Gratissoftware für den Werkstatt- und Büroalltag. Nützliches zum Nulltarif - BM online

Gratissoftware für den Werkstatt- und Büroalltag

Nützliches zum Nulltarif

Was nichts kostet, ist nichts wert – heißt es. Das Gegenteil beweisen einige wenige kostenfrei downloadbare Programme und Daten. Wir sagen Ihnen, wo man sie findet und was man bei der Nutzung von Gratissoftware beachten sollte.

Autor: Marian Behaneck
Gratissoftware wird heute vor allem mit Apps für Smartphones und Tablet-PCs gleichgesetzt. Diese häufig kostenlosen Software-Anwendungen erweitern die Einsatzmöglichkeiten mobiler Hardware und machen sie zu vielseitigen Werkzeugen im Büro und auf der Baustelle (siehe auch in BM 10/2011, S. 98: „Nützliches für iPhone & Co.“). Doch auch für umfangreichere PC-Anwendungen gibt es kostenlose Bezugsquellen (s. Infokasten).

Was ist Gratissoftware?
Auch wenn sich ein großer Teil der Schnäppchenangebote dem Genre „Spiel, Spaß, Spannung“ zuordnen lässt, gibt es eine ganze Reihe geschäftlich nutzbarer Gratisprogramme: Konvertierungs- oder Anzeigeprogramme, Bildbearbeitungs-, Projektplanungs- oder Antivirus-Software – bis hin zu Office- oder allgemeinen CAD-Programmen.
Zu so manch teuren Programmen gibt es mittlerweile leistungsfähige, teilweise sogar ebenbürtige Gratisalternativen. Sie sind oftmals gegenüber Kaufsoftware funktional abgespeckt – was kein Nachteil sein muss. Schließlich beinhalten viele Kaufprogramme Funktionen, die der durchschnittliche Nutzer nicht oder selten benötigt. Konzentriert sich Software aber auf das Wesentliche, kann das vorteilhaft sein.
Will oder kann man nicht für jede Tätigkeit und jeden Arbeitsplatz ein neues Programm kaufen, bieten sich kostenlose Alternativen an. Die meisten Gratisprogramme sind universell einsetzbare Standardlösungen ohne Bezug zum Bau- oder Schreinerbereich.
Bevor man Software zum Nulltarif nutzt, sollte man wissen, um welche Kategorie von Gratissoftware es sich handelt, was man damit tun kann, was nicht – und last but not least: welche Einschränkungen man sich einhandelt. Shareware beispielsweise lässt sich über diverse Quellen oder direkt beim Hersteller im Internet herunterladen und ca. 30 Tage lang kostenlos ausprobieren. Wer mit dem Programm zufrieden ist, kann es gegen eine (in der Regel geringe) Registrierungsgebühr auch kommerziell nutzen. Davon zu unterscheiden sind Test- oder Demoversionen, die über einen eingeschränkten Funktionsumfang gegenüber einer Vollversion verfügen (z. B. kein oder eingeschränktes Speichern/Drucken, „Muster“-Wasserzeichen beim Ausdruck etc.) oder nach Ablauf einer Probezeit nicht mehr funktionsfähig sind. Kostenlose Freeware hingegen ist sowohl für private als auch geschäftliche Anwender kostenfrei. Sie darf lediglich nicht verändert und/oder verkauft werden.
Nicht verwechselt werden sollte Freeware mit „freier Software“. Dabei wird dem Nutzer zusätzlich die Freiheit eingeräumt, die Software zu modifizieren. Zu dieser Kategorie gehören auch Open-Source-Programme, wie z. B. das Office-Programm OpenOffice oder das Betriebssystem Linux.
Was gibt’s – und was taugt’s?
Zu den Klassikern der Gratisprogramme gehören sogenannte „Viewer“. Sie ermöglichen es, Dateiinhalte eines oder mehrerer Datenformate anzuzeigen, auszudrucken und teilweise auch durch Hinweise oder Kommentare zu ergänzen. Der Adobe Reader zum Abbilden von PDF- oder der Microsoft Viewer zum Anzeigen von Word-, Excel- oder Powerpoint-Dateien sind Beispiele.
Auch Texteditoren und Bildbearbeitungsprogramme sind in der Kategorie der Gratissoftware stark vertreten. Die Bandbreite reicht von einfachen Lösungen für kurze Textnotizen bis zum umfangreichen Textverarbeitungsprogramm, das auch für professionelle Anwendungen einsetzbar ist. Auch kostenfreie Lösungen für die Datenkonvertierung, Datenkomprimierung, Projektplanung, das Dokumentenmanagement oder das rechnergestützte Zeichnen/Konstruieren gibt es mittlerweile. Zu beachten ist, dass viele Programme nur in englischer Sprache erhältlich sind und dass neben der kostenfreien Version häufig auch eine kostenpflichtige, leistungsfähigere Variante offeriert wird.
