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Nicht nur Show

BM-Bericht: Internationale Automobil-Ausstellung für Nutzfahrzeuge
Nicht nur Show

Weltpremieren waren die Ausnahme auf der Nfz-IAA in Hannover. Das Gute: Vieles von dem, was zur letzten Messe erstmals zur Schau gestellt oder auch nur angekündigt wurde, war erneut Thema – und ist jetzt lieferbar.

Autor: THOMAS DIETRICH

Wer im September in Hannover ein Feuerwerk der Innovationen erwartet hatte, musste enttäuscht werden. Ausgesprochen unaufgeregt präsentierte sich das Neueste zu Lieferwagen und Transportern. Also nichts los? Keineswegs. Wer als Handwerker bestmöglich auf Achse sein will, hat gerade jetzt erstklassige Chancen. Jedes neue Nutzfahrzeug hat einen Euro5-Motor und oft wird Spritspartechnik oder einer verbesserte Laderaum-Ausstattung als Option angeboten. Nachfolgend Messeeindrücke in alphabetischer Reihenfolge:

Wer im September in Hannover ein Feuerwerk der Innovationen erwartet hatte, musste enttäuscht werden. Ausgesprochen unaufgeregt präsentierte sich das Neueste zu Lieferwagen und Transportern. Also nichts los? Keineswegs. Wer als Handwerker bestmöglich auf Achse sein will, hat gerade jetzt erstklassige Chancen. Jedes neue Nutzfahrzeug hat einen Euro5-Motor und oft wird Spritspartechnik oder einer verbesserte Laderaum-Ausstattung als Option angeboten. Nachfolgend Messeeindrücke in alphabetischer Reihenfolge:
Citroën: Von Nemo bis Jumper
Gut gestaffelt vom Cityflitzer Nemo (Frachtraum: 2,5 m³) über den Lieferwagen Berlingo (3,3 bzw. 3,7 m³) sowie den Kompakt-Transporter Jumpy (5 bzw. 7 m³) bis hin zum Transporter Jumper (8 bis 17 m³) reicht das in den letzten Jahren kaum geänderte Angebot. Citroën gehört zusammen mit Peugeot zum französichen PSA-Konzern und agiert jetzt in Deutschland gemeinsam aus einer neuen Zentrale in Köln. Als Kunde sollte man vielleicht bei der Kaufentscheidung achtgeben, welche speziellen Pakete der eine oder der andere für das Handwerk schnürt.
Daimler auch mit kleinem Auto
Vito, Sprinter und Vario zeigten auf der Nfz-IAA, was sie drauf haben: Das kann ein zulGG von max. 3,2 t beim Vito bedeuten, den Sprinter als typischen 3,5-Tonner gibt es darüber hinaus in vielen weiteren Varianten vom 2,8- bis zum 5-Tonner. Wer mehr braucht, stellt den Vario mit bis zu 7,5 t zulGG in seinen Dienst. Für den neuen Citan in der Lieferwagenklasse übernehmen die Stuttgarter in Zusammenarbeit mit Renault in weiten Teilen das Kangoo-Konzept. (s.BM 10/12 ab S. 128)
Fiat bietet Vielfalt
Wie bei Citroën und Peugeot staffelt sich die Reihe leichter Nutzfahrzeuge auch bei den Italienern: Fiorino, Doblò, Scudo und Ducato heißen die Modelle, die weitestgehend bauähnlich sind mit den beiden französischen Marken. Die Ausnahme unter den Gemeinsamkeiten: der Lieferwagen Doblò, von dem es gleich fünf Varianten gibt. Die neueste Entwicklung ist eine Lang-Version mit Hochdach, die den neuen Topwert von 5 m³ im Frachtraum erreicht.
Ford überarbeitet Transit-Reihe
Auf der Messe gelang Ford eine umfangreiche Neuvorstellung: Zum Jahresende 2012 kommen erste Versionen des Transit Custom zu den Händlern: als max. 3,3-Tonner mit Normaldach und zwei Radständen. Bei diesem Kompakt-Transporter beträgt die max. Zuladung je nach Ausführung 600 bis 1400 kg.
Auch der Nachfolger des Lieferwagens Transit Connect (2,7 bzw. 3,5 m³) war zu sehen. Er wird frühestens Mitte 2013 bei den Händlern stehen. Der kommende „große“ Transit (3,5 t) soll Ende 2013 auf den Markt kommen.
