BM-Marktübersicht: 18-Volt-Akku-Handkreissägen

Kabellos sägen

Leistungsfähigere Akkutechnik ermöglicht immer stärkere Handkreissägen, die sich in Schnittleistung und -geschwindigkeit nicht mehr vor den netzbetriebenen Geräten verstecken müssen. Wir haben aktuelle Modelle zusammengestellt.

Heinz-Alfred Losch

Gerade beim mobilen Einsatz auf Montage oder im Messebau macht sich eine kabellose Handkreissäge schnell bezahlt. Sie erspart lästiges Strippenziehen und störende Stolperfallen. Unabhängig vom nächsten Stromanschluss einsetzbar, ermöglichen einige Akku-Handkreissägen sogar eine kabellose Steuerung angeschlossener Staubsauger. Auch der Einsatz auf einer Führungsschiene ist bei vielen Akku-Handkreissägen heute möglich.

Wieviel Power ist heute Standard?

Entscheidend für die Leistung der Maschine ist die Power, die der jeweilige Akku liefern kann. Die meisten Hersteller setzen heute auf ein 18-V-System, das für viele Anwendungen genügend Leistung und Ausdauer bietet. Je nach Hersteller sind fünf bis acht Amperestunden (Ah) Kapazität dabei der Standard. Für noch mehr Leistung kommen anstelle der zweireihigen Akkupacks immer öfter solche mit drei Zellenreihen und bis zu 12 Ah zum Einsatz, z. B. bei Bosch und Milwaukee.

Doppelt bestückt mit 36 V unterwegs

Einige Hersteller setzen auch auf 36 V aus zwei 18-V-Akkupacks. Dies ermöglicht je nach Hersteller entweder mehr Leistung oder längere Ausdauer beim Sägen.

Die Festool TSC 55 REBI arbeitet sogar nur mit einem von zwei Akkupacks – dann allerdings mit geringerer Drehzahl und kürzerer Laufzeit Das ca. 700 g geringere Gewicht erleichtert das Handling beim Arbeiten über Kopf oder an schwer zugänglichen Stellen. Die ebenfalls für zwei 18-V-Akkus ausgelegte Makita-Säge DSP601ZJU erfordert immer den Einsatz von zwei Akkupacks.

Was steckt in Multi- oder Flex-Volt-Systemen?

Einen etwas anderen Weg gehen Hikoki und Dewalt mit ihren Multivolt bzw. Flex-Volt-Systemen.

Die Hikoki-Maschine arbeitet mit 36 V. Der Hersteller wirbt damit, dass die Multi-Volt-Akkupacks nicht größer und schwerer sind als 18-V-Akkupacks und auch in den meisten 18-V-Maschinen von Hikoki verwendet werden können.

Der Trick ist eine variable Verschaltung der zehn Akkuzellen: Entweder werden für höhere Kapazität jeweils zwei Zellen parallelgeschaltet oder für den 36-V-Betrieb alle zehn Zellen in Reihe geschaltet. Die in den Akkupacks enthaltene Energiemenge bleibt aber jeweils dieselbe.

Das gilt auch für das Flex-Volt-System von Dewalt. Nur handelt es sich hier um dreireihige Akkupacks, die mal 54 V und 2 Ah haben oder 18 V und 6 Ah. Ein wichtiger Unterschied, denn der technische Vorteil der höheren Spannung allein ist relativ gering – vielmehr ein beliebtes Marketinginstrument, das durch Magie mit großen Zahlen die Anwender verzaubern möchte.

Die drei Zellenreihen in den Flex-Volt-Akkus, die es mittlerweile auch mit 12 Ah bei 18 V bzw. 4 Ah bei 54 V gibt, ermöglichen jedoch auch eine höhere Stromabgabe als die zweireihigen Akkupacks der meisten anderen Hersteller. Die Kompatibilität mit bisherigen 18-V-Maschinen leidet jedoch unter dem höheren Gewicht der dreireihigen Akkus.

Weitere Besonderheiten aktueller Modelle

Bosch bietet als bisher einziger Hersteller die Möglichkeit an, die Drehzahl der Handkreissäge an der Maschine und per App in Stufen zu verstellen bzw. eine individuell programmierte Drehzahl zu wählen und einen Eco-Modus für längere Laufzeit einzuschalten.

Festool und Makita erlauben die automatische Steuerung eines entsprechend ausgestatteten Staubsaugers per Bluetooth.

Bei Längsschnitten in Massivholz soll ein Spaltkeil ein Verklemmen des Sägeblattes und damit einen gefährlichen Rückschlag der Handkreissäge verhindern. Musste dieser Spaltkeil für Tauchschnitte früher umständlich demontiert werden, so gibt es jetzt Tauchkreissägen, bei denen der Spaltkeil so konstruiert ist, dass er von allein nachrutscht. Allerdings verzichten immer mehr Hersteller gleich ganz auf dieses Sicherheitsdetail – und hoffen wohl, dass aufgrund des kompakten Maschinengehäuses schon nichts passieren wird.


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Der Autor

Heinz-Alfred Losch ist als freier Journalist spezialisiert auf die Bereiche Elektro- und Handwerkzeuge sowie Messtechnik.

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