Die Internetseite als „digitale Vertriebsmitarbeiterin“. Ein paar Tipps fürs Web - BM online
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Ein paar Tipps fürs Web

Die Internetseite als „digitale Vertriebsmitarbeiterin“
Ein paar Tipps fürs Web

Viele Unternehmen glauben, es reicht aus, eine Webseite zu haben – die Kunden werden dann schon kommen. Doch weit gefehlt. 95 % aller Internetauftritte sind einfach nur schöne Schaufenster ohne Seele und Intelligenz, weder verkaufs- noch vertriebsorientiert. Das können Sie ändern.

Autor: Sanjay Sauldie

I Eine Analyse von über 50 Webseiten aus der Fenster- und Türenbranche im deutschsprachigen Raum Anfang 2014 hat ergeben:

  • 95 % der Seiten sind optisch zwar in Ordnung, die Programmierung sollte aber dringend überarbeitet werden.
  • 68 % sind sehr technisch ausgerichtet und dadurch wenig ansprechend für Endkunden.
  • 12 % haben gravierende Mängel und sollten komplett überarbeitet werden.
  • 28 % zeigen einen geringen Optimierungsbedarf: Die Grundidee ist zwar gut, aber Optik und Programmierung sind nicht durchgängig.
  • Nur 5 % aller untersuchten Seiten sind sowohl suchmaschinenoptimiert als auch ansprechend gestaltet.
Dieses Ergebnis ist bedenklich, erfolgt heute doch auch im Handwerk der erste Kontakt zwischen Kunden und Unternehmen meist über das Internet. Geben Sie bei Google mal das Stichwort „Fenster“ oder „Türe“ und Ihren Ort ein. Erscheint Ihre Website nicht unter den Top-Zehn-Ergebnissen, verlieren Sie unter Umständen viele Interessenten an eine andere Firma mit einer besser aufgestellten Webseite.
Mein Tipp: Betrachten Sie Ihre Webseite als eine (digitale) Vertriebsmitarbeiterin. Diese würden Sie nicht nur nach dem Aussehen auswählen. Sie würden sich ihr Bewerbungsfoto zwar ansehen – viel wichtiger aber sind Zeugnisse und Referenzen, Fachwissen und Glaubwürdigkeit, ihre Erfahrung und ein gutes Gespür für andere Menschen. Und schon im Voraus hätten Sie sich Gedanken über das zukünftige Aufgabengebiet gemacht und würden ihr Ziele stecken. So sollten Sie auch vorgehen, wenn Sie eine neue Webseite planen oder Ihre alte überarbeiten wollen.
Erst Fragen klären, dann gestalten
Wenn ein neuer Firmenauftritt geplant ist, versuchen viele Unternehmen nur, schnell eine Agentur oder einen Designer zu finden, um eine schöne Seite ins Internet zu bringen. Wenn Sie mit Ihrem Auftritt neue Kunden locken wollen, ist dies aber der letzte Schritt. Zunächst sollten Sie sich einige Fragen stellen: Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrer Webseite? Ist es nur die Darstellung Ihres Unternehmens im Internet oder wollen Sie damit Ihre Marke stärken und den lokalen Markt besser ansprechen? Wie erreichen Sie auch Freunde Ihrer Kunden – ohne allzu großen Aufwand? Erst, wenn diese Fragen beantwortet sind, beschäftigen Sie sich mit dem Design der Webseite.
Nur so kann sich Ihre Investition lohnen – und die neue „Mitarbeiterin“ das leisten, was Sie sich von ihr erhoffen und wozu Sie sie ein-gestellt haben. Dasselbe gilt übrigens auch für die Programmierung der Seite: Mit einem konkreten Plan können Sie Schüler und Studenten damit beauftragen. Wenn Sie aber selbst nicht wissen, welches Ziel Sie verfolgen, bringt auch die teuerste Agentur nichts.
Der Aufbau der Seite: Keine Kunst
