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Küchen-Vision im Haus der Zukunft

Wohnkonzepte
Küchen-Vision im Haus der Zukunft

Seit Mai 2000 kann man in Vilvoorde bei Brüssel die Zukunft des Wohnens erleben. Living Tomorrow 2 heißt der Palast aus Glas, Beton und Stahl, der sich als eine Art Zukunftsmuseum des Wohnens und Arbeitens präsentiert. Das Haus der Zukunft bietet einen realistischen Ausblick auf die Wohnform des 21. Jahrhunderts. Der Besucher kann dort heute sehen, wie wir morgen wohnen.

Auf einer Informationsreise Anfang Dezember 2000 nach Brüssel, zu der die Hettich International, Kirchlengern, Fachjournalisten eingeladen hatte und die von der Marketing + PR-Service Wilfried Wadsack GmbH, Bad Oeynhausen, hervorragend organisiert worden war, wurde das Haus der Zukunft mit allen Wohneinrichtungen, so auch die Küchenvision „Concept 2010“ von Hettich, vorgestellt. Wie nah die Zukunft für realistische Innovationen ist, zeigte unter anderem das Beispiel Küche. Hettich brachte seine Küchenvision Concept 2010, die erstmals zur interzum ’99 unter großer internationaler Beachtung präsentiert wurde, in das ehrgeizige Brüsseler Konzept ein.