Auf die Dauer kostensparend kann ein Gratis-virenschutz sein. Zum Kaufpreis kommen bei kommerzieller Antivirussoftware nämlich jährlich anfallende Kosten für Software-updates hinzu. Wählt man einen kostenfreien „Schädlingsbekämpfer“, spart man sich auch die Folgekosten. Allerdings bieten kostenfreie Antivirenprogramme, beispielsweise von Avast! oder Avira, nur einen Basisschutz, der durch eine Firewall (Windows) ergänzt werden muss.
Angeboten werden aber nicht nur Programme – auch Daten wie CAD-Symbole, Hintergrundfotos oder Texturen gibts zum Nulltarif. So offerieren neben den meisten Bauproduktherstellern zunehmend auch Online-Portale produkt-, respektive herstellerunabhängige CAD-Symbole, die man als DXF-, DWG- oder PDF-Datei direkt in CAD-Pläne übernehmen kann. Fotos und Oberflächentexturen lassen sich für realistische Visualisierungen von Räumen oder Gebäuden einsetzen.
Wichtige Tipps für Download und Nutzung
Downloadadressen für kostenfreie Software sind potenzielle Ansteckungsquellen für Computerviren. Das gilt teilweise auch für die Gratissoftware selbst. Deshalb sollte man stets möglichst direkt beim Gratissoftware-Hersteller herunterladen respektive auf die Seriosität des Downloadanbieters achten (z.B. www.freeware.de oder www.softonic.de/s/kostenlose-software) – und darauf, dass man über einen ausreichenden Virenschutz verfügt. Bedenken sollte man aber auch: Kostenlose Software, kann schlussendlich dennoch viel Geld kosten – beispielsweise dann, wenn man auf die Vorteile leistungsfähigerer, kommerzieller Lösungen verzichtet.
So haben beispielsweise schreinerspezifische Programme den Vorteil, dass sie auf den jeweiligen Bereich präzise zugeschnittene Funktionen bieten und Rationalisierungspotenziale optimal ausschöpfen.
Richtig teuer kann es werden, wenn man über einen längeren Zeitraum mit Gratissoftware arbeitet und viele Arbeitsdaten generiert hat, der Hersteller die Weiterentwicklung aber plötzlich einstellt. Dann kann jahrelange Arbeit zur Makulatur werden, weil die Daten aufgrund fehlender Schnittstellen nicht direkt in andere Programme übertragen werden können und somit nutzlos werden.
Bei der Entscheidung für Gratissoftware sollte man sich deshalb insbesondere folgende Fragen stellen: Was will ich mit der Software machen? Ist das Programm zwar momentan geeignet, aber mittel- und langfristig überfordert (Funktionsumfang, Dateigröße, fehlender Fachbezug etc.)? Hat das Programm eine funktionierende Standard-Schnittstelle? Lassen sich Arbeitsdaten verlustfrei exportieren und in andere, leistungsfähigere Programme importieren? Wie lange gibt es den Hersteller/das Programm schon? Wird die Software regelmäßig technisch und inhaltlich aktualisiert? Wie viele Anwender nutzen die Software und welche Erfahrungen haben sie damit? Insbesondere Letzteres lässt sich heute relativ einfach in Bewertungen, Foren oder Blogs „googeln“, wobei man beachten sollte, dass Beiträge auch manipuliert sein können.
Fazit: Je nach Einsatz darfs auch was kosten
Software ist wichtig, denn sie spielt im eigenen Unternehmen eine zentrale Rolle bei der Rationalisierung von Arbeitsprozessen. Der Nulltarif darf deshalb kein alleiniges Entscheidungskriterium sein. Das gilt insbesondere für Anwendungen, die schreinerspezifische Funktionen erfordern.
Wer auf Nummer sicher gehen und zugleich Geld sparen will, sollte bei schreinerspezifischen Anbietern zuerst nach Light-Versionen oder nach Angeboten für Auszubildende respektive Existenzgründer fragen. Anbieter wie zum Beispiel Extragroup, OS Datensysteme oder PaletteCAD offerieren entsprechende Angebote. Auch Mietsoftware, wie etwa von Informationssysteme Dinklage, kann eine Alternative sein.

Kostenlos, aber nicht umsonst: Bezugsquellen, Anbieter und Produkte
Büro-Software
Bildbearbeitung/Grafik/Video
CAD
CADEMIA (www.cademia.org)
CadStd Lite (www.cadstd.com)
JustCad (www.justcad.com)
SketchUp (www.sketchup.com)
Diverse (www.lowbudget-cad.org)
Symbole/Texturen
(Quelle: Autor, Auswahl ohne Gewähr und ohne Anspruch auf Vollständigkeit)
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