LiquidSol optimiert den Spritverbrauch von Transportern individuell gemäß Einsatzzweck

»Im Schnitt lassen sich acht bis 15 Prozent Treibstoff sparen«

Steigende Spritpreise und umweltfreundliches Denken kurbeln den Wunsch nach geringem Treibstoffverbrauch an. Katja und Dietmar Gelbe haben sich mit ihrer Firma LiquidSol bereits seit vielen Jahren darauf spezialisiert, diesen Wunsch zu realisieren – auch direkt vor Ort beim Schreiner und Tischler.

Bm-Redakteur Marc Hildebrand

BM: Sie bieten an, den Treibstoffverbrauch von Transportern und Servicemobilen gezielt und individuell zu senken. Wie funktioniert das und wieviel Sprit lässt sich wirklich einsparen?

LiquidSol: Wir passen das Management des jeweiligen Motors durch eine individuelle Optimierung der Steuerungssoftware – bei Nutzfahrzeugen vornehmlich Diesel – entsprechend des Nutzungsverhaltens an. Ein Servicefahrzeug für die City braucht schließlich andere Werte als ein Transporter für Montagen auf Langstrecken. Im Schnitt lassen sich 8 bis 15 Prozent Treibstoff sparen.

BM: Woher kommen Ihre Kunden und auf welchem Weg empfehlen Sie den Erstkontakt?

LiquidSol: Unsere Kunden stammen aus ganz Europa – und apropos Empfehlung – über 80 Prozent unserer Kunden kommen durch Empfehlungen auf uns zu. Das erleichtert uns Vieles, denn ein Interessent, der auf Empfehlung kommt, weiß bereits um die positiven Erfahrungen aus der Praxis und will auf die selbe Weise von unserer Leistung profitieren. Hier besteht schon mal ein Grundvertrauen. Das ist ein Vorteil, denn anders als das Werk eines Schreiners ist unsere Dienstleistung nicht sichtbar. Schließlich will niemand etwas falsch machen. Und da hilft die Meinung eines Vertrauten bei der Entscheidungsfindung immens. Grundsätzlich kann man über alle gängigen Kanäle Kontakt zu uns aufnehmen, wobei das Telefon fast immer das Mittel der Wahl ist, denn vieles ist so direkt schnell geklärt.

BM: Wie läuft denn der Erstkontakt ab und was ist der nächste Step?

LiquidSol: Zunächst klären wir im persönlichen Gespräch meistens allgemeine Fragen und sprechen über spezielle Wünsche. Bei einer Entscheidung für eine Optimierung dreht es sich im nächsten Step dann um den Wunschtermin und welche Zahlungsmodalität gewünscht ist. Denn neben dem Kauf bieten wir auch Leasing an. Teilweise wird das von der KfW gefördert und je nach Region in Deutschland wird das Angebot natürlich sehr gern genutzt. Die Modifikation der Motorsteuerungssoftware nehmen wir dann entweder vor Ort beim Kunden oder bei uns in Eckental vor.

BM: Wie lange dauert die Optimierung vor Ort in der Regel und kommen Sie auch für ein einzelnes Fahrzeug vorbei?

LiquidSol: Für eine Optimierung des Motormanagements veranschlagen wir ca. 1,5 bis 2,5 Stunden. Optimieren wir gleich mehrere Fahrzeuge am gleichen Ort, entstehen Überlappungseffekte, sodass sich die Zeit nicht aufaddiert. Grundsätzlich kommen wir auch für ein einzelnes Fahrzeug. Dafür legen wir uns aber sinnvolle Touren. In der Praxis ist solch ein Termin meist innerhalb von drei Wochen möglich.

BM: Eingriffe in die Motorensteuerung kenne ich eher aus der Tuning-Ecke in puncto Leistungssteigerung. Wo ist der Unterschied?

LiquidSol: Die angewendete Technik unterscheidet sich in der Tat nicht. Eine Steigerung der Leistung ist jedoch vergleichsweise einfach zu programmieren. Den Verbrauch zu senken erfordert ganz spezielles Know-how und wird nur von sehr wenigen Programmierern beherrscht.

BM: Was kostet die Optimierung in etwa und ist eine TÜV-Abnahme erforderlich?

LiquidSol: Interessenten müssen für einen Transporter mit Kosten in Höhe von etwa 800 Euro netto rechnen. Leasing ist individuell skalierbar und beginnt bei 17 Euro netto monatlich. Eine TÜV-Abnahme ist für eine reine Verbrauchsoptimierung nicht notwendig. Sofern auch die Leistung gesteigert werden soll – bis ca. 25 Prozent mehr sind möglich – erhält der Kunde auf Wunsch ein TÜV-Gutachten zur Eintragung in die Fahrzeugpapiere von uns. Das kostet rund 250 Euro netto extra.

BM: Gibt es eine Faustregel, wann sich eine solche Optimierung finanziell rechnet?

LiquidSol: Das Einsparpotenzial bei einem Transporter liegt bei ca. 1 bis 1,5 l/100 km. Wenn man man aktuell mit Dieselkosten von 1,00 Euro pro Liter netto rechnet, amortisiert sich die Optimierung nach 50 000 bzw. nach 80 000 Kilometern. Wir schauen uns aber jedes Fahrzeug anhand der Kundeninformationen an und raten auch mal von einer Optimierung ab, wenn das Fahrzeug z. B. kurz- oder mittelfristig ausgetauscht werden soll, oder wenn die Jahreslaufleistung so gering ist, dass sich die Optimierung nicht in einem angemessenen Zeitraum amortisiert.

BM: Bewegen Ihre Kunden eher wirtschaftliche Interessen oder Umweltgedanken?