Die Küche Concept 2010 bündelt die Ideen, die geeignet sind, auch bei Küchen die vielbeschworenen Grenzen des Wachstums zu sprengen. Sie zeigt auf, dass die Funktionen das nötige Innovationspotenzial bieten. Dahinter steht die Forderung nach alternativen Möglichkeiten, die die Wünsche der künftigen Käufer berücksichtigen: individuell komfortabel und ergonomisch, mit viel Funktions- und Erlebniswert.
Basis ist die Trendbeobachtung, um frühzeitig die Signale neuer Tendenzen zu erkennen, ihre Tragfähigkeit zu beurteilen und ihre möglichen Einflüsse zu prog-nostizieren. Veränderungen bei der Wohnraumnutzung und sich wandelnde Arbeitsbedingungen prägen sich wahrnehmbar als Indizien für zukünftige Veränderungen aus. Es gilt, sie zu durchleuchten und auf Marktchancen abzuklopfen.
Die Küche Concept 2010 nimmt den Rang der logistischen Funktionseinheit ein. Damit verlässt sie die bekannte Norm der anein-andergereihten Einbauelemente und ist in jede Wohnumgebung zu integrieren. Sie orientiert sich an den sich wandelnden Wohnbedingungen – also die Auflösung starrer Wohnbereiche. Ihre Funktionen passen sich variabel, multifunktional, ergonomisch und komfortabel dem Bedarf des Küchennutzers von morgen an.
Komfort und Ergonomie
Die Oberschränke fahren hinauf oder herunter. Damit hat alles immer die optimale Griffhöhe. Ausschwenkbare, mobile Container lassen sich dorthin bewegen, wo man sie gerade braucht. Zum Beispiel beinhaltet die so genannte Frühstücksbox alles, was zum morgendlichen Imbiss gehört. Für das schnelle Frühstück schwenkt man den Container nur aus und bedient sich im Stehen. Für ein gemütliches Frühstück, lässt sich der Container an den Ess- oder Imbissplatz fahren.
Auch der Hausmüll, der durch diverse Schächte getrennt entsorgt wird, ist in einem mobilen Container untergebracht. So lässt sich der Müll immer dort entsorgen, wo er entsteht.
Das Schubkastensystem „ComfortLine“ nutzt den zur Verfügung stehenden Raum systematisch, so dass sich das übliche Chaos in Schubkästen und Auszügen leicht in den Griff bekommen lässt. Ob Besteck, Koch- und Schöpflöffel, Folien sowie diverse Kleinverpackungen, Geschirr, Gewürze und Elektrokleingeräte – das System organisiert alles so, wie es sich Küchennutzer wünschen. Einfach verschieben und umstecken, und schon lassen sich die einzelnen Schubkästen und Auszüge so bestücken, wie man es gerne hätte.
Zur Küche der Zukunft gehört auch, dass die alles beeinflussende Elektronik die Rolle des guten Hausgeistes übernimmt. In der Komfortküche reagiert beispielsweise der Internetterminal via Voice Control. Das ermöglicht den Dialog mit dem Lebensmittelhändler, der Bestellungen annimmt und möglichst auch ausliefert.
Herd, Backofen, Mikrowelle, Kühlschrank, Spüle und Spülmaschine sowie Wasser- und Strom-anschlüsse statten die Küche zu einer funktionsfähigen Einheit aus. Insgesamt präsentiert sich die Küche „Concept 2010“ in einer auf den ersten Blick klassischen Küchensituation: So visualisiert die Vision anschaulich, wie nah die Zukunft ist.
Die Küche „Concept 2010“ ist nicht an die klassische Raumaufteilung, die einen festen Platz für die Küche vorsieht, gebunden. Je nach Bedarf oder persönlichem Einrichtungsstil lässt sie sich in unterschiedliche Wohn- oder Arbeitsbereiche integrieren. Der kompakte Küchenkorpus, der mittels fahrbarer Komponenten jederzeit aufgelöst werden kann, unterstützt die variable Nutzung.
Von der Küchenvision zur nahen Zukunft
In Zukunft werden die meisten Haushalte nur noch aus ein bis drei Personen bestehen. Viele besitzen zu Hause einen Tele-Arbeitsplatz. Möglichst vielseitig nutzbare Wohnbereiche trennen sich von den früher gültigen, räumlichen und funktionalen Grenzen der Einrichtung.
Wichtige Leitlinie zur Innovation ist auch der wachsende Anspruch nach mehr Komfort und Zeitersparnis. Die sich verändernden Arbeitsbedingungen, mit ihren zunehmenden Anforderungen, suchen nach Kompensation im Privatleben. Während notwendige Hausarbeiten schnell und effizient zu erledigen sein müssen, nimmt der Freizeitwert der Wohnung mehr Raum ein: ein Trend der nach komfortablen Lösungen sucht. Wachsendes Gesundheitsbewusstsein und die zunehmende Alterspyramide bringen ergonomische Aspekte ins Spiel.
Das Projekt „Living Tomorrow 2“ sieht eine ständige Weiterentwicklung der Exponate vor, die in Arbeitskreisen der Projektteilnehmer diskutiert werden. Damit nutzt Hettich das Haus der Zukunft als Forum, neue Ansätze im Bereich der Möbeltechnik zu kommunizieren sowie Impulse aus unterschiedlichsten Branchen aufzunehmen und bei der Entwicklung künftiger Projekte zu berücksichtigen. o
Ein Musterhaus für morgen
Die Idee, ein anschauliches architektonisches Konzept zu kreieren, das den gesellschaftlichen Wandlungsprozess antizipiert, hatten der belgische Architekt Frank Beliën und sein Partner Peter Bongers im Jahre 1989. 1993 erfolgte die Grundsteinlegung und am 16. März 1995 wurde „Living Tomorrow“ vor den Toren Brüssels, in Vilvoorde, eingeweiht.
International erntete das Projekt als Haus der Zukunft, das die Initiatoren mit 40 Mitarbeitern und über 150 teilnehmenden Firmen aus den unterschiedlichsten Branchen realisierten, viel Anerkennung. Dazu trug die anschauliche architektonische Umsetzung aller Aspekte zukünftiger Lebensformen maßgeblich bei. Das Projekt zog bis zu seiner Schließung im März 2000 jährlich 120 000 Besucher aus dem In- und Ausland an.
1996 entschieden sich die Initiatoren, das Projekt weiterzuentwi-ckeln. Living Tomorrow 2 präsentiert sich jedoch nicht nur als eine schlichte Weiterentwicklung, sondern setzt auch auf eine Internationalisierung des Projektes. Geplant ist eine Kette von Zukunftshäusern, die sich über den ganzen Globus ziehen. Nach Brüssel sollen London und Amsterdam folgen, später Atlanta und das Silicon Valley.
Living Tomorrow 2, das die Lebens- und Arbeitswelt im 21. Jahrhundert architektonisch noch ehrgeiziger umsetzt, gliedert sich in die vier Bereiche Haus der Zukunft mit Homeoffice, Büro der Zukunft, Funktionsebene mit Empfang, Konferenzräumen und Cafeteria sowie Gartenanlage.
Für die am Projekt beteiligten Firmen erweist sich das Haus der Zukunft als ideale Plattform, Produkte, Dienstleis-tungen oder Technologien in einem realen Umfeld zu präsentieren.
In allen Wohn- und Arbeitsbereichen setzt Living Tomorrow 2 auf die Segnungen der Technik, ermöglicht durch weiterentwickelte Steuerungsmöglichkeiten des vernetzten Hauses von der Fernbedienung bis zur Sprachsteuerung.
In allen Wohn- und Arbeitsbereichen setzt Living Tomorrow 2 auf die Segnungen der Technik, ermöglicht durch weiterentwickelte Steuerungsmöglichkeiten des vernetzten Hauses von der Fernbedienung bis zur Sprachsteuerung.
Das Haus der Zukunft versteht sich nicht als High-Tech-Traum für Fortgeschrittene. Vielmehr zielt es darauf, der Öffentlichkeit einen realistischen Ausblick auf die Wohnformen im 21. Jahrhundert zu geben. Ob Profi oder Laie, jeder erhält durch das ambitionierte Projekt Kenntnis von neuen Konstruktionsmethoden, innovativen Design-ideen sowie von mittelfristig interessanten Management-, Energie- und Kommunikationstechnologien. Eintauchen in die Zukunft, lautet das Motto. Damit versteht sich Living Tomorrow nicht zuletzt als multidisziplinäres Studienobjekt für die junge Generation.
Mit dem Handy die Heizung zu steuern, Jalousien zu schließen, die Alarm-anlage zu aktivieren, die Badewanne zu füllen oder den Whisky zu bestellen, das sind keine Visionen, sondern ist absehbare Zukunft. Moderne Technologien haben zum Sturm auf unsere vier Wände geblasen und garantieren uns gleichermaßen Convenience wie Mobilität.
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