und Marktpolitik der neuen Marktteilnehmer ist häufig eine andere als die des klassischen Handwerksbetriebs. Letzterer will womöglich in erster Linie regional einen individuellen Service und exzellente handwerkliche Arbeit abliefern, wohingegen der Großbetrieb die Themen Effizienz und große Stückzahlen im Fokus hat – natürlich ebenfalls bei guter Qualität. Für uns muss es darum gehen, für beide Welten der ideale Ansprechpartner zu bleiben und optimale Services und Produkte für die jeweiligen Bedürfnisse anzubieten. Selbstverständlich sind auch der demografische Wandel und der Wettbewerb um die besten Talente für uns ein großes Thema. Auch müssen wir attraktive Herausforderungen und Bedingungen bieten, um gut ausgebildete Fachkräfte für uns zu interessieren.

BM: Können Sie schon einen kleinen Ausblick geben, welche Innovationen bzw. Technologien von Veka schon zur Verfügung und welche noch in den Startlöchern stehen?

Andreas Hartleif: Wir haben uns z. B. mit der Oberflächentechnologie Veka Spectral auf völliges Neuland begeben. Mit der Zielsetzung, die Oberflächen für Kunststoffprofile und -platten in puncto Design, UV-Stabilität und Resistenz gegen Umwelteinflüsse zu optimieren, sind wir auf diese Technologie gestoßen. Mit der Gründung der Firma Celotec hat die Familie diese Geschäftsidee in eine rechtlich selbständige Schwestergesellschaft der Veka AG überführt. In Sendenhorst wurde eine moderne Fertigungsanlage errichtet. Dort wird Spectral für Veka gefertigt, und es werden weitere Anwendungsbereiche, auch für externe Kunden, erschlossen. Weitere Entwicklungen beziehen sich auf die Felder Automation und Smart-Home-Technologie. Intelligente Elektrifizierung, komfortable Bedienung, günstige Steuerungselemente, belastbare Aktoren, effiziente Lüftungen, vernetzte Haustechnologie – es gibt eine Vielzahl von interessanten Ansätzen und zum Teil auch schon fertigen Lösungen, die wir unseren Kunden in naher Zukunft anbieten wollen. Darüber hinaus sind wir sehr aktiv auf dem Feld der digitalen Unterstützung der Geschäftsprozesse unserer Partner, von der Planung über die Fertigung und Montage bis hin zum After-Sales-Service. Unsere Produkte Windoplan und IPS sind hier wegweisend. All diese Entwicklungen sind darauf ausgerichtet, unseren Partnern Alleinstellungsmerkmale oder neue Möglichkeiten zur Optimierung betrieblicher Abläufe zu bieten. Natürlich dienen sie auch zum Ausbau unserer Profil- und Plattensysteme.

Das Interview führte BM-Redakteur Stefan Kirchner.

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