LiquidSol: Letztlich steht bei 95 Prozent unserer Kunden die Wirtschaftlichkeit an erster Stelle. Die Zahl derer, die in der Optimierung vorrangig den Umweltaspekt sieht, nimmt allerdings stetig zu unter den Transport- und Fuhrbetrieben. Neben land- und forstwirtschaftlichen Unternehmen bilden diese unsere Hauptklientel. Schließlich bedeutet jeder eingesparte Liter Diesel 2,62 kg weniger CO2-Ausstoß für unsere Umwelt.

BM: Gibt es spezielle Voraussetzungen, die das zu optimierende Fahrzeug erfüllen muss?

LiquidSol: Prinzipiell können wir jeden Verbrennungsmotor ab Baujahr 2002 optimieren. Kleinere Saugmotoren bieten ein eher geringes Potenzial, sind aber optimierbar. Bei Handwerksbetrieben, wo Transporter der Sprinterklasse oder dieselbetriebene Artgenossen anderer Marken an der Tagesordnung sind, gibt es keine Einschränkungen. Im Zweifelsfall schickt uns der Kunde vorab eine Kopie des Fahrzeugscheins und wir beraten ihn.

BM: Beeinflusst das alles die Lebensdauer des Motors? Wie steht es um die (Werks-)Garantie?

LiquidSol: Wir bieten die Verbrauchsoptimierung nun seit rund 15 Jahren an und haben uns im Laufe der Zeit zunehmend auf Nutzfahrzeuge und deren Kraftstoffeinsparung konzentriert. Aus unserer Erfahrung in diesem Zeitraum zeigt die Verbrauchsoptimierung keine Auswirkung auf die Lebensdauer des Motors. In all der Zeit meldeten uns Kunden auch keinerlei Probleme mit der Werksgarantie. Viele begleiten uns bereits von Anfang an und empfehlen uns auch heute noch weiter. Unserseits geben wir auf die Software Garantie und bessern natürlich im Bedarfsfall nach.

BM: Wie steht es hier um Leasing-Fahrzeuge? Muss nach Ablauf des Leasing-Zeitraums der Originalzustand wiederhergestellt werden?

LiquidSol: Leasing-Fahrzeuge müssen im Originalzustand zurückgegeben werden. Das gilt für jede Veränderung und somit auch für diese. Das Zurücksetzen der Software ist eine Dienstleistung der LiquidSol.

BM: Was passiert nach einem Software-Update seitens des Herstellers? Ist dann alles gelöscht?

LiquidSol: Ein Software-Update des Herstellers kann die Optimierung löschen. In diesem Fall nehmen wir die Optimierung erneut vor. Dies ist ebenfalls eine Dienstleistung der LiquidSol. Doch bei weitem nicht jedes Werkstatt-Update beeinflusst unsere Software-Änderung. Ein modernes Fahrzeug verfügt über eine ganze Reihe unterschiedlicher Steuergeräte, z. B. für Bremsen, Klimaanlage, Licht usw.

BM: Wieso werden diese Optimierungen eigentlich nicht bereits direkt ab Werk angeboten? Wäre doch ein gutes Verkaufsargument für die Hersteller.

LiquidSol: Die Hersteller haben eine andere Zielsetzung als deren Kunden. Downsizing ist hier ein gutes Stichwort: In vielen Fahrzeugen verschiedener Klassen werden die gleichen Motoren verbaut. Die Differenzierung besteht dabei fast ausschließlich in der Software. Für den Käufer macht das aber einen erheblichen Preisunterschied aus.

Auch der Abgasskandal verdeutlicht, dass die Interessen der Hersteller anders geartet sind beziehungsweise waren. Unser Anspruch ist es hingegen, ganz individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse jedes einzelnen Kunden einzugehen. Diese Flexibilität kann ein großer Hersteller gar nicht leisten.

BM: Und warum lässt Ihrer Meinung nach nicht jeder sein Nutzfahrzeug direkt nach dem Kauf optimieren?

LiquidSol: Hauptgründe für die eher selektiven Fahrzeugoptimierungen sind in unseren Augen mangelnde oder schlicht falsche Informationen. Zudem existieren viele untaugliche Produkte auf dem Markt, die Verwirrung stiften. Es werden Magnetspulen, Additive, Katalysatoren angeboten – und sogar Globuli, denen zugeschrieben wird, den Spritverbrauch zu senken. Die Wirkung dieser Produkte lässt sich objektiv nicht nachweisen. Sie funktionieren vielleicht, wenn man an sie glaubt. Ein Placebo-Effekt sozusagen. Zudem erschweren Hobbytuner unser Geschäft, die das Blaue vom Himmel versprechen und dann enttäuschen. Herauszufinden, was funktioniert und was nicht, macht es für einen Laien schwer und daher zögern viele.

BM: Wie heben Sie sich von diesem diffusen Marktumfeld ab?

LiquidSol: Durch Erfahrung und ständige Weiterbildung. Wir optimieren hauptberuflich und sind für Kunden aus verschiedenen Bereichen europaweit unterwegs. Bliebe ein LKW liegen oder fiele ein Mähdrescher in der Erntesaison aus, wäre das eine mittlere Katastrophe. Dieser Verantwortung sind wir uns bewusst und meistern sie wie erwähnt seit 15 Jahren – egal, ob PKW, Transporter, Bus, LKW oder Landmaschine.

BM: Vielen Dank für die Infos und gute Fahrt weiterhin.

Das Interview führte BM-Redakteur Marc Hildebrand

LiquidSol GmbH

Katja und Dietmar Gelbe

90542 Eckental

www.liquidsol.de

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