BM-Serie: Web-Baukastensysteme, Teil 5

Mit der Homepage Geld verdienen

Ein Internetauftritt kostet zwar etwas, er kann aber auch Gewinn einbringen. Wir sagen Ihnen in diesem fünften Teil der BM-Serie, welche Möglichkeiten es gibt, mit der eigenen Homepage Geld zu verdienen.

Autor: Marian Behaneck

Wer online ist, hat schon gewonnen – denn „bezahlt“ macht sich ein gut gemachter, attraktiver Internetauftritt ohnehin. Ist er für Suchmaschinen optimiert, mit anderen Webseiten verlinkt und bietet er nützliche Inhalte für die eigene Zielgruppe, dann ist er immer ein Gewinn für das eigene Unternehmen: Eigene Leistungen oder Referenzobjekte werden rund um die Uhr präsentiert, Besucher können schnell und unkompliziert Kontakt aufnehmen oder man kann das Besucherverhalten analysieren, um damit seinen Auftritt und sein Angebot gezielt zu optimieren.

Eine Online-Präsenz ist die Basis für alle Marketingaktivitäten – für ineinandergreifende Print- und Online-Werbeaktionen ebenso, wie für das Abonnieren informativer Newsletter oder die Vernetzung mit sozialen Netzwerken. Dass man allerdings mit der Internetpräsenz auch unmittelbar Umsatz generieren kann, das wissen und nutzen nur wenige.
Werbung für sich und andere
Es ist zwar zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, auf den eigenen Webseiten nicht nur für sich, sondern auch andere Werbung zu machen. Es kann aber den Besuchernutzen steigern und gut für das eigene Renommee sein, wenn ein (potenzieller) Kunde auf einer Partnerseite genau das findet, was er schon lange gesucht hat. Auch wenn man es selbst nicht bieten kann. Bekannteste Vertreter für „Fremdwerbung“ auf einer Webseite sind über Google AdSense geschaltete, kontextbezogene Anzeigen, die ergänzende Dienstleistungen oder Produkte offerieren, oder Literaturtipps mit passenden Links zum Online-Buchversender Amazon.
Auf den ersten Blick ist beides schnöde „Werbung“. Dahinter stehen aber ganz unterschiedliche Werbekonzepte: Während bei der „Pay per Click“-Werbung pro Mausklick auf einen Link oder eine Werbefläche Geld fließt (meist allerdings nur einige Cent pro Klick), wird bei sogenannter Affiliate-Marketing-Werbung in der Regel dann eine Vermittlungsprovision ausbezahlt, wenn ein qualifizierter Kunde vermittelt wird oder kauft.
Während Ersteres nach dem Motto „Kleinvieh macht auch Mist“ durchaus auch Einkünfte erwirtschaften kann (meist zwischen 10 und 100 Euro/Monat), können Provisionen je nach Produkt/Dienstleistung und Anzahl der Werbepartner deutlich höher ausfallen. Im Internet wird eine ganze Reihe von Affiliate-Partnerprogrammen offeriert (www.amazon.de, www.amazon.de, www.amazon.de etc.). Man ist für potenzielle Werbepartner nur dann interessant, wenn man die passende Zielgruppe anspricht, über eine hohe Besucherzahl und einen guten Pagerank, mit der die „Linkpopularität“ einer Seite gemessen wird, verfügt. Wie in Teil 4 dieser Serie (BM 08/2012) und anderen BM-Serien (BM 09 bis 11/2011) schon mehrfach betont: Ohne Mehrwert für die Besucher erhält man weder das eine noch das andere.
Natürlich kann man auch selbst aktiv werden und potenzielle Werbepartner ansprechen. Dabei spart man sich den „Zwischenhändler“ und kann alle Einnahmen ganz für sich behalten. Gerade Schreinerbetriebe mit speziellen Zielgruppen, wie etwa Senioren, können für bestimmte Unternehmen (z. B. auf altersgerechtes Wohnen spezialisierte Bauträger) als Werbepartner interessant und der Verkauf von Werbeflächen mit passenden Inhalten eine lukrative Einnahmemöglichkeit sein. Doch auch hier gilt: Ohne Mehrwert keine Besucher und damit auch kein Gewinn aus Werbeeinnahmen.
Dass man es mit der Werbung nicht übertreiben sollte, versteht sich von selbst. Zu viel davon kann nerven und abschrecken. Sind die Seiten mit Links und Werbebannern zugepflastert, findet man zudem die eigentliche Information nicht mehr. Die Werbung muss auch inhaltlich zur eigenen Homepage und Zielgruppe passen.
Online-Handel: Umsatzpotenziale nutzen
Neun von zehn Internetnutzern kaufen Untersuchungen zufolge im Web ein – immer häufiger auch Gebrauchsgüter. Meistens, weil sie im Internet günstiger sind als anderswo. Immer häufiger aber auch, weil eine junge, kaufkräftige Internet-Nutzerschicht nach dem Besonderen im Netz stöbert und nach hochwertigen Produkten sucht, die man anderswo nur schwer findet. Produkte mit Alleinstellungsmerkmal können individuelle Möbeleinzelstücke, handgefertigtes Holzspielzeug, online selbst gestaltete Bilderrahmen, Vitrinen nach Maß oder Design-Lautsprecherboxen sein. Neben dem Preis oder dem Produkt ist aus Käufersicht auch die bequeme Suche und Auswahl in gewohnter Umgebung oder die Lieferung bis an die Haustür ein Argument für das Online-Shopping.
Auch der Verkäufer hat Vorteile: Er braucht keinen Verkaufsraum, kaum Lagerraum, da er auf Bestellung einkauft/produziert, und nur wenig Personal, da für Auftragsbearbeitung, Verpackung und Versand zunächst eine Person genügt. Außerdem kann er mit dem Online-Handel seine Verkaufskanäle erweitern und neue Kunden über die eigene Region hinaus gewinnen. Wichtig ist ein klar strukturiertes, übersichtlich und attraktiv präsentiertes Angebot, eine einfache Bedienung und Abwicklung des Auswahl-, Bestell- und Bezahlvorgangs.
Shop muss zum Bedarf passen
Einige Web-Baukastensysteme bieten dafür zumindest Grundfunktionen: Einen Shop-Designer, eine einfache Bestellverwaltung, einige Zahlungsarten oder Marketingwerkzeuge für Werbeaktivitäten. Um Produkte online zu verkaufen, muss man deshalb – neben der eigenen Homepage – nicht auch noch ein umfangreiches E-Shop-System bedienen und pflegen. Quasi per Mausklick kann jedes beliebige Produkt mit einem Bestellbutton versehen und auf der Webseite zur Bestellung freigegeben werden.
Für eine begrenzte Artikelanzahl (etwa 5 bis 50 Artikel) reichen diese im Webbaukasten integrierten Shop-Funktionen mehr oder weniger aus.
Spezielle Shop-Systeme bieten hingegen eine deutlich größere Kapazität der Artikeldatenbank, erweiterte Produktpräsentations-, Klassifizierungs- und Suchmöglichkeiten, eine umfangreiche Kundenverwaltung samt automatisierter Kundenkommunikation, Postversand-Automatismen, verschiedene Zahlungsmöglichkeiten und anderes mehr.
Ähnlich wie bei den Webbaukästen werden Pakete mit unterschiedlichem Funktionsumfang offeriert. Nicht unterschätzt werden sollten der Aufwand und die Kosten für Logistik und Pflege eines Online-Shops.
Alles, was recht ist
Wichtig auch die rechtliche Seite: Dazu gehört nicht nur seit Kurzem ein vom Gesetzgeber vorgeschriebener Bestellbutton mit einem unübersehbaren Hinweis auf die Zahlungspflicht, sondern auch weitere Pflichtangaben. Betreiber von Online-Shops, die dies nicht beachten, riskieren teure Abmahnungen. Das kann bereits dann passieren, wenn beispielsweise bestimmte Anforderungen an das Impressum nicht erfüllt sind (Link zu klein und ganz unten auf der Webseite platziert). Natürlich gibt es auch gesetzlich festgelegte Gewährleistungs- und Rücktrittsrechte.
Fazit: Generieren Sie Zusatzgeschäft!
Wer seinen Internetauftritt lediglich als digitale Selbstdarstellung nutzt, lässt Umsatzpotenziale brachliegen. Über die rein werblichen Aspekte hinaus kann eine Homepage auch Zusatzeinkünfte erwirtschaften – beispielsweise über Anzeigen oder online offerierte Produkte aus eigener oder fremder Herstellung. Gerade kreative Handwerksbranchen – und dazu zählen Schreiner par excellence – sollten die Möglichkeiten des Online-Handels nutzen und sich mit individuellen Produkten in Nischenbereichen positionieren. Eine gute Einführung in das Thema bietet unter anderem die Seite: www.esales4u.de. I
Fortsetzung folgt …
Teil 6: Verlosung – Peppen Sie Ihre Seite auf!

