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Bevor Sie einen Leasingvertrag unterschreiben, sollten Sie ihn verstanden haben. Wir erklären wichtige Begriffe.
Foto: FML
Kapitalschonende Finanzierung

Das Leasing-ABC

Leasing hilft mittelständischen Unternehmen, wettbewerbsfähig zu bleiben. Es ermöglicht vor allem in wirtschaftlich angespannten Zeiten wichtige Investitionen, um immer auf dem aktuellen Stand der Technik zu sein. Wir erklären die wichtigsten Leasing-Begriffe.

Produktivität und Innovation sind für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens entscheidend. Daher ist es wichtig, immer auf dem neuesten Stand der Technik zu sein. Eine kapitalschonende Finanzierungsmethode ist Leasing. Sie ermöglicht rentable Investitionen innerhalb eines rasanten Modernisierungszyklus. Ralf Marquardt, Geschäftsführer der Leasinggesellschaft FML, erklärt die wichtigsten Leasing-Begriffe.

Bilanzneutralität

Ein großer Vorteil von Leasing ist die Bilanzneutralität. Das heißt, die geleasten Objekte tauchen weder auf der Aktiv- noch auf der Passivseite der Bilanz auf. Die Bilanzkennzahlen, z. B. die Eigenkapitalquote, bleiben damit anders als bei einer Kreditfinanzierung unverändert. Darüber hinaus kann der Leasingnehmer die Leasingaufwendungen in seiner Gewinn- und Verlustrechnung als Betriebsausgaben verbuchen.

Laufzeit

Der Leasingvertrag wird über eine bestimmte Laufzeit abgeschlossen. Dafür ist die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des Objektes ausschlaggebend, die sich nach den amtlichen AfA-Tabellen (Afa = Absetzung für Abnutzung) richtet. Die Leasing-Vertragsdauer muss zwischen 40 und 90 % der AfA-Zeiten liegen.

Leasingraten

Leasingraten sind Betriebsausgaben für die Nutzung eines Leasingobjekts, die beim Leasingnehmer sofort voll abzugsfähig sind. Dabei gibt es Unterschiede: Leasingraten können linear (gleichbleibend), progressiv (im Verlauf zunehmend), degressiv (im Verlauf abnehmend) oder saisonal (mit nutzungsspezifischen Intervallen) angesetzt werden.

Leasingvertrag

Der Leasingvertrag wird für eine feste Laufzeit abgeschlossen. Daher ist es wichtig, sich vorab Gedanken über die tatsächliche Nutzungsdauer zu machen. Aus betriebsbedingten Gründen kann man das Leasingobjekt aber vorzeitig austauschen. Besonders in der Bürokommunikation kann das wegen technologischer Innovationen sinnvoll sein. Stellt es sich dagegen heraus, dass das Objekt doch länger benötigt wird, so ist auch eine Verlängerung der Vertragslaufzeit oder ein Kauf möglich.

Mietkauf

Der Mietkauf entspricht im Wesentlichen der klassischen Darlehensfinanzierung. Die Bilanzierung erfolgt beim Mietkäufer, d. h. er aktiviert das Objekt in seiner Bilanz und kann entsprechende Abschreibungsmöglichkeiten nutzen. Der Mietkäufer ist also von Beginn an wirtschaftlicher Eigentümer. Im Gegensatz zum Leasing ist der Mietkauf nicht bilanzneutral und die Mietkaufraten sind nicht voll als Betriebsausgaben absetzbar. Mit der letzten Rate geht auch das juristische Eigentum automatisch an den Mietkäufer über.

Mobile Leasingobjekte

Grundsätzlich kann man alle mobilen Investitionsgüter leasen. Neben Produkten mit schnellen Innovationszyklen wie IT- und Kommunikationstechnik eignet sich gewerbliches Leasing auch für Objekte mit besonders langen Abschreibungslaufzeiten wie Büro- und Geschäftseinrichtungen und Maschinen. Hier kann über Leasing der Abschreibungsraum verkürzt und so der tatsächlichen, oft wesentlich kürzeren, Nutzungsdauer angepasst werden (pay-as-you-earn-Prinzip). In Kernbereichen der betrieblichen Investitionen z. B. in Maschinen, lassen sich über Leasing oft entscheidende Liquiditätsspielräume gewinnen, denn Leasing belastet weder die eigene Banklinie, noch das Eigenkapital und bietet außerdem über die gesamte Laufzeit eine feste Kalkulationsgröße.

Restwert

Sind die Anschaffungs- und Herstellungskosten während der Leasingdauer nicht durch Zahlung der Leasingraten getilgt worden, spricht man von einem Restwert. Bei dem im Vertrag ausgewiesenen Restwert handelt es sich aber lediglich um eine kalkulatorische Größe, die sich aus Objektwert, Höhe der monatlichen Rate und Laufzeit ergibt.

Teilamortisationsvertrag

Die Teilamortisation ist eine Leasingform, die sich dann empfiehlt, wenn das Leasingobjekt besonders wertbeständig oder im Restwert genau bestimmbar ist. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten des Leasingobjekts werden während der Grundmietzeit nur zu einem vorher festgelegten Prozentsatz amortisiert. Am Ende verbleibt ein Restwert, weshalb man auch vom Restwert-Leasing spricht. Liegt am Ende der Laufzeit der kalkulierte Restwert unter dem Marktwert, kommt in der Regel der Leasingnehmer für die Differenz auf. Ein zu niedrig angesetzter Restwert führt dagegen zu hohen Monatsraten. Es ist daher wichtig, den Restwert möglichst marktgerecht zu kalkulieren. Zum Ablauf der vereinbarten Leasingdauer kann der Leasingnehmer mit dem Leasinggeber aber auch eine Verlängerung des Vertrages oder den Kauf des Objektes vereinbaren.

Vollamortisationsvertrag

Im Gegensatz zur Teilamortisation ermöglicht die Vollamortisation dem Leasingnehmer eine schnelle Tilgung der Kosten (bis 40% der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer). Außerdem deckt die Leasingrate nicht nur die Anschaffungs- und Nebenkosten, sondern auch die Finanzierungs- und Gewinnanteile des Leasinggebers. Ist die Leasingdauer beendet, hat der Leasingnehmer die Möglichkeit das Objekt zurückzugeben, zu kaufen oder den Mietvertrag zu verlängern. (nr/Quelle: FML)


Über FML

Die FML Finanzierungs- und Mobilien Leasing GmbH & Co. KG aus Hamburg ist eine inhabergeführte Leasinggesellschaft, die mittelständische Unternehmer bei herstellerunabhängigen Investitionsfinanzierungen berät. Sie bietet auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden zugeschnittene, persönliche Beratung sowie langjährige Branchenkompetenz. Das Unternehmen finanziert Leasingobjekte in den Bereichen Maschinen, Landwirtschaft, Medizintechnik, IT- und Kommunikationstechnik, Hafen- und Schiffsausrüstung, Energie & Umwelttechnik, Raumlösungen (Inneneinrichtung sowie mobile Hallen und Lager) und Fahrzeuge (PKW, LKW, Oldtimer, E-Mobility).

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