BM-Marktüberblick: Einrichtungen für Nutzfahrzeuge. Ordnung und Sicherheit an Bord - BM online

BM-Marktüberblick: Einrichtungen für Nutzfahrzeuge

Ordnung und Sicherheit an Bord

Zur Markteinführung von Transportern sowie Lieferwagen geben auch die Nutzfahrzeugausbauer ihr Bestes, um aus dem Laderaum im City-Flitzer oder Großraum-Frachter einen alltagstauglichen Weggefährten zu machen. Die Internationale Automobil Ausstellung für Nutzfahrzeuge im Herbst 2010 in Hannover zeigte das aktuelle Marktangebot. Lesen Sie, mit welchen Ideen, Produkten und Konzepten die Einrichter dort vorgefahren sind.

Wie lässt sich ein alltagstaugliches Nutzfahrzeug optimal ausstatten? Stets gilt es, den Ladeneinrichter oder Messebauer, den Servicespezialisten oder den Schreiner und Tischler auf der Fahrt zum Kunden bestmöglich zu unterstützen. Sucht man nach einem roten Faden, wie man zu einem individuell eingerichteten Fahrzeug kommt, helfen ein paar Vorgaben.

Zunächst eine praktische Lösung, die aber kein Optimum darstellen muss: Man kann beispielsweise beim Neukauf in vielen Autohäusern eine universal verwendbare Frachtraumeinrichtung gleich mitbestellen. Doch ein solches „Komplettfahrzeug“ könnte sich schnell als verbesserungswürdig entpuppen. Der Ausbau reicht nicht in den letzten Winkel oder bis ins Hochdach und wird wohl eher keine für die Schreiner-Branche spezifischen Merkmale aufweisen. Wenn sich die Sparlösung ein Fahrzeugleben lang als Kompromiss offenbart, ist Unzufriedenheit vorprogrammiert.
Die Empfehlung: Tischler oder Einrichtungsspezialisten sollten vor einem Autokauf zunächst das auflisten und möglicherweise auch bereitstellen, was an Werkzeug, Maschinen und Zubehör häufig mit auf Tour gehen muss. Diese detaillierten Informationen leisten im Stützpunkt eines Ausrüsters gute Dienste für den Berater, um per Einrichtungssoftware virtuell alles seinen Platz in Schränken und Stauräumen zuzuordnen. Erst dann ergibt sich der optimale Radstand oder die passende Dachhöhe.
Die Transporter-Klasse zeigt sich dafür mit meistens drei möglichen Radständen, Längen und Dachhöhen recht variantenreich. Eine Faustregel des Profi-Ausrüsters mag dem Praktiker allzu vertraut vorkommen: Wenn der Gang zwischen den Regalen an jedem Tag unzugänglich bleibt, weil dort Maschinenkoffer oder Montage-Zubehör deponiert werden muss, ist das Fahrzeug zu klein. Findet dagegen das Meiste einen sicheren Platz in der Werkstatteinrichtung und werden Grundregeln der Ladungssicherung beherzigt, sind gute Voraussetzungen für professionelles Arbeiten geschaffen.
Die Schreiner können vom Innenreff über Langgutwannen bis zur Werkbank Typisches oder Spezielles für die Branche ordern. Entsprechend vielseitig sind die Ausbauideen. Nachfolgend Beispiele in alphabetischer Reihenfolge.
Aluca – Aluminium ist Programm: Die leichtgewichtigen Einrichtungslösungen des Schwäbisch Haller Ausrüstungsspezialisten sind aus Aluminium und maßgeschneidert für die mobile Tischler-Werkstatt. Es ist möglich, bis zu 50 % leichtere Produkte als vergleichbare Stahlelemente anzubieten. Durch die Kombination von Einrichtungselementen in etwa einem Dutzend Höhen und Breiten sowie drei Tiefen ist der zentimetergenaue Einbau in jedes Fahrzeug bis hin zum großen Kastenwagen realisierbar. Per CAD kann man sich ein Angebot nach eigenen Vorstellungen ausarbeiten lassen.
