Neubau der Dresdner Bank, Pariser Platz, Berlin. Ein harmonisches Gesamtkonzept - BM online

Neubau der Dresdner Bank, Pariser Platz, Berlin

Ein harmonisches Gesamtkonzept

Um das Milieu am Brandenburger Tor zu erhalten, wurde der Neubau der Dresdner Bank, nach strengen Vorgaben an die Architekten erstellt. Innen bietet das Gebäude eine Fülle an Besonderheiten, die moderne Architektur, zeitlose Kunst und die Funktionalität des Bankgebäudes gleichermaßen berücksichtigen. Die Funktionalität des Gebäudes ruht auf Maßarbeit und dem Angebot ausgewählter Hersteller, deren Produkte sich nahtlos in das Gesamtkonzept einfügen.

Nach langen Diskussionen um die Gestaltung der feinsten Berliner Adresse „Pariser Platz“, direkt neben dem Brandenburger Tor, gelang dem Architekten Meinhard von Gerkan ein Objekt, das der geforderten Nobilität und den engen, an historischen Dimensionen orientierten, Gestaltungsregeln entspricht (siehe Kasten), in seinem Ergebnis aber recht untypisch für die Arbeiten dieses Architekten ist. Über einem Sockel aus stumpfem Granit erheben sich das Erdgeschoß und drei Obergeschosse in hellem Sandstein. Den Abschluß bildet ein zurückgelegtes Staffelgeschoß mit einer durchgehenden Terrasse. Die Fassadenfläche am Staffelgeschoß wurde mit patinierten Bronzetafeln belegt. Markant ist das Portal. Eingebunden zwischen geschwungenen Wandelementen bildet es – zentriert durch die zulaufende Freitreppe – den Blickfang des Gebäudes, wobei der konkav angelegte Balkon und die in Dreiergruppen angelegten Fenster den Blick von dieser Mittelachse auf den harmonisch wirkenden Gesamteindruck des Gebäudes leiten.

Im Innern finden sich dann die bekannten Elemente im Sinne der Philosophie des Architekten wieder. Die offene Bauweise sorgt für überraschend viel Helligkeit, wobei insbesondere das 29 Meter breite Rund des Atriums eine große Rolle spielt, in das man über gekurvte Stufen hinabsteigt. Die in dieser Innenhalle über fünf Geschosse verteilten Büros erhalten so viel Tageslicht. Die Büros der Niederlassungsleitung, des Vorstandes und die Konferenzräume liegen traditionell zur Frontseite des Hauses, und für ein besonderes Flair sorgen die exklusiv gestalteten Repräsentationsräume im Frontbereich des Staffelgeschosses. Ausgehend von diesem zentralen und mit Glas überdachten Rund ergeht sich ein radial nach außen strebendes Liniensystem im quadratisch angelegten Grundriß – die Kombination aus Quadratur und Kreis scheint dem Architekten gelungen.
So, wie das gesamte Gebäude eine außergewöhnliche Bauweise aufweist, wurde auch auf die Inneneinrichtung und die Funktion des Neubaus der Dresdner Bank Wert gelegt. Dementsprechend entschied sich der Bauherr für den Generalunternehmer Dickenbrok aus Herford, der die gestellte Aufgabe maßgeschneidert erfüllte und gerade das Prinzip „Alles aus einer Hand“ rechtfertigte. So erhielt der schwäbische Hersteller neuform*Türenwerk aus Erdmannhausen für insgesamt 250 Türen den Auftrag über die Firma Müffelmann GmbH aus Verden, die für weite Strecken der Innengestaltung verantwortlich zeichnet. Der Auftrag für neuform umfaßte dabei unter anderem die Türen für die Büro- und Konferenzräume, die in Naturholz (Multiplex mit Ahorn) ausgeführt wurden.
Den Hauptanteil der Türen bilden Türelemente der neuform Serie System „S“ mit einer Unterkonstruktion aus wasserfestem Sperrholz mit eingenuteten Alu-U-Profilen für dreiseitig umlaufende Schattennute. Die Profile für den Putzaufzug wurden – passend zum System „S“ – mit einer eloxierten Oberfläche geliefert.
Die Holzblockzargen mit Falz- und Zierteil bestehen aus einer 22 mm dicken, furnierten Spanplatte mit gerundeter Massivholzkante. Weitere Kriterien für den Hersteller waren hierbei Eckverbindungen auf Gehrung und 3seitige Lippendichtungen für stumpf einschlagende Türblätter. Je nach Anforderung wurden die Türen und Türblätter mit anderen gewünschten Konstruktionen und Materialien geliefert. So wurden beispielsweise auch Durchgangszargen mit speziellen Materialien ausgestattet, um bauseits eine Aussparung für Lichtschranken zu ermöglichen.
Weitere Sonderanfertigungen beinhalten Zargen als Holzblockrahmen aus kanadischem Ahorn und Türblätter mit Typ „0“-Schalldämm-Mittellage. Die Türen verfügen über die Klimaklasse 2, eine Türblattdicke von 62 mm, stumpf einschlagend mit Zusatzfalz und Dichtung. Freistehende und feststehende Seitenteile wurden ebenfalls mit einer Dicke von 62 mm erstellt, wobei die freistehenden Elemente mit Nuten für die Zargenbefestigung (seitlich und oben) sowie nach unten hin zum Fußboden ausgestattet wurden. Hinzu kommen Sonderinstallationen mit speziellen SchallEX-Dichtungen, zusätzlichen Seitenteilen oder Brandschutz-Unterkonstruktionen in T30 für Massivwände. n
Bauherr: M. Schweitzer Grundbesitz- und Verwaltungs GmbH & Co. KG, vertreten durch Dresdner Bank AG
Grundsteinlegung: 7. August 1996
Bauzeit: 16 Monate
Investitionsvolumen: 150 Mio. DM
Nutzfläche: 5400 m²
Gebäudeabmessung: 50 x 45 x 20 m
Fertigstellung/Eröffnung:
15. Dezember 1997
Architekt: Meinhard von Gerkan,
Hamburg

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