1 Monat GRATIS testen, danach für nur 9,90€/Monat!
Startseite » Produkte und Tests » Fahrberichte »

Dreitonner mit acht Kubik

BM-Fahrbericht: Renault Trafic Hochdach
Dreitonner mit acht Kubik

Wir haben die geräumigste Ausführung des Renault Trafic unter die Lupe genommen. Gehen Sie mit unserem Autor Thomas Dietrich auf Testfahrt und erfahren Sie, was den Vertreter der kompakten Transporterklasse auszeichnet, wo seine Stärken und Schwächen liegen.

Seit Mitte 2001 rollt der kompakte Transporter Renault Trafic vom Band. Er ist das Ergebnis einer Gemeinschaftsentwicklung von Renault und Opel und demonstriert mit markanter Front und neuzeitlichem Heck, dass ein Nutzfahrzeug nicht zwangsläufig bieder aussehen muss. Mittlerweile ist neben der Kurz- und Langversion eine Hochdach-Variante als dritte Karrosserieform verfügbar. Das Hochdach sieht zwar aufgesetzt aus, stört aber nicht den stimmigen Gesamteindruck.

Statt des Frachtraumvolumens von 5 Kubikmetern in der Normal-Version (Radstand 3098 mm) oder 5,9 Kubik in der Lang-Version (Radstand 3498 mm) realisiert das um 40 cm höhere Dach in der größten Ausführung H2L2 maximal 8,3 Kubikmeter im Laderaum. Damit tritt diese Variante bezogen auf das Ladevolumen in Konkurrenz zur Transporterklasse, die bei etwa 7,5 Kubikmeter im Laderaum startet.
Für Handwerker mit besonders sperrigen Teilen geben die beiden Hecktüren des Hochdach-Trafic eine Ladehöhe von 181 cm frei, innen sind es 191 cm. Bei den Flügeltüren lässt sich zunächst die linke Seite öffnen, um das Beladen vom Gehsteig aus zu vereinfachen. Eine Verglasung der Türen ist ebenso Sonderwunsch wie die Erweiterung des Öffnungswinkels von 180 auf 250 Grad. Diesen Komfort weiß man spätestens dann zu schätzen, wenn es gilt, das Fahrzeug neben einem Fahrradweg barrierefrei zu be- und entladen.
Mit einer Beladehöhe von 128 cm fällt die seitliche Schiebetür erheblich niedriger aus, denn sie vergrößert sich nicht in der Hochdach-Variante. Mit Trittstufe und geschützten Kanten wirkt der seitliche Einstieg solide. Die Rasterung der geöffneten Tür allerdings lässt zu wünschen übrig, weil sie vor allem bei Gefälle leicht überwindbar ist und die Schiebetür unbeabsichtigt ins Rollen geraten kann. Die Schiebetür auf der gegenüberliegenden Seite gibt es als Option.
Im Frachtraum gehört nacktes Blech zum Standard, doch die Liste der Sonderausstattungen weist zumindest einen Holzboden aus. Im oberen Frachtraumbereich mangelt es an Verkleidungen und Verzurrösen, so dass man schon aus Gründen des Wiederverkaufswertes gut beraten ist nachzurüsten. Der etwa 40 cm hohe Alkoven über den Sitzplätzen erweist sich als praktische Ablage. Die Einrichtung des Cockpits ist ansprechend auf Pkw-Niveau gestaltet.
Der Dreitonner ist für eine Nutzlast von maximal 1100 kg zugelassen. Sowohl die Aerodynamik bei Seitenwind als auch die Bremsen sowie das Fahrwerkverhalten auf schlechter Straße geben bei der Hochdach-Variante keinen Anlass zur Klage.
Dass die Cockpitbeleuchtung blendet, lässt sich verschmerzen. Ärgerlich dagegen, dass die Weitwinkelsegmente in den Außenspiegeln nicht verstellbar sind und einem großen Fahrer kaum verwertbare Informationen liefern, weil sie Straßenbereiche zu niedrig erfassen.
Im Motorenangebot (Schadstoffklasse Euro 3) stehen vier Möglichkeiten zur Wahl: Für kurze Fahrten erweist sich der Common Rail-Diesel mit 60 kW/82 PS und seinem Fünfgang-Getriebe als tauglich, wenn geringe Nutzlasten zu bewegen sind.
Hier ist das nutzbare Drehzahlband breiter als beim kräftigeren Diesel mit 74 kW/100 PS, der mit sechs Gängen schaltfreudiger bewegt werden will. 600 kg Beladung erweisen sich dann nicht als Spaßbremse – erst recht nicht beim 2,5-Liter-Vierventil-Turbodiesel mit 99 kW/135 PS, bei dem keinerlei Zweifel an seiner Leistungsfähigkeit aufkommen. Verblüffend: Der stärkste Diesel kann sich dabei durchaus mit 10 Litern auf 100 km zufrieden geben. Ein Zweiliter-16V-Benziner mit 88 kW/120 PS rundet das Programm ab. Als Einstiegspreis für den Trafic L2H2 listet der Renault-Händler einen Netto-Preis (ohne MwSt.) von etwa 20 500 Euro. ■

Renault Trafic L2H2: Plus und Minus

Stärken …
  • Kompakter Transporter basiert auf neuzeitlichem Nutzfahrzeugkonzept
  • Cockpit auf Pkw-Niveau
  • Fahrverhalten auch in der Hochdach-Variante unkompliziert
  • Durchzugskräftige Diesel-Motoren sind je nach Stärke für Stadt/Land bzw. Autobahn gerüstet
  • Geräuschentwicklung von Dieselmotoren und Fahrwerk akzeptabel
  • Kopf- und Beinfreiheit sind ausreichend gegeben
… und Schwächen
  • Außenspiegel mit nicht verstellbaren Weitwinkelsegmenten
  • mittlerer Beifahrersitz bietet nur beengte Mitfahrgelegenheit
  • Cockpit-Beleuchtung nicht blendfrei
  • Raste der geöffneten Schiebetür kann bei Gefälle versagen
  • Schutzleisten verhindern nicht, dass Türkanten beim Öffnen anstoßen und beschädigt werden können
Herstellerinformation
Herstellerinformation
BM-Wissensquiz
Herstellerinformation
BM-Titelstars: Fotogalerie
Herstellerinformation
BM auf Social Media
Herstellerinformation
Im Fokus: Materialmangel
Im Fokus: Vakuumtechnik
BM-Themenseite: Innentüren
Im Fokus: Vernetzte Werkstatt

Im Fokus: Raumakustik
_6006813.jpg
Schallmessung in der Praxis: Michael Fuchs (r.) und Simon Holzer bei raumakustischen Messungen in einem Objekt (Friseursalon Max in Wallersdorf). Foto: Barbara Kohl, Kleine Fotowerkstatt
Im Fokus: Gestaltung
Alles bio? Nachhaltigkeit im Tischler- und Schreinerhandwerk

BM Bestellservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der BM Bestellservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin-Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum BM Bestellservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des BM Bestellservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de