Bott – Material-Mix im neuen Outfit: Ausrüster Bott aus Gaildorf hat das modulare Einrichtungssystem „bott vario“ mit verschieden abgestuften Grautönen neu gestylt, doch Bewährtes bleibt: Zum Material-Mix gehören Komponenten aus pulverbeschichtetem Stahl, eloxiertem Aluminium und Kunststoff. So lässt sich bei hoher Stabilität Eigengewicht reduzieren. Im Interesse der Nutzer sind Kanten und Ecken sorgfältig gerundet und Griffe sowie Arbeitsflächen wirken hochwertig. Wand- und Bodenverkleidungen machen das System komplett.
Edström – Praktische Ausrüstung aus Stahl: Der schwedische Ausrüster Edström bestimmt die Ausstattung fürs Nutzfahrzeug aus zahlreichen einzelnen Komponenten. Ganz nach dem Motto „Kombinieren Sie, wie Sie wollen“ kommen dabei Elemente aus Stahl zum Einsatz, um Van oder Großraum-Transporter als Servicefahrzeug zu gestalten. Einrichtungsvorschläge für die Schreiner-Branche sind Bestandteil des Sortiments, das über Stützpunkthändler in Deutschland eingebaut werden kann.
Flexmo – Kögl zeigt neues Programm: Unter der Bezeichnung Flexmo werden modulare Einrichtungen für Service- und Montage-Fahrzeuge geboten. Das Grundgerüst des Systems bilden gelochte Seitenwände in drei Tiefen und unterschiedlichen Höhen. Ergänzt wird mit Fachböden, Klappen, (Koffer)-Schubladen sowie Aufsatz- und Langgutwannen. Zusammen mit einer Schraubstockhalterung entsteht so eine mobile Werkstatt, die vielem gerecht werden kann. Neben Stahl-Komponenten gibt es auch Aluminium-Bauteile. Clou: Der grüne Öffnungsgriff zeigt, ob eine Schublade komplett geschlossen ist.
Modul-System – Variantenreiche Verbindungen: Seit 2010 bestimmen neue Komponenten aus hochfestem Stahl in Kombination mit Aluminium oder Kunststoff die Einrichtungen des schwedischen Herstellers Modul-System (früher: Servicemobil). Mindestens zehn Prozent weniger Gewicht haben die Modifizierungen gebracht. Ein weiterer Vorteil des komplett neuen Einbausystems mit verschiedenen Höhen und Breiten: Eckelemente lassen sich erstaunlich vielfältig mit Wannen, Schubladen, Spind, Staufächern und weiterem Zubehör wie Griff, Schloss oder Verzurröse verbinden. So genannte CS-Ablagen wurden insbesondere für kleine Lieferfahrzeuge (Mikro-Vans) geschaffen, um raumsparende Sortimentskästen einbauen zu können.
Plastipol-Scheu – Drei Ausstattungen: Von der Standard-Einrichtung über das modulare System Expert-Line bis hin zur individuellen Highendlösung Profi-Line bietet Plastipol-Scheu (Merenberg) gleich drei Einrichtungslinien. Alle gängigen Lieferwagen und Transporter können per CAD-Programm eine Branchenausstattung bis ins Detail erhalten. Schubkastensysteme mit Teleskopschienen in verschiedenen Breiten, die konsequent für die Einhandbedienung konzipiert sind, lassen sich laut Hersteller im geöffneten Zustand mit mehr als 60 kg belasten. Die Einrichtung ist mit der Karosserie sowie mit dem Fahrzeugboden verschraubt.
Prime Design – Leiter ohne Mühe aufs Hochdach: Passend für europäische Fahrzeugmodelle, vertreibt der belgische Anbieter Dachträgerlösungen aus amerikanischer Produktion. Der Schwerpunkt der Entwicklung liegt insbesondere darin, einen stets sicheren Transport von Leitern auf Nutzfahrzeugdächern zu realisieren. Eine durchdachte Mechanik macht es dem Anwender leicht, mit einem langen Hebel die Steighilfe sogar auf einem Hochdach zu deponieren.
Service-System – Stahl oder Aluminium: Für Pkw-Kombis oder Großraum-Transporter vermarktet Ausrüster Wenzel Fahrzeugeinrichtungen unter dem Begriff „Service-System“. Weil das Eigengewicht der Einrichtungen im Fahrzeug entscheidend sein kann, kommen wahlweise Stahl und/oder Aluminium zur Anwendung. Dies wird möglich durch zwei optisch baugleiche Produktlinien. Bauteile aus Stahlblech können günstiger angeboten werden, halb so schwere Aluminium-Komponenten ermöglichen höhere Zuladungen.
