BM-Serie: Web-Baukastensysteme, Teil 2

Baukästen im Vergleich

Mit Web-Baukastensystemen kann heute jeder seinen Internetauftritt selber bauen. Welcher Baukastenanbieter unterstützt Schreiner, Tischler, Treppen- oder Fensterbauer bei der Gestaltung eines attraktiven Internetauftritts am besten? Wir geben Ihnen Tipps und Hinweise, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.

Autor: Marian Behaneck
Man muss weder Informatiker noch Grafiker sein, wenn man in Eigenregie einen Firmenauftritt im Internet realisieren möchte. Alles, was man braucht, ist ein halbwegs aktueller PC und ein Web-Baukasten. Das Angebot ist groß, aber speziell die branchenspezifischen Inhalte unterscheiden sich erheblich.

Welche Web-Baukästen gibt es?
Ein Web-Baukasten ist eine Sonderform sogenannter Web-Content-Management- Systeme (WCMS). Diese trennen Technik, Gestaltung und Inhalt einer Website konsequent voneinander und ermöglichen dadurch Benutzern mit keinen oder geringen Programmierkenntnissen die einfache Erstellung, Aktualisierung und Erweiterung Ihres Web-Auftritts. Das WCMS kümmert sich selbstständig um Layout, Navigation und Technik.
Grundsätzlich unterscheidet man zwei Baukasten-Kategorien: Offline- und Online-Webbaukästen. Während erstere (z. B. LazyJo, NetObjects oder Web2Date) vom Anwender eine lokale Installation auf dem eigenen PC sowie Eigeninitiative bei der Wahl des Webhosters voraussetzen, bieten webbasierende Homepage-Baukästen, um die es in dieser Serie geht, ein Rundum-Sorglos-Paket: Der Anbieter stellt sowohl den Web-Baukasten als auch Speicherplatz (Webspace) und eine Web-Adresse (Domain) für die Online-Präsentation eines Unternehmens bereit. Dadurch hat der Anwender bei eventuell auftauchenden Problemen nur einen Ansprechpartner.
Webbasierende Homepage-Baukästen erfordern als Cloud-Computing-Anwendungen (siehe BM 6/11) keine lokale Installation. Sie laufen vollständig auf den Servern des jeweiligen Anbieters und werden ausschließlich über einen Webbrowser wie den Internet Explorer oder Mozilla Firefox bedient. Nachteilig im Hinblick auf Gestaltungsmöglichkeiten oder einen Anbieterwechsel ist die Abhängigkeit vom gewählten Hersteller, der Baukasten- und Internetdienst-Anbieter (Host-Provider) zugleich ist.
Homepage-Baukästen verfügen demzufolge auch über keinen sogenannten FTP-Zugang, mit dem man seine Homepage auf einem Server seiner Wahl veröffentlichen kann. Unter den Online-Webbaukästen unterscheidet man weiterhin zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Lösungen. Für private Zwecke reichen mitunter auch Gratisangebote von Beepworld, Jimdo, Npage, Webnode und anderen. Dafür bekommt man allerdings in der Regel keine eigene Domain, sondern nur eine Subdomain (z. B. www.nutzername.anbietername.de) und muss sich mit Beschränkungen und mehr oder weniger aufdringlicher Werbung abfinden.
Im geschäftlichen Bereich ist das inakzeptabel, weshalb man eine kostenpflichtige Variante wählen sollte. Nur sie bietet eine oder mehrere eigene Webadressen, ausreichenden Speicherplatz, mehrere E-Mail-Adressen sowie zahlreiche Funktionen, die eine erfolgreiche Homepage ausmachen: vom Dokument-Download, über die Suchmaschinenoptimierung bis hin zur Anbindung an soziale Netzwerke.
Was sollte alles drin sein?
Um den individuellen Nutzeranforderungen besser gerecht zu werden, offerieren die Anbieter Paketlösungen mit unterschiedlichem Leistungs- respektive Funktionsumfang (z. B. Basis, Plus, Professional) und unterschiedlichen Preisen (zwischen 5 und 50 Euro pro Monat). Zu den wichtigen technischen Größen zählen der verfügbare Speicherplatz für Daten, der mögliche Datenverkehr (Traffic), die maximale Seitenanzahl sowie die Anzahl der Web- und E-Mail-Adressen. Hier gilt: je größer, desto besser.
