Mobile Anlagegüter clever finanzieren

Flexibler mit Leasing

Wer erfolgreich sein will, muss wettbewerbsfähig bleiben. Eine Voraussetzung hierfür ist, mit den bestmöglichen Maschinen zu arbeiten. In der Regel sind diese jedoch in der Anschaffung teuer. Im Kernbereich der betrieblichen Investition lassen sich mit Leasing entscheidende Liquiditätsräume schaffen.

Ralf Marquardt

Leasing ist vor allem für diejenigen interessant, denen der unmittelbare Nutzen wichtiger ist als der Wunsch nach Eigentum. Hier kommt das sogenannte „pay as you earn“-Prinzip zum Tragen: Die Leasingraten werden aus den Erträgen bedient, die das gemietete Objekt erwirtschaftet und sind gleichzeitig als Betriebsausgaben voll steuerlich absetzbar.

Welche Vor- und Nachteile hat Leasing?

Für Leasing spricht insbesondere im Vergleich zu einem Bankkredit oder der Finanzierung über Eigenkapital, dass das Eigenkapital sowie die vorhandenen Bank- bzw. Kreditlinien geschont werden. Durch die über die Laufzeit fest vereinbarten monatlichen oder saisonalen Leasingraten bleibt die Investition kalkulier- und überschaubar. Der Leasingnehmer kann am Ende entscheiden, ob er das Objekt kaufen, weiter leasen oder auf eine Neues umsteigen möchte.

Außerdem ist Leasing meist etwas einfacher als eine Bankfinanzierung, sodass auch auf kurzfristige Finanzierungsbedarfe schnell reagiert werden kann. Und: Im Vergleich zur Maschinen-Miete ist Leasing – auf lange Sicht – deutlich günstiger. Auch können im Leasing oder über eine Mietkauffinanzierung Fördergelder eingebunden werden und so die Investition noch lohnender machen.

Der Vorteil von Leasing besteht unter anderem in der Möglichkeit, individuell kalkulieren zu können: Welche Anzahlung er wählt und welche Laufzeit, muss dabei jeder Leasingnehmer selbst entscheiden. Bei der monatlichen Leasingrate sollte man ehrlich zu sich selbst sein und sich fragen: „Was kann ich aufbringen?“

Ab wann sich Leasing lohnt, hängt von der individuellen Liquiditätssituation und den sonstigen geplanten Investitionen ab. In jedem Fall ist es sinnvoll, einen unabhängigen Finanzberater zurate zu ziehen, um gemeinsam über die Investitionsplanung zu sprechen.

Was kann man alles leasen?

Geleast werden können Bau- und Werkzeugmaschinen, Nutzfahrzeuge aber auch IT, Büro- und Lagerausstattungen, also grundsätzlich alle mobilen Anlagegüter. Wichtig bei Mobilien-Leasing ist die Tatsache, dass die Leasing-Objekte „fungibel“ – also beliebig ersetzbar bzw. wiederverwertbar – sein müssen. Spezielle Maschinen, die für einen Kunden „maßgefertigt“ wurden, müssen über Spezialleasing bzw. Mietkauf finanziert werden.

Die Leasingmöglichkeiten von IT zum Beispiel umfassen weit mehr als die Finanzierung von PCs und Notebooks. Neben Hard- und Software gehören dazu auch Präsentations- und Konferenztechnik, Produktionstechnik, Telefonanlagen, Kassensysteme und Warensicherungsanlagen. Auch firmeneigene Cloud- und Serverlösungen, die keine realen Güter/Gegenstände sind, können geleast werden. Da IT-Equipment schnell veraltet, wird hier eine klassische Leasinglaufzeit von maximal 48 Monaten angesetzt. Bei Auslaufen des Vertrages kann der Unternehmer dann entscheiden, ob die Ausstattung übernommen oder in eine neue investiert wird.

Im Bereich Fahrzeuge können so ziemlich alle Arten von Fahrzeugen geleast werden: PKW und LKW genauso wie Baufahrzeuge und Transporter. Das gilt sowohl für Neufahrzeuge als auch für gebrauchte Fahrzeuge inklusive Jahreswagen (Gebrauchtleasing). Durch den geringeren Anschaffungswert z. B. eines gebrauchten PKWs sind die Leasingraten entsprechend günstiger.

Bei Fertigungsmaschinen sieht es ähnlich aus wie bei PKWs und Nutzfahrzeugen. Unabhängig davon, ob es um eine Dreh- oder Fräsmaschine, um Pressen, Maschinenhämmer oder um CNC-Maschinen geht: Wenn es sich um mobile Anlagegüter handelt, können sowohl neue wie auch gebrauchte Maschinen geleast werden. Durch den geringeren Anschaffungswert gebrauchter Mobilien sind die Leasingraten entsprechend günstiger.

Welche Leasingarten gibt es?

Die Wahl der Leasingvariante hängt ganz entscheidend von den Bedürfnissen des Kunden ab. Leasing kann schon ab einem Anschaffungswert in Höhe von 5000 Euro passend sein und somit gerade für Einzelunternehmer interessant werden. Gemeinsam mit der Leasingfirma klärt der Kunde, ob nach Ablauf des Vertrages das Leasingobjekt zurückgegeben, übernommen oder der Vertrag verlängert wird. Dies geschieht meistens in enger Abstimmung zwischen dem Kunden, einem Steuerberater und der Leasingfirma. Beim Leasing in den oben genannten Bereichen kommen besonders folgende Vertragsarten zum Einsatz:

  • Vollamortisation,
  • Mietkauf,
  • Pool-Leasing,
  • Teilamortisation und
  • der Kilometer-Vertrag.