Sortimo hat Globelyst-Module weiterentwickelt
Seit August 2011 gibt es bei Trendsetter Sortimo eine neue Generation der Globelyst-Baureihe: Globelyst M zielt darauf ab, den mobilen Arbeitsalltag professioneller und sicherer zu machen. Durch die dafür verbauten Werkstoffe wurde bis ins Detail Gewicht reduziert und dennoch gleichzeitig auf Stabilität und Sicherheit geachtet. Profitiert hat die neue Linie zudem in punkto Ergonomie, Flexibilität und Design. Die wichtigsten Merkmale:
  • Intelligente Nutzung von Aluminium, Stahl, Kunststoff und Composite-Material.
  • Helle, freundliche Farbgebung in Weißgrau mit Blau-Akzenten.
  • Integriertes System in den Pfosten von allen Globelyst Fahrzeugeinrichtungen für die neuen ProSafe-Verzurrgurte.
  • Komplett nach unten wegklappbare und damit barrierefrei bestückbare Fachbodenklappe aus Aluminium.
  • Gewicht sparende Langgutwanne aus Composite-Werkstoff.
  • Die MultiSlide-Auszugstableaus sind kompatibel mit Sortimo Koffer- und BOXXen-Systemen.
StoreVan – Rampe komplettiert Ausrüstung: Die italienische Marke Fami präsentiert ein komplettes modulares Programm unter dem Begriff „StoreVan“ auf dem deutschen Markt. Einrichtungen können vom Lieferwagen über Caravans bis zum Großraumtransporter maßgeschneidert eingebaut werden. Für Letztere eignen sich zudem faltbare Laderampen verschiedener Größe mit einer Tragkraft von 600 bis 1500 kg. Breiten von 800 bis 1350 mm sind möglich, wobei die Nutzlänge des geriffelten Bodens zwei bis drei Meter betragen kann. Für die Montage sind keine Änderungen an der Karosserie nötig.
Tanos – Teleskopstangen als Anker: Auf den ersten Blick ist es nicht einleuchtend, doch es funktioniert: Es sind lediglich Teleskopstangen, die mit Industrieklettband im Fahrzeug verankert werden. Daran schließen sich diverse Regalböden an, die mit Sortimentskästen in verschiedenster Dimension bestückt werden können. Ein Anbohren des Fahrzeugs ist für diese crashgeprüfte Einrichtungslösung nicht erforderlich.
Thule – Leiterträger für Lieferwagen: Man kann eine Steighilfe auf den Dachträger bugsieren, um anschließend noch mit Seil oder Gurt die Dachladung mühsam sichern zu müssen. Doch es gibt einen deutlich bequemeren Weg: Im System von Thule Professional lässt sich ein Laststützen-Paar zum Leiterträger komplettieren, der komfortabel von der Fahrzeugseite aus bedient werden kann. Vor allem bei Nutzfahrzeugen mit einer Dachhöhe bis zu zwei Metern ist dies praktisch. Auch das Verzurren der Leiter kann von der Seite aus erfolgen. Das weitestgehend aus Aluminium bestehende System hat gegenüber einem Dachträger aus Stahl nicht nur Vorteile im Handling, sondern auch im Eigengewicht, was der Dachlast zugute kommen kann.
Würth – Modulare Einrichtungen aus Stahl: Würth (Künzelsau) ist als Sortiments-Spezialist groß geworden und beliefert seine Kunden mit Werkzeug und Montagehilfen. Mehr noch: Unter der Bezeichnung „Orsy mobil“ reicht das Angebot sogar bis zur Fahrzeugeinrichtung. Für Lieferwagen oder Transporter sind Einrichtungen aus pulverbeschichtetem Stahlblech im Angebot. Beim Neukauf lassen sich Basismodule auf Vermittlung des Autohändlers einbauen, doch die Würth-Stützpunkte realisieren auch individuelle Einbauten. ■

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