Den Energiebedarf spürbar senken

Effiziente Druckluft

Druckluft in Schreinerbetrieben zu erzeugen ist keine Hexerei – aber wenn sie zuverlässig, effektiv, qualitativ passend und energiekostensparend zur Verfügung stehen soll, gibt es ein paar Dinge zu beachten.

I Ein Druckluftsystem wird häufig auf den Kompressor reduziert. In sehr vielen Betrieben stellt er den Inbegriff der Drucklufterzeugung dar. Allerdings handelt es sich bei der Druckluftversorgung um ein Komplettsystem aus Erzeugern und Verbrauchern, Transporteuren und Aufbereitungssystem. Das schwächste Glied der Kette bestimmt, wie effektiv die Druckluft genutzt werden kann.

Der erste Punkt auf dem Weg zu effizienterer Drucklufterzeugung ist die Wahl des richtigen Kompressors. Richtig heißt: ausgelegt auf die Bedürfnisse des Betriebes. Dabei ist ausschlaggebend, ob er im Dauereinsatz oder im On/Off-Betrieb läuft. Es stellt sich die Frage nach der erforderlichen Druckluftqualität. Daneben spielen die Art der Anwendung und der richtig gewählte Betriebsdruck eine wichtige Rolle.
Der Druck wird häufig zu hoch eingestellt, weil das Druckluftsystem nicht als Ganzes betrachtet wird. Die Absenkung des Betriebsdrucks um ein bar bringt über das Jahr ge- rechnet aber in der Regel eine deutlich spürbare Energiekostenersparnis (1 bar Druck-ab-senkung ergibt eine Ersparnis von 6 % in der Antriebsleistung des Kompressors).
Also gilt: Erst analysieren, welcher Bedarf in der eigenen Werkstatt wirklich vorhanden ist, dann die richtigen Komponenten wählen, die einen möglichst niedrigen Betriebsdruck ermöglichen. Ein Energiemanager, wie er zum Beispiel inzwischen bei den IHKs ausgebildet wird, kann dabei hilfreich zur Seite stehen.
Energiesparend trocknen und speichern
Danach ist die richtige Aufbereitung der Druckluft wichtig. Wasser im Druckluftnetz kann zu Ablagerungen in den Rohren oder zur Zerstörung von Werkzeugen und Pneumatik führen. Druckluft sollte daher getrocknet werden. Drucklufttrockner gibt es in unterschiedlichen Varianten und Größen.
Energiespartrockner sorgen dafür, dass auch bei diesem Punkt die Stromrechnung so niedrig wie möglich bleibt, weil sie im Teillastbereich betrieben werden können und dann keinen Strom verbrauchen. Ein anschließend installierter Druckluftspeicher – ebenfalls ausreichend dimensioniert – sorgt für einen stabilen Druck und verhindert unnötige Druckluftproduktion.
Leitungen richtig verlegen
Darüber hinaus gibt es weitere Ursachen für Energieverlust und große Druckdifferenzen im Leitungsnetz.
Dazu zählen Verunreinigungen in den Rohren, zu enge Rohrquerschnitte und strömungstechnisch ungünstige Verlegung der Rohr- leitungen. Gerade zu klein gewählte Rohrdurchmesser führen zu Druckverlusten, die dann durch einen teuren höheren Betriebsdruck ausgeglichen werden müssen. Rohre sollten daher immer ausreichend groß dimensioniert und mit möglichst wenig Windungen verlegt sein. Wer Hilfe braucht, findet auf den Internetseiten namhafter Hersteller nützliche Online-Werkzeuge zur Berechnung des optimalen Durchmessers.
Leckagen minimieren
Die beste Auslegung der Leitung nutzt nichts, wenn die Druckluft durch Leckagen wieder entweicht. Der finanzielle Schaden, den diese anrichten, wird gerne unterschätzt: Üblicherweise liegen die Leckage-Raten bei 10 bis 25 %. Mithilfe moderner Suchgeräte lassen sich Leckagen heute aber gut orten und anschließend beheben.
Richtig abschalten
Und ganz zum Schluss: Druckluftsystem un- bedingt richtig abschalten!
Bei der Installation wird häufig der Einbau eines Drucklufthaltesystems vergessen. Dabei leistet dieses wertvolle Dienste. Ist das Netz nach Schwachlast- oder Ruhezeiten drucklos, fehlt der Widerstand des Netzdrucks beim erneuten Anfahren der Kompressoren.
Dabei besteht die Gefahr, dass Druckluft mit zu hohem Volumen Filter und Trockner „überfährt“ und Wasser ins Netz gelangt. Druck-haltesysteme verhindern das zuverlässig. (nr/Quelle: Kaeser Kompressoren SE) I
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