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Tisch, Bank, Hocker …

Messerückblick Blickfang 2013 in Stuttgart
Tisch, Bank, Hocker …

Bereits zum 21. Mal trafen sich Designer, Hersteller und Händler im März in der Stuttgarter Liederhalle zur Designmesse Blickfang. Neben traditionell vielen Mode- und Schmuckausstellern waren auch reichlich Möbler vertreten – darunter auch viele Handwerker und Jungdesigner der Region.

Autor: Martin J. Stumpf

I Die Trendmesse Blickfang ist eine Plattform für Möbel, Mode und Schmuck. Klein, überschaubar, familiär. Sie ist nicht wie andere Messen. Hier kann man sich informieren, diskutieren, schwätzen, probieren, Spaß haben, shoppen, flanieren, genüsslich den Espresso schlürfen und schauen wer vorbeikommt. Und dies sind nicht wenige. 22 800 Besucher wollten sich über die neuesten Designtrends informieren. Sie nutzen die Gelegenheit, sich inspirieren und beraten zu lassen, Trends hautnah zu erleben, Designer persönlich zu treffen und natürlich schöne und einzigartige Dinge zu kaufen. Für den kreativen Schreiner und Gestalter bietet sich ein Forum mit seinen Produkten an die Öffentlichkeit zu gehen, zu testen und das direkte Gespräch mit den Verbrauchern zu suchen. Jährlich im März treffen sich die „Kreativen“ zur großen Frühjahrsschau in Stuttgart, um ihre neuesten Produkte zu zeigen. Und dies nun schon zum 21. Mal.

Vor 21 Jahren belächelt – damals hieß sie noch „Raumobjekte/Blickfang“ – als Flohmarkt für Möchtegerndesigner, Do-it-yourself-Bastler und Vollholzschreiner, die dem hohen Anspruch an eine Designmesse nicht gerecht wurden. Stuttgart, Basel, Zürich, Wien, Kopenhagen, Hamburg. Heute ist die Blickfang eine Institution in mehreren europäischen Städten. Sie hat sich etabliert und erfährt eine anerkannte Reputation in der Fachwelt. Regelmäßige Beiträge von Hochschulen und ein hochkarätiges Rahmenprogramm mit Vorträgen anerkannter Designer und Architekten erhöhen den Stellenwert dieser Messe.
Rund 100 Aussteller im Bereich Möbel zeigten ihre Produkte. Darunter auch zahlreiche Newcomer, die erstmals ihre Ideen und neuen Trends präsentieren. Da ist der kleine Handwerker. Er zeigt seinen individuellen pfiffigen Prototyp, erklärt Gestaltungshintergründe und informiert über verwendete Materialien, in der Hoffnung auf einen Käufer. Da ist das Team aus Jungdesigner und Schreinermeister, bei denen der kreative Blitz eingeschlagen hat. Sie hoffen auf einen Designpreis wohlwissend, dass sich damit die Chance auf eine Veröffentlichung und Vermarktung erhöhen wird.
Dabei ist aber auch die etablierte Schreinerei, die durch ihre Exponate und Referenzen beeindruckt und sich für große Aufgaben empfiehlt. Oder der Zimmermann, der mit der Kettensäge arbeitet, und da ist der Bildhauer und Künstler, der die Schönheit des Holzes individuell hervorhebt und es zu funktionierenden Produkten bearbeitet.
Weg vom europäischen Massendesign – Konsumenten interessieren sich wieder stärker für individuelle, handwerklich gut gefertigte Produkte, statt dem herrschenden Lifestyle zu folgen. Hier ergeben sich für die „Kleinen und Individuellen“ Chancen und Ansätze sich zu behaupten, und diese Marktnische erfolgreich auszufüllen.
Sie kommen nicht nur aus der näheren Umgebung. Aussteller sind aus ganz Deutschland und aus europäischen Nachbarländern angereist. Für junge Designer, für Handwerker die sich mit Gestaltung auseinandersetzen, bietet sich eine erste Chance sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren, ihre Entwurfs- und Gestaltungsideen zu erklären, und die eigene Fachkompetenz zu demonstrieren. Eintauchen in die Messe-Atmosphäre, Spaß haben und Kontakte knüpfen – für viele eine zusätzliche Motivation Zeit und Kosten zu investieren.
Fast allen Kleinen gemeinsam ist ein imponierender, erfrischender, optimistischer Idealismus, verbunden mit dem Glauben an ihr Produkt, und dessen Chance Liebhaber und Käufer zu finden. Doch mancher Traum endete an der bitteren Realität schon nach drei Tagen.
Aber bis zum nächsten Frühjahr ist es noch eine lange Zeit und bis dahin können noch einige kreative Blitze einschlagen. I
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