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Zargensysteme für die Vorwandmontage

Iso-Chemie gibt Tipps zu Zargensystemen nach dem neuen RAL-Montageleitfaden
Zargensysteme für die Vorwandmontage

Der neue RAL-Montageleitfaden hat erstmals die Vorwandmontage auf Basis von zargenbasierten Vorwandmontagesystemen mit aufgenommen. Was muss der Verarbeiter alles dabei beachten? Wann macht eine zargenbasierte Vorwandmontage Sinn? Ist eine zargenbasierte Vorwandmontage energetisch sinnvoll? Der Abdichtungsspezialist Iso-Chemie gibt auf all diese Fragen fachgerechte Antworten.

Andreas Lange

Nachdem in den letzten Jahren immer mehr zargenbasierte Vorwandsysteme für die Montage von Fenstern und Türen auf den Markt gekommen sind, beschäftigt sich nun auch der RAL-Montageleitfaden in seiner neuen Ausführung damit. Die RAL Gütegemeinschaft Fugendichtungskomponenten und -systeme (FDKS) hat schon vor einigen Jahren Mindestanforderungen an die Systeme selbst und Prüfanforderungen dafür definiert, doch eine Berücksichtigung im RAL-Montageleitfaden blieb aus. Die geprüften und zugelassenen Systeme haben in den letzten Jahren ihre Praxistauglichkeit unter Beweis gestellt und vor allem schwören mittlerweile viele Planer und Verarbeiter auf die Vorteile der zargenbasierten Vorwandmontagesysteme. Deshalb war es nun auch eine logische Konsequenz, diese in den neuen RAL-Leitfaden zur Montage aufzunehmen und Mindestanforderungen, die Montage betreffend, zu formulieren.

Unterschiedliche Zargensysteme

Die angebotenen Systeme unterscheiden sich aktuell hinsichtlich der Materialien, der Brandschutz- und Wärmedämmeigenschaften und vor allem hinsichtlich der statischen Eigenschaften. Wichtig bei der Auswahl für die Ausschreibung durch den Planer und für die Verwendung durch den Verarbeiter ist, dass umfassend geprüfte Systeme ausgewählt werden. Die RAL Gütegemeinschaft FDKS hat hierzu einen umfangreichen Anforderungskatalog mit dem ift Rosenheim erarbeitet. Dabei wurde auch eine Prüfung bezüglich der Gebrauchstauglichkeit im Zusammenspiel mit Wand-, Abdichtungs- und Fenstersystem definiert. Nur Systeme, die die Gebrauchstauglichkeitsprüfung erfolgreich durchlaufen haben, werden mit dem RAL-Gütezeichen Fugendichtungskomponenten und -systeme ausgezeichnet. Damit ist für die ausschreibende Stelle und den Verwender erkennbar, ob umfangreiche Prüfungen durchgeführt und bestanden wurden.

Standsicherheit und Brandschutz

Besondere Beachtung müssen Planer und Verarbeiter auf die statischen Nachweise der Systeme legen. Brandschutz- und Standsicherheitsnachweise sind mit die wichtigsten Anforderungen bei der Auswahl. Ergänzend dazu gibt der RAL „Leitfaden zur Montage“ noch ausführliche Informationen zu den Wärmedämmeigenschaften der zargenbasierten Vorwandmontagesysteme in verschiedenen Wandaufbauten, denn die Fenster und Haustüren werden vorzugsweise in den Dämmschichten der Gebäude eingebaut, um konstruktive Wärmebrücken zu optimieren. Zurückkommend auf die statischen Anforderungen ist für den Planer und Verarbeiter darauf zu achten, dass alle vier Lastfälle in einer statischen Bemessung nachvollziehbar dokumentiert werden und eine prüffähige Statik vorhanden ist.

Eigengewicht, Windlast, geöffneter Flügel und geöffneter Flügel mit Zusatzlast sind jeweils statisch nachzuweisen. Heute könnte man auch noch zusätzlich vom Lastfall 5 sprechen, denn auch die Anforderungen nach TRAV/DIN 18008-4 bzw. ETB sind zu beachten und nachzuweisen.

Ist auch der Altbau geeignet?

Vorwandmontagesysteme als Zargensysteme werden heute meist noch im Neubau angewandt. Jedoch kommt es schon vor, dass auch bei Kernsanierungen die Fenster vor die tragende Wandschale in einer umlaufenden Zarge montiert werden sollen. Hier gilt die Aufmerksamkeit vor allem dem Untergrund. Ist dieser ausreichend tragfest? Kann die Last mittels hochmoderner Hybrid-Polymerkleber linear ins Mauerwerk eingeleitet werden? Bei der Beantwortung dieser Fragen helfen die beratenden Iso-Chemie-Ingenieure vor Ort weiter.

Einsatzmöglichkeiten und Einschränkungen

Die Montage mit zargenbasierten Vorwandmontagesystemen macht immer dann Sinn, wenn die Fenster und Türen in die Dämmebene „gehängt“ werden. Die Montage mit Metallwinkeln oder Konsolen ist möglich, doch die Zarge bringt etliche Vorteile. Vor allem die komplette Abdichtung aller drei Abdichtungsebenen, die Befestigung, aber auch der Fensteraustausch ist in zargenbasierten Vorwandmontagesystemen problemlos und schnell möglich.
Vor allem auch in der zweischaligen Bauweise, in der heutzutage Dämmschichten von bis zu 200 mm vorhanden sind, ist der Einsatz von zargenbasierten Vorwandmontagesystemen bestens bewährt und schnell von Planern und Verarbeitern angenommen worden. Die Verwendung von zargenbasierten Vorwandmontagesystemen erfüllt und unterstützt die zukünftigen Anforderungen der EU-Gebäuderichtlinie 2021 und des neuen Gebäudeenergiegesetztes und ist energetisch 100 % sinnvoll.

Natürlich gibt es bei der Verwendung auch Einschränkungen, klassische Pfosten-Riegel-Fassaden kommen weiter ohne den Einsatz von zargenbasierten Vorwandmontagesystemen aus. Doch wer weiß, wohin die nächsten Entwicklungen gehen, die Möglichkeiten sind und bleiben vielfältig.

Iso-Chemie hat ein flexibles Vorwandmontagesystem mit diversen Systemtypen entwickelt, welche auf die unterschiedlichen Gebäudesituationen zugeschnitten sind. Mehr Informationen dazu finden Sie unter www.iso-chemie.de/winframer.

Iso-Chemie GmbH

73431 Aalen

www.iso-chemie.de


Der Autor

Andreas Lange ist Leiter für die Bereiche Technik und Training bei Iso-Chemie.

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