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Sich selbst steuern

Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer, Teil 5
Sich selbst steuern

Selbstbewusstsein, Einfühlungsvermögen, Entscheidungsfreude: Nutzen Sie Ihre Stärken, um Ihre Tagesziele zu erreichen. (BM-Foto: Regina Adamczak, mit freundlicher Genehmigung der Schreinerei Schaaf, www.schreinerei-schaaf.com)
Bei den Jahres-, Monats- und Wochen-Zielen geht es noch ausschließlich um Planung, alles ist offen. Mit dem Tagesziel aber kommt die Stunde der Wahrheit: Jetzt zeigt sich, ob Sie sich selbst so steuern können, dass Sie Ihre Ziele sicher erreichen – trotz aller Störungen.

Autor: Hartmut Stahl
Erfolgreiche Selbststeuerung setzt voraus, dass Sie sich selbst mögen, dass Sie mit sich, so wie Sie sind, zufrieden sind, dass Sie sich selbst akzeptieren, dass Sie selbst mehrmals täglich zu sich sagen: „Ich mag mich!“ Sie glauben an sich und Ihre Stärken. Sie vertrauen sich, dass es Ihnen gelingt, anderen − Ihren Kunden und Ihren Mitarbeitern – Nutzen zu bieten.

Planen Sie Ihren Tag! Machen Sie sich bewusst, was Sie tun werden. Aufgrund Ihrer Erfahrungen werden Sie Ihren Tag nicht minutiös verplanen, sondern Pufferzeiten für Unvorhergesehenes einplanen. Sie verfügen über Betriebspraxis, Sie haben eine Vorstellung von den Dingen, die auf Sie zukommen werden. Aufgrund Ihrer vorausschauenden Wochenplanung und der Realität können Sie den nächsten Tag planen und sich eines oder mehrere Tagesziele setzen. Sehen Sie Ihr Tagesziel bereits vor Ihrem geistigen Auge.
Um Ziele zu erreichen, dürfen Sie nicht an mögliche Probleme denken, die Sie von der Tageszielerreichung abhalten könnten. Sie müssen in Lösungen denken. Lösungen erzielen nur mit einer positiven Grundeinstellung.
Da schließt sich der Kreis und Sie erhalten die Bestätigung, dass Sie sich nur dann selbst steuern können, wenn Sie sich auf Ihre Stärken, auf Ihre Erfolge, auf Ihre Erfahrung, auf Ihre Zielerreichung konzentrieren.
Der kritische Tagesabschluss
Die Selbststeuerung beginnt mit dem kritischen Tagesabschluss am Arbeitsplatz, der erfahrungsgemäß je nach Tagesplanung 5 bis 15 Minuten andauert. Dazu gehört, dass Sie Ihren Arbeitstag tatsächlich am Arbeitsplatz abschließen. Dafür gibt es einige Gründe:
  • 1. Es stehen Ihnen alle Werkzeuge (Planungsinstrumente), Daten und Unterlagen zur Verfügung, um den Vorgang/die Aufgaben sichten und abschließen bzw. neu einplanen zu können. Das geht nur am Arbeitsplatz.
  • 2. Der weit wichtigere Grund, warum Sie dies am Arbeitsplatz tun sollten, liegt jedoch darin, dass Sie Ihre Arbeit im Betrieb lassen und nicht mit in den Privatbereich nehmen. Dies ist besonders für Familienunternehmen von entscheidender Bedeutung.
  • 3. Mit dem Tagesabschluss am Arbeitsplatz steuern Sie, welche Gedanken Sie bewusst verarbeiten.
Ich unterstelle einmal, dass Sie als Führungskraft ein Planungsinstrument haben. Das mag ein Kalender, ein Planungsbuch, ein elektronisches System, z. B. von Palm oder ein iPhone, oder der PC mit Outlook, Lotus, Genesis oder einer anderen Software sein. Früher waren manche Führungskräfte stolz, wenn sie sich ihre Termine, Aufgaben und Telefonnummern merken konnten. Seit wir hierfür Systeme haben, nutzen wir diese, um Daten zu speichern. Unseren Kopf dagegen nutzen wir, um situativ, beim Kunden oder beim Mitarbeiter, die richtigen Aussagen oder Entscheidungen zu treffen und um überzeugend zu kommunizieren. Wenn sie also Ihren Arbeitstag abschließen, sollten Sie Ihr „Planungsinstrument“ zur Hand haben. Ihr Werkzeug zeigt Ihnen auf, was Sie für den abgelaufenen Tag an Aktivitäten, Kundenterminen, Mitarbeitergesprächen und eigenen Vorhaben, geplant haben. Sie sollten jetzt Punkt für Punkt nochmals durchgehen. Gleichzeitig sollten Sie folgende Fragen beantworten (siehe Kasten). Wenn Sie den Tag nochmals Revue passieren lassen, werden Sie einerseits viele Haken hinter erledigten Aufgaben machen, andererseits Unerledigtes neu einplanen. Gleichzeitig ziehen Sie für sich wichtige Erkenntnisse aus dem heutigen Tag, die Sie bei der künftigen Planung berücksichtigen werden. Wenn Sie den kritischen Tagesabschluss mehrere Wochen konsequent durchgeführt haben, wird dieser Rhythmus in Ihrem Unterbewusstsein verankert sein und Sie werden das täglich automatisch tun. Zum Schluss planen Sie den nächsten Arbeitstag „fein“, sodass dieser bereits am Vortag im Detail feststeht.
Positiver Tagesabschluss am Abend
Eine weitere Sache ist das Unterbewusstsein. Von Natur aus befinden Sie sich täglich zweimal in einem entspannten Zustand, in dem Ihr Unterbewusstsein gut aufnahmefähig ist. Das ist am Abend kurz vor dem Einschlafen und morgens kurz vor dem Aufstehen. Vor dem Einschlafen ist also ein guter Zeitpunkt für den positiven Tagesabschluss am Abend.
Weil Ihr Unterbewusstsein Ihr treuester Diener ist, sollten Sie Ihrem Diener sagen, wie und wodurch er Ihnen am besten dienen kann. Machen Sie sich also nochmals Ihre Stärken bewusst (siehe Kasten). Wichtig dabei ist, dass Sie in dieser Phase nur an die Dinge denken, die positiv waren und die Sie in Ihrem Unterbewusstsein speichern wollen. Sie werden feststellen, dass Sie auch besser schlafen und den neuen Tag mit einem zielorientierten Tagesstart beginnen können.
Der zielorientierte Tagesstart
Der Tagesstart beginnt bei den meisten Menschen mit dem Weckerläuten. In der Phase, in der Sie aus dem Schlaf aufgeweckt werden, also noch nicht voll da sind, befinden Sie sich, wie vor dem Einschlafen auch, in einem entspannten Zustand. Ihr Unterbewusstsein ist also wieder gut zugänglich und wartet auf Ihre Anweisung, auf Ihre Programmierung.
Springen Sie nicht gleich aus dem Bett, sondern stellen Sie sich gedanklich einige Minuten den Herausforderungen des bevorstehenden Tages:
  • 1. Ich mach mir zuerst ein Bild vom Tag.
  • 2. Ich stelle mir vor, dass ich meine Tagesziele erreicht habe.
  • 3. Was gibt mir das Recht das zu glauben? Meine Stärken mache ich mir hierzu bewusst.
  • 4. Auch meine bisherigen Erfolge in vergleichbaren Situationen, meine Erfahrungen, geben mir die Sicherheit, dass ich mein Ziel erreichen werde.
  • 5. Dann stell ich mir noch den Nutzen vor, welchen ich Mitarbeiter/Kunden – je nach Tagesziel – bieten werde.
Ihre Gedanken sind Ihre größten Kräfte. Wenden Sie daher diese Kräfte zu Ihrem persönlichen Nutzen an und der Kreislauf des positiven Denkens startet in Ihrem Sinn. Unerschütterliches Vertrauen in Ihre eigenen Stärken ist der notwendige Antrieb. Voraussetzung ist, dass Sie Ihre Stärken wirklich kennen. Deshalb sollten Sie diese, wie vorne beschrieben, notieren und von Zeit zu Zeit aktualisieren.
Folgende kostenlose Downloads stehen zu diesem Thema online bereit: Die Macht des Unterbewusstseins, so arbeitet das Unterbewusstsein, die vier Phasen der täglichen Selbststeuerung, der Arbeitstag, das Leben, mein Umfeld und ich. Die Internetseiten wurden von Hartmut Stahl speziell für BM-Leser erstellt. Es ist eine einmalige Registrierung erforderlich:

BM-Praxistipp: Den Tag konstruktiv abschließen
Der kritische Tagesabschluss gehört an den Arbeitsplatz, wenn das Bewusstsein noch ganz wach ist. Der positive Tagesabschluss darf kurz vor dem Einschlafen erfolgen – wenn das Unterbewusstsein auf Empfang gestellt ist.
Der kritische Tagesabschluss:
  • Welche meiner geplanten Aufgaben habe ich erledigt? Was ist mir dabei besonders gut gelungen? Was weiniger gut und warum? Was habe ich daraus gelernt?
  • Was habe ich noch nicht erledigt? Warum nicht? Welche Konsequenzen ziehe ich daraus? Wann plane ich die Aufgaben nun ein?
  • Welche unvorhergesehenen Aufgaben kamen dazwischen? Woran lag das? Wie kann ich das zukünftig besser einplanen?
  • Was ist heute so richtig schief gelaufen und warum? Was kann ich für die Zukunft daraus lernen?
  • Was ist heute besonders gut gelaufen und warum? Wie kann ich dies künftig verstärken?
  • Was hat der heutige Tag dazu beigetragen, dass ich mit meinen gesteckten Zielen wieder ein Stück weiter gekommen bin?
Der positive Tagesabschluss:
Machen Sie sich nochmals Ihre Stärken bewusst:
  • Was habe ich heute erfolgreich durchgeführt?
  • Wem habe ich heute Nutzen gebracht?
  • Wessen Tag habe ich heute bereichert?
  • Wie habe ich mich in entscheidenden Situationen durchgesetzt?
  • Wo und wie habe ich Entscheidungen getroffen?
  • Wo habe ich durch meine Menschenkenntnis und mein Einfühlungsvermögen Interesse geweckt, Sicherheit gegeben und Vertrauen aufgebaut?
  • Was habe ich heute lernen können?
  • Worüber habe ich mich wirklich gefreut?
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