Iveco kann Transporter
Für das Modelljahr 2012 fertigt Iveco die Transporter-Reihe des Daily mit schadstoffreduzierten Vierzylindern, die Euro5 oder das noch strengere EEV-Siegel erfüllen (Enhanced Environmentally Friendly Vehicle). Der Transporter zeigt sich im Programm unverändert: Das zulGG liegt zwischen 2,8 und 7,0 t, der größte Kastenwagen erreicht 17,2 m³ im Frachtraum.
Nissan stark bei Leicht-Lkw
Unverändert ist die für Handwerker interessante Modellpalette bei Nissan. Seit 2009 bereichert die zum Renault-Konzern zählende Marke die Lieferwagen-Klasse mit dem NV200, ein Kombi oder Kastenwagen mit 4,2 m³ im Frachtraum. Darüber hinaus agieren Primastar sowie der NV400, der als Drilling neben Renault Master und Opel Movano seinen Marktanteil sucht.
Opel zeigt sich kooperativ
Der Combo im Modelljahr 2012 ist eine freundliche Übernahme des Fiat Doblò – ein gelungener Schachzug der Rüsselsheimer, um mit einem modernen Lieferwagenkonzept lieferfähig zu sein. Als nächst größeres Modell ist der Vivaro unterwegs, der mit Renault Trafic baugleich ist. Ähnliches läuft bei den 3,5-Tonnern, denn Opel Movano und Renault Master sind bis auf markentypische Akzente identisch.
Peugeot versteht sein Handwerk
Am Peugeot-Stand hatte man dem Handwerk viel Platz eingeräumt. Beispielsweise gibt es den Kompakt-Transporter Expert komplett mit Werkstatteinrichtung von Sortimo plus Leasing-Angebot, um Existenzgründern den Einstieg möglichst leicht zu machen. Wenn Peugeot auch nach der Messe dafür sorgt, dass dieses Know-how bis zum örtlichen Händler gelangt, geht das Konzept für den Handwerker in Ordnung.
Renault nur mit Master, Dacia fehlt
Statt einer bislang vertrauten Glanzvorstellung für die Einsatzmöglichkeiten von Kangoo, Trafic und Master gab es eine Art Null-Nummer. Lediglich auf dem Lkw-Stand hatten die Renault-Brummis einem einzigen Master Kastenwagen Platz gelassen. Weder die leichten Nutzfahrzeuge von Renault, noch von Dacia waren auf der Nfz-IAA vertreten. Allemal interessant wäre die Premiere des Dacia Dokker gewesen. Ende des Jahres ist Markteinführung für diesen Lieferwagen, in dem Renault-Technik ebenso steckt wie im Mercedes Citan – doch evtl. zur Hälfte des Preises.
Volkswagen mit Pool von Spezialisten
VW Nutzfahrzeuge zeigte nicht nur übliche Kombis, Kasten- oder Pritschenfahrzeuge. Mittlerweile sind 70 Ausbaufirmen nach VW-Vorgaben zertifiziert, um Caddy, Amarok, Transporter T5 sowie Crafter nach Kundenwünschen für besondere Einsatzzwecke auszurüsten. Vom Werkstattwagen mit Allradantrieb bis zur Luftfederung samt integrierter Doppelkabine für die Fahrt der Monteure zur weit entfernten Baustelle reichte das Angebot fürs Handwerk.
Schlussbemerkung
Im Rampenlicht der Nfz-IAA hat sich gezeigt, dass für Handwerker kaum Wünsche offen bleiben müssen, wenn sie sich für Lieferwagen oder Transporter interessieren. Aber wo bleiben die Elektrofahrzeuge? Sie waren zumindest für bestimmte Branchen (z.B. Paket- und Verteilerdienste) ein wichtiges Thema. Für den Entscheider im Handwerksbetrieb haben jedoch Nutzlast, Verfügbarkeit sowie Preis oberste Priorität – allesamt Merkmale, bei denen ein E-Auto derzeit Schwächen zeigt. Und die Umwelt? Als Handwerker kann man mit einem Erdgasmotor ganz passabel und überaus umweltverträglich unterwegs sein. Trotzdem entscheiden sich nur wenige Handwerksunternehmer für diese Antriebsart. I
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