Die Vollamortisation ermöglicht dem Leasingnehmer vor allem eine schnelle Tilgung der Kosten über einen kurzen Zeitraum und bietet sich damit für weniger wertbeständige Investitionen, z. B. im Bereich IT an. Für die Leasingdauer ist hierbei die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer gemäß der amtlichen Afa-Tabelle ausschlaggebend. Sie darf nicht kürzer als 40 % und nicht länger als 90 % der Afa-Zeit betragen. Ist die Leasingdauer beendet, hat der Leasingnehmer die Möglichkeit, das Objekt zurückzugeben, zu kaufen oder den Mietvertrag zu verlängern. Dieses ist die für IT-Leasing zumeist gewählte Vertragsart.

Neben Leasingverträgen bieten die meisten Gesellschaften auch den Mietkauf an. Hierbei handelt es sich quasi um eine Teilzahlungsvereinbarung, bei der das wirtschaftliche Eigentum sofort auf den Mietkäufer übergeht. Die Vorteile des Leasings, wie Laufzeitverkürzung oder Steuerersparnis kommen hier natürlich nicht zur Geltung.

Das Pool-Leasing ist eine flexible Leasingvariante, die auf einem Rahmenvertrag beruht, der eine Kombination aus Leasingverträgen verschiedenster Güter beinhaltet. Somit werden die Leasingkonditionen insgesamt attraktiver und günstiger.

Eine weitere Vertragsart ist der Teilamortisationsvertrag. Diese Leasingform empfiehlt sich in Bezug auf Leasing von Maschinen und Fahrzeugen und wenn das Leasingfahrzeug besonders wertbeständig oder im Restwert genau vorher bestimmbar ist. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten des Leasingfahrzeugs werden während der Grundlaufzeit nur zu einem vorher festgelegten Prozentsatz amortisiert. Am Ende verbleibt ein Restwert, weshalb man auch vom „Restwert-Leasing“ spricht. Den Restwert garantiert in der Regel der Leasingnehmer oder der Lieferant. Darum ist es wichtig, den Restwert möglichst marktgerecht und realistisch zu kalkulieren.

Häufig kommt beim PKW-Leasing auch noch der Kilometervertrag in Betracht. Dies ist abhängig vom Fahrzeugtyp und der Laufzeit, denn die Leasingrate wird beim Kilometervertrag auf Basis einer vorher festgelegten Kilometer-Leistung kalkuliert und nach Ablauf entsprechend den Mehr- oder Minderkilometern endgültig abgerechnet.

Die Wahl des richtigen Leasingpartners

Hersteller-Leasinggesellschaften bieten oft günstige Leasingkonditionen, dafür werden die Leasingverträge mit hohen Rabatten oder Restwerten „gesponsert“. Jedoch sind sie oft unflexibel, wenn es um Mietverlängerungen oder kombinierte Angebote mit Produkten anderer Hersteller geht.

Banken-Leasinggesellschaften bieten zwar gute Zinskonditionen, dafür wird aber die Leasingverbindlichkeit dem Gesamtfinanzierungsrahmen zugeschlagen, sodass es hier zu Engpässen und Abhängigkeiten kommen kann.

Die größte Flexibilität bieten banken- und herstellerunabhängige Leasinggesellschaften. Der Vorteil: Sie beraten ihre Klientel umfassender und bieten eine Vielzahl von Leasing- und Verlängerungsoptionen sowie Leasing für Gebrauchtmaschinen an. Betriebliche Kerninvestitionen lassen sich so mit einer gesamtheitlichen Betrachtung und vorausschauender Planung liquiditätsschonend finanzieren.


Der Autor

Ralf Marquardt ist Gründer und Geschäftsführer der FML – Finanzierungs- und Mobilien Leasing GmbH & CO. KG, Hamburg.


Über FML

Für den Mittelstand

Die FML Finanzierungs- und Mobilien Leasing GmbH & Co. KG aus Hamburg ist eine inhabergeführte Leasinggesellschaft, die mittelständische Unternehmer bei herstellerunabhängigen Investitionsfinanzierungen berät, um damit zum langfristigen wirtschaftlichen Erfolg ihrer Kunden beizutragen. Getreu dem Motto FML – „Flexibler mit Leasing“ bietet das Unternehmen auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden zugeschnittene, persönliche Beratung sowie langjährige Branchenkompetenz. Die FML finanziert Leasingobjekte in den Bereichen Maschinen, Landwirtschaft, Medizintechnik, IT- und Kommunikationstechnik, Hafen- und Schiffsausrüstung, Energie & Umwelttechnik, Raumlösungen (Inneneinrichtung sowie mobile Hallen und Lager) und Fahrzeuge (PKW, LKW, Oldtimer, E-Mobility). Das inhabergeführte Unternehmen mit Sitz in der Hamburger Speicherstadt wurde 1989 gegründet.

FML – Finanzierungs- und Mobilien Leasing GmbH & Co. KG, 20457 Hamburg

www.fml.de

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