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Vielseitig begabte „Dreifünfer“

BM-Marktübersicht: Transporter bis 3,5 t
Vielseitig begabte „Dreifünfer“

Soll ein Transporter möglichst Allround-Eigenschaften besitzen, entscheiden sich Handwerker oftmals für die 3,5-Tonnen-Klasse – in der ein durchaus harter Wettbewerb unter den Herstellern herrscht. Lesen Sie, was diese „Dreifünfer“ so interessant für Handwerker macht, und was diese Klasse alles zu bieten hat. In unserer BM-Marktübersicht (siehe Tabelle unten) finden Sie das aktuelle Angebot an 3,5-Tonnern sowie deren wichtigste technische Eckdaten. So „richtig“ professionell unterwegs ist man allerdings erst mit einer individuell maßgeschneiderten Fahrzeugeinrichtung: Sie bietet je nach Anforderung Stauraum für Werkzeug und Zubehör, Vorrichtungen für den sicheren Materialtransport und vieles mehr. Deshalb haben wir den folgenden Text mit ein paar interessanten Anregungen illustriert. Die Angaben über die Fahrzeuge in der Tabelle sind zwar ganz aktuell recherchiert, aber ohne Gewähr.

Die Entwicklung vom kompakten 2,8-Tonner hin zum größeren Transporter ist unverkennbar. Seit Mitte der 90er Jahre hat sich die Klasse bis 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht in Deutschland fast verdoppelt. Der „Dreifünfer“ erlebt in den letzten Jahren nicht zuletzt deshalb deutliche Steigerungsraten, weil viele Unternehmer auf ein Maximum an Möglichkeiten vorbereitet sein wollen und deshalb diese Transportergröße wählen. Zudem sind Hemmnisse weggefallen, vor allem das Tempolimit von 80 km/h, das seit 1997 erst oberhalb von 3,5 t zul. GG gilt. Daran wird sich auch in absehbarer Zeit nichts ändern. Anhaltende Diskussionen um spektakuläre Unfälle durch angebliche Autobahn-Raser sind inzwischen wieder verstummt, weil genaue Untersuchungen dieses Vorurteil nicht erhärten konnten. Wenn es zu Unfällen kam, wurde dies oftmals begünstigt durch einen Mix aus langen Lenkzeiten, unzureichend verzurrter Ladung, falschen Reifen oder schlichtweg der Unerfahrenheit des Fahrers. Deshalb ist mittelfristig eher damit zu rechnen, dass es statt eines erneuten Tempolimits zur Fahrtenschreiber-Pflicht kommen wird.

Keine Frage, viele Transporter neuester Konzeption beherrschen die ihnen übertragenen Aufgaben souverän. Die Hersteller kommen mit immer moderneren Modellen und Motoren, die zum Teil mit Fahrleistungen und einem flotten Vortrieb aufwarten können, die beeindruckend sind.
Reichlich Nutzlast oder großzüger Frachtraum?
Um innerhalb seines Betriebes noch flexibler zu werden, entscheidet sich mancher Unternehmer für den laufenden Meter mehr an Karosserie, legt gut tausend Euro drauf und wählt den voluminöseren Transporter. Unter den Transportern mit langem Radstand, verlängerter Zelle und der Zugabe um ein paar hundert Kilo Nutzlast befinden sich die Kasten- oder Pritschenfahrzeuge der Drillinge Citroën Jumper/Fiat Ducato/Peugeot Boxer, der Ford Transit sowie auch die Drillinge Nissan Interstar/Opel Movano/Renault Master, um nur einige zu nennen.
Wiederum andere Handwerker entscheiden sich für einen Dreifünfer, weil nicht der größtmögliche Frachtraum oder ein langer Radstand zählt, sondern weil vor allem die verbleibende Nutzlast wichtig ist. Einem Boxer, Daily, Movano, Sprinter oder Transit mit kurzem Radstand könnte man äußerlich allenfalls dem Typenschild entnehmen, für welche Tonnage er zugelassen ist. Bei einer kompakten Bauweise lassen sich jedoch Vorzüge nutzen, die eigentlich als Trümpfe bei den 2,8-Tonnern gelten: Ein Transporter mit kurzem Radstand ist in punkto Wendigkeit und Fahrkomfort nicht weit vom Pkw entfernt und die Spurtstärke der zur Verfügung stehenden Motoren lässt oftmals kaum mehr Wünsche offen.
Das Asien-Angebot unterliegt globalen Vermarktungsstrategien: Hyundai, Kia und Toyota kümmern sich wenig um europäische Einstufungen und platzieren ihr Angebot oberhalb von 3 t zulässigem Gesamtgewicht mit Nutzlasten von deutlich mehr als einer Tonne, um weltweit möglichst viele Interessenten zu erreichen. Übrigens: Auch die Leistungsdaten des T5 sorgen erstmals dafür, dass ein VW-Transporter in dieser Klasse gelistet wird.
In der 3,5-Tonnen-Klasse sind keineswegs nur aufgelastete 2,8-Tonner anzutreffen. Mercedes Sprinter und Zwillingsbruder Volkswagen LT beispielsweise haben hier ihren konzeptionellen Schwerpunkt. Andere (z. B. Iveco Daily oder Mitsubishi Canter) sind eigentlich zu höherer Nutzlast berufen und starten in der Kategorie bis 3,5 t gerade erst.
Für den Entscheidungsträger, der sich in der oberen Transporterklasse nach einer Lösung umsieht, ist dies sicher von grundsätzlicher Bedeutung, denn die eine oder andere Testfahrt mit Bremsprüfung wird klarmachen, ob der Anbieter „auch noch“ oder „gerade erst“ einen 3,5-Tonner anbietet. Da lassen sich dem einen Fahrzeug noch – wenn auch eingeschränkte – Pkw-ähnliche Qualitäten attestieren, während beim anderen gar nicht erst die Idee aufkommt, dass es sich hier nicht um einen robusten Lastenträger handeln könnte.
Für die Wahl eines bestimmten Fahrzeuges kann auch entscheidend sein, welche Möglichkeiten sich durch eine Kombination aus Transporter plus Anhänger ergeben. Reicht an vielen Arbeitstagen ein kurzer wendiger Kasten völlig aus und müssen nur sporadisch große, sperrige oder schwere Teile mit einem Doppelachs-Anhänger bewegt werden, so ist das Gesamtzuggewicht des Transporters interessant, das etwa beim Iveco Daily oder Renault Master Maxi höher liegt als beim Fiat Ducato.
Aufwertung durch professionelle Einrichtung
Ein Transporter von der Stange wird allerdings erst dann zum effektiven Firmenfahrzeug, wenn er entsprechend den individuellen Anforderungen eingerichtet wird. Hierzu eignen sich am besten professionelle Systemeinrichtungen, die in aller Regel sehr flexibel konfigurierbar sind – je nachdem, ob das Fahrzeug nur zum Transport von Werkstücken dienen soll oder als komplett eingerichtete, rollende Schreiner- bzw. Tischlerwerkstatt.
Thomas Dietrich
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