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Schicke Meisterstücke im Landtag

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Schicke Meisterstücke im Landtag

1. Preis: Der Tisch von Claus Niephaus ist eine handwerklich, innovativ gelöste Massivholzkonstruktion mit einer fast asketischen Anmutung. Die technische Lösung der Ansteckplatten ist überzeugend und funktioniert intuitiv
Insgesamt 47 junge Tischlermeisterinnen und -meister stellten im vergangenen Dezember im Düsseldorfer Landtag ihre gestalterischen Fähigkeiten unter Beweis. Zugelassen waren alle Meisterstücke, die in den letzten zwei Jahren in Nordrhein-Westfalen ihre Prüfung abgelegt hatten. Mit dem Wettbewerb, der zum zwölften Mal stattfand, sollen die besonderen gestalterischen Leistungen im Tischlerhandwerk gewürdigt werden. Ausrichter war der Fachverband Tischler NRW und die Handwerkskammern des Landes.

Mit seinem wandelbaren Ahorn-tisch hat Claus Niephaus beim Gestaltungswettbewerb die Jury überzeugt. Das Unterbringen und Anbringen der Ansteckplatten, mit denen der Tisch im Handumdrehen vergrößert oder verkleinert werden kann, ist in beiden Varianten gelungen: „Eine handwerklich, innovativ gelöste Massivholzkonstruktion mit einer fast asketischen Anmutung“, urteilte die Fachjury, die Claus Niephaus dafür den mit 4000 Euro dotierten ersten Preis zusprach.
Der Tischler, der zurzeit in Basel den Master-Studiengang Design belegt, hat bereits ein Studium zum Handwerksdesigner an der Aachener Akademie Gut Rosenberg absolviert und parallel dazu seine Meisterprüfung abgelegt. Schon während seiner Ausbildung kristallisierte sich Claus Niephaus‘ Leidenschaft für Gestaltung heraus: „Design bedeutet für mich die Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und zu hinterfragen, um andere Sichtweisen aufzuzeigen und zugleich innovative Lösungsmöglichkeiten zu kreieren.“
Für ein wandhängendes Sideboard in ungedämpftem Apfel und Ahorn, das vor allem in großen Räumen seine Wirkung geltend macht, vergab die Jury den mit 3000 Euro dotierten zweiten Preis. Das Meisterstück von Stefan Lüchtefeld überzeugte die Jury „durch sein langgestrecktes Oval, das wie angeschnitten vor der Wand hängt. Prägnant ist das lebhafte Furnierbild, das die großdimensionierte Form unterstreicht.“ Der 31-Jährige hat seine Meisterprüfung an der HWK Münster abgelegt.
Eine Anleihe aus dem Flugzeugbau holte sich Moritz Schaufler für seinen Tisch, der den dritten Rang und somit 2000 Euro erhielt. Das Stück mit der auffällig orange gefärbten Platte offenbart seine außergewöhnliche Unterkonstruktion erst auf den zweiten Blick: Der tragende Unterbau des Tisches beruht auf einer Skelettkonstruktion aus Massivholz, für die eine Flugzeugtragfläche als Vorbild diente. Durch ihre textile Bespannung wird sie stabil. Ein „ästhetisches Objektmöbel“, so die Jury in ihrer Begründung, bei dem „erst auf den zweiten Blick die Leichtbauweise sichtbar wird.“ Die innovative Konstruktion weise über das klassische Handwerk hinaus. Nach seinem Handwerksdesign-Studium am Gut Rosenberg in Aachen und seiner Meisterprüfung arbeitet der 32-Jährige in Wien.
Eine Belobigung sprach die Jury für einen kleinen Arbeitsplatz aus Birnbaum aus, den Nikolas Swyter aus Michelstadt gefertigt hat. Die Jury hob in ihrer Begründung die „konstruktive Lösung des Beschlags für die Klappe“ hervor, „der sichtbar in die Gestaltung eingebunden ist.“ ■
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