Die erfolgreichsten Seiten im Internet sind keine Kunstwerke. Sie folgen den Regeln von Google und orientieren sich an den Such- und Lesegewohnheiten der Nutzer. Auch Ihr Firmenauftritt muss den Gesetzen der Wahrnehmung im Internet folgen. Es reicht heute nicht mehr aus, von Google gefunden zu werden. Besucher entscheiden auch innerhalb von Sekunden, ob ihnen eine Seite gefällt oder nicht. Gewisse Informationen erwarten sie an bestimmten Stellen. Wenn sie den Aufbau nicht verstehen, nicht finden, was sie suchen, sind die potenziellen Kunden ganz schnell wieder weg.
Wenn ein Besucher auf Ihre Webseite kommt: Was erwartet ihn? Wird er zum Verweilen eingeladen oder kann nur ein Künstler die Gestaltung verstehen? Das Bild oben zeigt den optimalen Aufbau einer Webseite, das sogenannte „Drei-Spalten-Design“. Die Menschen kennen diese Struktur und wissen, wie sie damit umgehen müssen. Dadurch finden sie sich leicht und schnell zurecht.
Details müssen Sie für Ihren Internetauftritt natürlich individuell festlegen, doch folgende Punkte sind wichtig: Das Logo sollte auf allen Seiten links stehen, der Brotkrumenpfad (Home u003E Kategorie u003E Unterkategorie) immer an derselben Stelle zu finden sein und dem Besucher als Navigationshilfe dienen. Sehr wichtig sind auch ständig sichtbare Handlungsaufforderungen: Kontaktdaten, Messetermine, ein Rückrufservice, Videos oder die Newsletter-Anmeldung. Ziel dieser Maß- nahmen ist es, dass der Besucher nicht verschwindet, ohne sich zu erkennen zu geben. Eine gute Hilfe sind da auch White-paper, die zum Download angeboten werden, natürlich erst nach kostenloser Registrierung.
Die Navigation sollte sowohl links als auch oben sichtbar sein. Die eigentlichen Inhalte untergliedern Sie in Überschrift, Untertitel und Anreißertext und ergänzen Sie durch Bilder und Videos. Das Suchfeld gehört nach oben rechts. Hier bringen Sie außerdem Links zum Impressum, zu Ihren AGBs und Kontaktdaten sowie zu weiteren „Muss- Inhalten“ unter.
Keyword-Wolken helfen Suchmaschinen
Es hat sich eingebürgert, am Ende der Seite sogenannte Keywordwolken einzusetzen. In diesem Bereich tauchen Schlüsselbegriffe aus allen Texten auf und werden je nach Häufigkeit in Ihren Texten in verschiedenen Größen angezeigt. Für Suchmaschinen ist das eine große Unterstützung beim Indizieren der Inhalte einer Webseite.
Die Pflege der Webseite
Was nützt es Ihnen, wenn Ihre Vertriebsmitarbeiterin schön ist, aber nicht intelligent? Deshalb ist es wichtig, dass Sie ihr Aufmerksamkeit schenken, sie schulen und strategisch positionieren. Für die Pflege und Betreuung der Webseite empfehle ich zwei bis acht Stunden pro Woche zu reservieren. Sehen Sie das als Mitarbeitergespräch an, in dem Sie Ihre „Vertrieblerin“ mit neuen Informationen und Inhalten motivieren. Sie ist 24 Stunden, Tag und Nacht – auch an Wochenenden – für Sie tätig, ohne müde zu werden oder sich zu beschweren.
Wissen ist Macht
Zu guter Letzt: Vermeiden Sie es, sich darauf zu verlassen, dass andere über Internet- Marketing und Social Media Bescheid wissen und schon das Richtige für Sie tun werden. Bilden Sie sich weiter und beteiligen Sie sich aktiv an den Entscheidungen, denn schließlich geht es um Ihr Unternehmen und Ihre Marke – und langfristig um Ihre Existenz. Willkommen im digitalen Zeitalter! I
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