Auch für eine spätere Ausbaufähigkeit des Internetauftritts ist das entscheidend. Mit mehreren Web- und E-Mail-Adressen ist man ebenfalls für alle Eventualitäten gerüstet (alternative Webadresse, Mitarbeiterzuwachs etc.). Besonders wichtig sind sowohl die Anzahl als auch die Qualität der branchenspezifischen Designvorlagen (Templates) und Textbausteine sowie eine möglichst umfangreiche Bilddatenbank für die Illustration der Seiten.
Zu den wichtigen Basisfunktionen gehören dabei, neben einem leicht zu bedienenden WYSIWYG-Editor (What You See Is What You Get) für die Gestaltung der Seiten, beispielsweise ein Dokument-Download, ein Kontaktformular sowie eine Suchmaschinenoptimierung. Mit der Download-Funktion spart man sich Portokosten für den Versand von Firmenbroschüren. Über das Kontaktformular können Besucher einen ersten, unverbindlichen Kontakt aufnehmen. Damit die Seite von Suchmaschinen und Besuchern auch gefunden wird, sollten grundlegende Funktionen für die Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization, kurz: SEO) enthalten sein. Welche das im Einzelnen sind, erläutert Teil 4 dieser Serie.
Zu den nicht minder wichtigen Zusatzfunktionen zählen die Einbindung von Google Maps, Youtube- und Social-Media-Diensten, Webshop-Funktionen sowie die Optimierung der Seitendarstellung auf mobilen Geräten wie Smartphones. Über Google-Maps-Karten finden Kunden schneller zum Unternehmen. Durch die Einbindung selbst erstellter Youtube-Videos über das eigene Unternehmen wird der Internetauftritt multimedial. Twitter-, Facebook- oder Xing-Buttons können den Bekanntheitsgrad einer Webseite steigern. Mit optionalen Webshop-Funktionen lassen sich eigene Produkte zeitgemäß online anbieten und verkaufen. Immer wichtiger wird die mobile Webseitendarstellung. Im Idealfall wird die Webseite automatisch für Smartphonedisplays optimiert, sobald man mit der Homepage online geht.
Je nach Anbieter und Paket werden weitere nützliche Funktionen offeriert. Dazu gehören beispielsweise eine News-Funktion, eine Newsletter-Funktion oder ein Blogmodul.
Worin unterscheiden sich die Anbieter?
Unterschiede gibt es auf mehreren Ebenen. Im Hinblick auf die Technik setzen einige Anbieter ausschließlich auf HTML, die Standard-Programmiersprache des World Wide Web, andere zusätzlich oder ausschließlich auf Flash, einer Programmiertechnik für die Erstellung multimedialer Inhalte. Unterschiede gibt es auch in der Möglichkeit, kleine Anwendungen wie spezielle Anzeige- oder Abspielprogramme (Viewer, Player) oder etwa ein Online-Berechnungsprogramm einzubinden. Besonders deutlich sind die Unterschiede branchenspezifischer Layouts, Texte und Bilder. Teilweise werden überhaupt keine auf spezielle Branchen zugeschnittenen Inhalte bereitgestellt, teilweise sind Umfang und Qualität hervorragend, wie etwa bei 1&1 oder Strato. In diesem Punkt werden Stärken und Schwächen schnell evident.
Da man von ihm abhängig ist und sich an ihn bindet, sollte man auch den Anbieter unter die Lupe nehmen: Wie lange ist er am Markt, wie viele Nutzer hat er, wird der Baukasten kontinuierlich weiterentwickelt etc.? Last but not least sind neben den laufenden Kosten auch der Support, Hotlinekosten, die Erreichbarkeit, die Schnelligkeit einer Rückmeldung per E-Mail und die Kompetenz der Auskünfte bei der Auswahl entscheidend.
Tabellarische Übersicht bei BM-Online
Teil 3: Webseite bauen Schritt für Schritt.
Teil 4: Webseite bekannt machen.
Teil 5: Mit der „Homepage“ Geld verdienen.
Teil 6: Verlosung: Peppen Sie Ihre Seite auf!

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Alles bio? Nachhaltigkeit im Tischler- und Schreinerhandwerk

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