PEFC führt Regional-Label für Holzprodukte ein

Heimisches Holz aus …

Produkte mit regionalem Ursprung sind gefragt. Die Zertifizierungsorganisation PEFC führte deshalb das neue Label „Heimisches Holz aus …“ ein, das auch holzverarbeitende Unternehmen nutzen können.

I Nachhaltig und regional – mit dieser Kombination bietet das neue Regional-Label der Wald- und Holz-Zertifizierungsorganisation PEFC holzverarbeitenden Unternehmen die Chance, ihre Produkte und Dienstleistungen noch besser zu vermarkten. Denn immer mehr Verbraucher wollen, dass die von ihnen gekauften Produkte aus Holz hergestellt sind, das aus deutschen oder regionalen Wäldern stammt.

Das PEFC-Regional-Label gilt für größere und kleinere Regionen. PEFC unterscheidet drei Ebenen. Ebene 1 bildet „Heimisches Holz aus Deutschland“. Holz der Ebene 2 stammt aus den deutschen Bundesländern, zum Beispiel „Heimisches Holz aus Bayern“. Hölzer der Ebene 3 haben ihren Ursprung aus einer Wald-Region innerhalb eines Bundeslandes. Zur Zeit sind die Wald-Regionen Allgäu, Altbayern, das Bayerische Oberland und Franken genehmigt, die allesamt in Bayern liegen. Dies soll sich bald schon ändern, denn einige nichtbayerische Waldbesitzervereinigungen und Waldbesitzer planen, ihre Wald-Regionen entsprechend zu profilieren.
Start im Wald- und Holzland Bayern
Im Frühjahr 2015 war der Startschuss zum PEFC-Regional-Label mit der Produktion von Bleistiften gefallen: Die Staedtler Mars GmbH & Co. KG und die Bayerischen Staatsforsten hatten sich zu diesem Pilotprojekt zusammengefunden. Der Clou: Die Bleistifte wurden aus Lindenholz gefertigt, das ausschließlich in Unterfranken eingeschlagen wurde. Wenige Monate später, im September 2015, präsentierte die Nemmer Holzspielwaren GmbH die deutschlandweit ersten Holzspielzeuge mit dem PEFC-Regional-Label. In beiden Fällen führte es den begleitenden Slogan „Heimisches Holz aus Bayern“ mit sich.
Daniel Fritz, bei PEFC Deutschland zuständig für die Wald- und Produktkettenzertifizierung, sieht das Regional-Label auf einem guten Weg. Dass Interesse sei groß und er weiß aus Gesprächen, dass auch Handwerker nun Marketingkonzepte erarbeiten, um regionales Holz in naher Zukunft auszuflaggen und zu vertreiben.
Der Betrieb muss zertifiziert sein
Für Betriebe, die das PEFC-Regional-Label nutzen wollen, gelten strenge Regelungen: So muss das Holz nicht nur in einer eindeutig definierbaren Region in Deutschland eingeschlagen werden, sondern es muss zudem im ganzen Produktionsprozess jederzeit eindeutig identifizierbar bleiben. Grundvoraussetzung, um das PEFC-Regional-Label nutzen zu können, ist, dass man als Betrieb bereits über ein gültiges PEFC-Chain-of-Custody-Zertifikat verfügt. (ra/ Quelle: PEFC) I

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