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Der Schnelle frißt den Langsamen

Die aktuellen Erfolgsmeldungen aus der Wirtschaft lassen keinen anderen Schluß zu: Technologien und Produkte aus deutschen Landen sind weltweit gefragt! Der Außenhandel brummt und wir sind gerade dabei den Weltmeistertitel im Export zu gewinnen! Alles im Lot, so könnte man meinen.

Weit gefehlt, „außen“ und „innen“ stehen in krassem Mißverhältnis: Der so prächtig florierende Export konnte die Binnenkonjunktur, wenn überhaupt, nur partiell beflügeln. Die Nachfrage ist nach wie vor flau, von der oft beschworenen Trendwende kaum eine Spur.
Gerade die Bauwirtschaft und das Bau- und Ausbaugewerbe können ein Lied davon singen. Sie schneiden derzeit am schlechtesten ab. Auch der Möbel- und Innenausbau leidet an der insgesamt schwachen Baukonjunktur und des sehr schleppenden, privaten Konsums.
Und dennoch es gibt sie: Betriebe, die konsequent ihre „Stärken verkaufen“ und trotz härtester Wettbewerbssituation gute Geschäfte machen. Das Wort von der „Firmenkonjunktur“ macht in diesem Zusammenhang häufig die Runde. Will heißen: Unternehmen, die nicht lamentieren, sondern versuchen ihren eigenen Markt zu machen. Hinter dem Erfolg dieser Unternehmen stehen oft interessante Marketing- oder Verkaufsideen und vor allem eine konsequente Marktbearbeitung.
Diese Aussage unterstreicht auch eine höchst bemerkenswerte Meldung (Seite 12), die uns kurz vor Redaktionsschluß erreichte:
Das Tischler- und Schreinerhandwerk genieße auch in Sachen Möbelkauf einen sehr hohen Vertrauensvorschuß bei der potentiellen Kundschaft. Dies habe die überwältigende Resonanz auf eine gezielte Werbekampagne der TopaTeam-Partner unter dem Logo „Handwerk und Handel“ in populären Wohnzeitschriften bewiesen.
In den mit gutem Feeling für Wohnemotionen gestalteten Anzeigen, wurde der Leser lediglich aufgefordert, zur Erfüllung seiner Wohnwünsche . . .“doch besser gleich zum Schreiner zu gehen“.
Die Aktion war offenbar ein voller Erfolg: Die zentral organisierte Rücklaufkontrolle über Kennziffern und Postkarten, brachte den einzelnen Mitgliedern jede Menge Interessenten und Aufträge.
Ein zweifellos gutes Beispiel, das die Möglichkeiten von Schreinern und Innenausbauern aufzeigt.
Die Verfolgung der Kampagne vom Interessenten zum Schreiner und umgekehrt, förderte in Einzelfällen aber auch eine sprichwörtliche Schwäche des Handwerks zutage. Überliefert ist dazu der exemplarische Fall eines gut betuchten Bauherren, der auf eine der Anzeigen reagierte:
Insgesamt drei Innenausbaubetriebe mit angeschlossenenem Möbelhandel erfuhren über die koordinierende Dachorganisation von dessen Einrichtungsplänen. Lediglich zwei davon sahen sich veranlaßt, Kontakt zu dem potentiellen Kunden aufzunehmen.
Aber es kommt noch besser: Einer der beiden Betriebe ließ den verabredeten Beratungstermin vor Ort, ohne den Interessenten zu informieren, einfach platzen.
Für den Inhaber des dritten Betriebes waren die Versäumnisse seiner Kollegen sozusagen ein gefundenes Fressen. Er lieferte eine gute Beratung und eine pfiffige Idee. Bei dem „einen“ Auftrag ist es indes nicht geblieben. Aus der Postkartenanfrage wurde ein guter Kunde mit einem Auftragsvolumen von satten 140 000 DM.
Ob es den beiden ersten Betrieben gut oder schlecht geht, läßt sich an dieser Stelle nicht nachvollziehen, aber einmal mehr wird deutlich: Die Chancen sind da, sie müssen aber konsequent genutzt werden!
Wie sagte doch vor kurzem ein Kenner der Branche: „Eigentlich müßte so mancher Schreinermeister nur seinen verstaubten Kittel ausziehen!“
Das oben zitierte Fallbeispiel unterstreicht zudem einen Grundsatz, der im harten Wettbewerb immer mehr an Bedeutung gewinnt: Nicht der Große frißt den Kleinen, sondern der Schnelle den Langsamen!
BM wünscht Ihnen gute Geschäftsideen, erfolgreiches Verkaufen und nicht zuletzt: Einen schönen, erholsamen Urlaub!
Herzlichst Ihr
Manfred Maier
Chefredakteur

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