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Kompakt geplant

Neugestaltung einer Küche mit Essplatz in Vaihingen/Enz
Kompakt geplant

Der Umbau eines Hauses in bewohntem Zustand fordert allen Beteiligten ein hohes Maß an Organisation und Geduld ab. Dass ein solches Vorhaben, in die richtigen Hände gegeben, von der Planung, der Fertigung bis hin zur Baubetreuung erfolgreich verlaufen kann, zeigt ein Projekt der Holzmanufaktur Stuttgart.

Autor: Heinz Fink

I Ausgangspunkt: ein Wohnhaus aus den 80er-Jahren in bester Aussichtslage, eine technik- sowie kochbegeisterte Bauherrschaft und ein engagierter Handwerksbetrieb mit langjähriger Erfahrung in der Massivholzverarbeitung. Die Aufgabe: grundlegende Neuorganisation und Umgestaltung der Küche und des anschließenden Essplatzes. Das Ziel: komplette Fertigstellung innerhalb eines festgelegten Zeitraumes und Lieferung der Leistungen aus einer Hand.

So oder so ähnlich könnte sich das Pflichtenheft lesen, nach dem Schreinermeister und Gestalter Ulrich Schnaithmann – Projektleiter der Stuttgarter Holzmanufaktur – den Umbau des vorgestellten Projektes betreute. „Unsere Kunden waren von Anfang an mit hohem Engagement und Vorwissen über das, was ihre spätere Küche können sollte, bei der Planung dabei,“ so Schnaithmann. „Von Anfang an war klar, dass man sich die Leistung aus einer Hand wünschte, das heißt einen Ansprechpartner für Bauherrschaft und alle Gewerke wollte: Die Bauherren übertrugen uns, neben Entwurf und Fertigung, die Gesamtbauleitung.“
Kunde sucht und findet Fachbetrieb
Projekte dieser Art sind für Schnaidtmann und seine Kollegen zum Glück keine Seltenheit und so konnte er den Auftrag in die Zuffenhausener Werkstatt holen. Und das, obwohl das Projekt mit seinen deckend weiß lackierten Fronten erst einmal nicht in das Auftragsspektrum eines eher ökologisch ausgerichteten Handwerksbetriebes zu passen scheint. Aber auch hier machte sich das Netzwerk der Partnerbetriebe, mit denen das Unternehmen seit Jahren zusammenarbeitet, bezahlt: Die Lackierung der MDF-Fronten führte die Firma Kellner Farbgestaltung aus Stuttgart aus.
Während diese „Feinarbeiten“ stattfanden, galt es, bauseits die Bedingungen für den späteren, passgenauen Einbau der Möblierung zu schaffen. Die beiden vormals getrennten Räume wurden durch Öffnung der Wand und Einzug eines statisch notwendigen Unterzuges großzügig verbunden. Da alle haustechnischen Anschlüsse für die neue Situation an anderen Stellen lagen, mussten neben Zu- und Abwasser auch die Gasversorgung und die komplette Elektroinstallation neu organisiert werden. Dazu berief Schnaidtmann in einer engen Taktung alle beteiligten Gewerke auf die Baustelle und klärte gemeinsam mit Bauherrschaft und Projektleitern die Eckpunkte und den daraus resultierenden Zeitplan des Umbaus. Diese straffe Organisation war notwendig, denn zwischen der Entkernung und der Fertigstellung lagen am Ende nur fünf Wochen.
Offen und lichtdurchflutet
Das Ergebnis des Prozesses kann sich sehen lassen: Entstanden ist ein helles, fließend ineinander übergehendes Raumgefüge vom Flur über den Essplatz bis hin zur Küche. Die Frühstückstheke – zur Küche hin als Unterschrank mit Auszügen ausgeführt – besteht aus einer 70 mm starken Eichenplatte aus den Balken einer 200 Jahre alten Scheune – mit all den dazugehörigen „Holzfehlern“.
Im Kontrast dazu stehen die deckend weiß lackierten, weitestgehend grifflosen Fronten der Küche: Hinter ihnen finden sich massiv gezinkte, auf Blum Vollauszügen geführte, mit Servodrive-Technik bestückte Schubläden und Auszüge. Speziell gefertigte Inneneinteilungen schaffen die notwendige Ordnung und geben Besteck, Geschirr und Gewürzdosen Halt.
In die umlaufend in die Fensternischen eingepasste Arbeitsplatte aus weißem Mineralwerkstoff sind die Spüle und das Gaskochfeld flächenbündig eingelassen. Die Wandflächen sind als Spritzschutz, etwa 30 cm hoch, ebenfalls mit Mineralwerkstoff belegt und nach oben flächenbündig angeputzt.
Die Hochschrankzeile im rechten Bereich nimmt neben zwei Auszugsschränken die notwendigen Geräte wie Kühl- und Gefrierschrank und den Backofen mit darunterliegender Wärmeschublade auf. Im Aufsatzschrank findet sich hinter einem Aluminiumrollladen ausreichend Platz für diverse Küchengeräte. I
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