Großes BM-Gewinnspiel Wir peppen Ihre Homepage auf!
Sie haben schon einen Online-Auftritt, sind damit aber nicht zufrieden? Wir peppen Ihre Webseiten professionell auf! Senden Sie uns einfach bis zum 30. September 2012 per E-Mail mit dem Betreff „BM-Homepage-Gewinnspiel“ einen Link zu Ihrer „Homepage“ an bm.redaktion@konradin.de.
Aus allen Zuschriften wählen wir dann vier aus und machen Ihnen kostenlos einen professionellen Verbesserungsvorschlag. Auch wer noch gar keinen Internetauftritt hat, kann mitmachen: Schreiben Sie uns einfach, weshalb Sie noch nicht im Internet vertreten sind.
Unter allen Einsendern verlosen wir 17 Web-Baukastensysteme für jeweils ein Jahr. Unterstützt werden wir dabei durch die Anbieter 1&1, Cabanova und Strato. Zudem gibt es fünfmal einen Jahres-Account der SEO-Software „rankingCoach“ im Wert von je 299,40 Euro der Fairrank Deutschland GmbH zu gewinnen. Viel Erfolg!

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Alle zwei Jahre informieren sich die Fachbesucher über die neuesten Profilsysteme, Bauelemente, Beschlag- und Sicherheitstechnik und vieles mehr. Foto: NuernbergMesse/Frank Boxler

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